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Wissen-Können-Weitergeben UNESCO Immaterielles Kulturerbe

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Die UNESCO trägt mit dem Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes dazu bei, weltweit überliefertes Wissen und Alltagskulturen als Teil des Erbes der Menschheit zu fördern und zu erhalten.

Informationen zum UNESCO Immateriellen Kulturerbe

Bewerbung

Vom 1. April 2021 bis 30. November 2021 können lebendige Traditionen für die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes vorschlagen werden. Zu diesen lebendigen Traditionen gehören unter anderem Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen oder auch Handwerke. Aus Hamburg kam in den letzten Jahren unter anderem der Vorschlag die Friedhofskultur als immaterielles Kulturerbe anzuerkennen. Zuletzt wurde im März 2021 die Deutsche Gebärdensprache auf Initiative des Gehörlosenverbandes Hamburgs in das Verzeichnis aufgenommen.

Die Bewerbungskriterien sind auf der Webseite der Deutschen UNESCO Kommission (www.unesco.de) verfügbar. Die Bewerbung erfolgt im jeweiligen Bundesland, in dem die Gruppen, Gemeinschaften oder Einzelpersonen verortet sind. Die Ansprechpartnerin für Hamburg finden Sie im Kontaktfeld.

Aufnahmeverfahren

Prozess für die Anerkennung einer kulturellen Ausdrucksform als Immaterielles Kulturerbe in Deutschland

Die Erstellung eines Bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes ist ein mehrstufiges Verfahren, an dem die Bundesländer, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt und die Deutsche UNESCO-Kommission beteiligt sind.

Um in das Bundesweite Verzeichnis aufgenommen zu werden, müssen verschiede Kriterien erfüllt werden. Wichtig ist, dass die vorgeschlagene Kulturform Identität stiftet und Zugehörigkeit vermittelt, aber auch inklusiv und wandlungsfähig ist. werden.

Jedes Bundesland trifft im Anschluss eine Vorauswahl aus den eingegangenen Vorschlägen und kann bis zu vier Vorschläge an die Kultusministerkonferenz (KMK) übermitteln. Die gesamte Vorschlagsliste wird an das Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO Kommission (DUK) weitergeleitet. Das unabhängige Expertenkomitee prüft und bewertet die Dossiers nach fachlichen Kriterien. Die KMK und der BKM bestätigen abschließend die Auswahlempfehlungen des Expertenkomitees. Alle Einträge werden dann auf der Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission veröffentlicht. Über Neuaufnahmen in das Bundesweite Verzeichnis wird im Frühjahr 2023 entschieden. Einzelne Elemente aus den nationalen Verzeichnissen der Vertragsstaaten können für eine von drei internationalen UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen.

Was ist Immaterielles Kulturerbe?

Immaterielles Kulturerbe sind lebendige kulturelle Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen werden.

Dazu zählen:

  • Mündliche Traditionen und Ausdrucksformen
  • Darstellende Künste
  • Gesellschaftliche Bräuche, Rituale und Feste
  • Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum
  • Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken

Mehr Information erhalten Sie auf der Website der UNESCO:

Immaterielles Kulturerbe in Hamburg

Friedhofskultur

In Hamburg selbst ist bisher kein spezifisch immaterielles Kulturerbe angesiedelt. Allerdings kamen verschiedene Vorschläge aus Hamburg unter anderem die Anerkennung der Friedhofskultur in Deutschland als IKE. Zu dieser Friedhofskultur gehören auch die Hamburger Friedhöfe, wie beispielsweise der Friedhof Ohlsdorf. Unter Friedhofskultur in Deutschland sind die Bestattungspraxis, Trauer- und Erinnerungsrituale sowie die Friedhofsgestaltung zu verstehen. Im Jahr 2020 hat sich Kuratorium Immaterielles Erbe Friedhofskultur gebildet.

Mehr Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:

Deutsche Gebärdensprache

Auf Antrag des Hamburger Gehörlosenverbandes wurde, als weitere lebende Tradition, im März 2021 die Deutsche Gebärdensprache ausgezeichnet und in das Bundesweite Verzeichnis IKE aufgenommen. Die deutsche Gebärdensprache ist ein vollwertiges Sprachsystem, das aus vielen verschiedenen Gesten, Mimiken Mundbildern und Mundgestiken besteht. Sie beinhaltet des weiteren auch mehrere regionale Dialekte und Soziolekte und bildet das soziale und kulturelle Fundament der deutschen Gehörlosengemeinschaft.

Mehr Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:


Die UNESCO setzt sich in vielfältiger Weise für den Schutz und die Erhaltung des kulturellen Erbes ein.
Die internationale Staatengemeinschaft hat dafür zahlreiche Abkommen geschaffen. Begrifflich verwechselt werden dabei häufig die seit 1972 existierende Konvention zum Schutz des Kultur-und Naturerbes (UNESCO-Welterbestätten) und das "UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes von 2003".

Kontakt

Dr. Annette Busse

Planetarium, Erinnerungskultur

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
Adresse speichern

Sophia Mayer

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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