Das Welterbe erklärt Kontorhausviertel

Kontorhausviertel

Burchardplatz/Kontorhausviertel
Das angrenzende Kontorhausviertel ist ein zusammenhängendes, dicht bebautes Areal, gekennzeichnet durch große Bürokomplexe, die von den 1920er bis zu den 1950er Jahren errichtet wurden, um Unternehmen mit hafenbezogenen Aktivitäten aufzunehmen. Gemeinsam bilden diese benachbarten Quartiere ein hervorragendes Beispiel für ein kombiniertes Lagerhaus-Büro-Viertel, das mit einer Hafenstadt verbunden ist.

Verankert durch das ikonische Chilehaus, zeichnen sich die großen Bürogebäude des Kontorhausviertels durch ihre frühe modernistische Backsteinarchitektur und die Einheit ihrer Funktion aus.

Das Chilehaus, der Messberghof, der Sprinkenhof, der Mohlenhof, der Montanhof, das ehemalige Postgebäude in der Niedernstrasse 10, das Kontorhaus Burchardstraße 19-21 und das Miramar-Haus dokumentieren die architektonischen und städtebaulichen Konzepte, die im frühen 20. Jahrhundert entstanden sind.

Während die Bürohausarchitektur der 1920er und 1930er Jahre international noch durch den Beaux-Arts-Stil bzw. andere historisierende Formen geprägt wurde, wiesen die Bürohausbauten des Hamburger Kontorhausviertels bereits moderne Klinkerfassaden in expressionistischen und sachlichen Architekturformen auf. Insbesondere beim Chilehaus und beim Sprinkenhof erlangten diese Architekturformen eine kaum noch zu überbietende gestalterische und handwerkliche Virtuosität. Das Chilehaus von Fritz Höger gilt darüber hinaus mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze und der charakteristischen Detaillierung seiner Fassaden als eine Ikone des Expressionismus in der Architektur.

Kontakt

Bernd Paulowitz

Welterbekoordinator / World Heritage Coordinator

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