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Gedenkort für Hamburg denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Zwischen 1940 und 1945 wurden vom Hannoverschen Bahnhof in 20 Eisenbahntransporten mindestens 8.012 Juden, Roma und Sinti in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert: Für die meisten war es eine Reise in den Tod.

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Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof wird an die Deportationen von Juden, Roma und Sinti erinnern.

Wo sich heute der Lohsepark vom SPIEGEL-Gebäude im Norden bis zum Baakenhafen im Süden erstreckt, stand einst der Hannoversche Bahnhof. Zwischen 1940 und 1945 wurden von hier aus über 8.000 Juden, Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager nach Mittel- und Osteuropa deportiert. Seit 2017 erinnert das denk.mal Hannoverscher Bahnhof an dieses dunkle Kapitel der Hamburger Stadtgeschichte.

Bis zur Eröffnung des geplanten Dokumentationszentrums bietet der Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof erste Informationen über den Ort der Deportationen in Hamburg.

Die Entwicklung des Gedenkortes


2004 legten Dr. Linde Apel und Dr. Frank Bajohr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, die erste Studie zum Thema „Die Deportationen von Juden sowie Sinti und Roma vom Hannoverschen Bahnhof in Hamburg 1940-1945" der Kulturbehörde vor. Um den Bahnhof als Ort des Gedenkens in der Stadt zu etablieren, initiierte die damalige Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck einen mehrstufigen politischen Prozess, der seither von den Opfer- und Betroffenenverbänden begleitet wird: Nach einem Kolloquium im Juni 2007 zum Thema „Der Erinnerungsort Lohseplatz in der HafenCity“ schrieben die Regierungsparteien die Entwicklung einer Gedenkstätte am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof im Frühjahr 2008 im Koalitionsvertrag fest. 

Im Rahmen eines Werkstattgesprächs am 27. Oktober 2008 wurden die von einer Steuerungsgruppe erarbeiteten Empfehlungen für den Gedenkort und die Überarbeitung des Masterplans der HafenCity öffentlich vorgestellt und diskutiert. 2009 wurde die von Dr. Linde Apel konzipierte Ausstellung „In den Tod geschickt. Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945“ im Kunsthaus Hamburg gezeigt. 
Für die Gestaltung des Lohseparks, in den der Gedenkort integriert ist, fand zwischen 2009 und 2010 ein internationaler Freiraumwettbewerb statt, den am Ende das Büro Landschaftsarchitekten Vogt, Zürich, gewann.

2016 folgte die Eröffnung des Lohesparks, in deren Rahmen die sogenannte „Fuge“ als wichtiger landschaftsarchitektonischer Bestandteil des Gedenkorts eingeweiht wurde. Die „Fuge“ verbindet den zentralen Gedenkort am unter Denkmalschutz stehenden Relikt des Bahnsteigs 2 mit dem ehemaligen Bahnhofsvorplatz (Lohseplatz). Im Mai 2017 wurde schließlich der zentrale Gedenkort mit den Namenstafeln der Opfer an den Gleisrelikten fertiggestellt und eingeweiht. Bis 2021 entsteht ein Dokumentationszentrum in unmittelbarer Nähe zum Gedenkort, welches von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme betrieben werden wird.

Um vor allem junge Menschen für den historischen Ort zu interessieren, wurde 2011/2012 das Projekt „Wie wollt ihr euch erinnern?“ mit 40 Jugendlichen durchgeführt. Über mehrere Monate erarbeiteten sie Ideen und Konzepte für die Gestaltung des künftigen Dokumentationszentrums.


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