Behörde für Umwelt und Energie

Ausstellung Don´t Streu Salz 12 Dinge, die Sie über Streusalz wissen sollten, aber nie fragen würden

„Wer kam eigentlich auf die Idee, Salz auf die Straße zu streuen?“ ist die erste von 12 Fragen, die die Ausstellung beantwortet. Zurzeit ist die Ausstellung auf Wanderung.

Streusalz-Ausstellung

Mit Humor, spannenden Geschichten, Expertise und interaktiven Mitmachelementen für Kinder geht es sehr frei nach Woody Allen um „12 Dinge, die Sie über Streusalz wissen sollten, aber nie fragen würden“. 

Ganz nebenbei lernt man die typischen Straßenbäume Hamburgs kennen, erfährt, wie es im Innern eines Salzbergwerks aussieht oder wie die Fahrzeuge der Stadtreinigung dafür sorgen, dass so wenig Salz wie möglich auf die Straße gebracht wird.

Der Einsatz von Streusalz auf Gehwegen ist schädlich und daher in Hamburg verboten.

Hintergrund

Vor allem die rund 230.000 Straßenbäume werden durch das Salz auf den Gehwegen stark angegriffen. Während das Salz, das die Stadtreinigung im Rahmen des Winterdienstes auf die Straßen streut, minimal dosiert ist und größtenteils über die Siele abtransportiert wird, belastet das oft viel zu hoch dosierte Streusalz auf Plätzen und Wegen nicht nur Bäume, sondern auch Haustiere, Autos und Gebäude. 

vergrößern Grafik: Salz schädigt Stadtbäume (Bild: Missall, Gies und Partner / twotype) Streusalz führt zur Anreicherung von Natriumionen im Boden und zur Auswaschung der Nährstoffe. Die Bäume können deshalb weniger Nährstoffe aufnehmen, werden krank und sterben ab. Das Überangebot an Natrium und Chlorid ruft außerdem Ätz- und Verbrennungsschäden hervor. Salzgeschädigte Bäume weisen typische Symptome auf: Späterer Austrieb im Frühjahr, kleinere Blattoberflächen und Nekrosen an Blatträndern und Spitzen, frühere Verfärbung und Laubabfall im Herbst. Bei Tieren greift Salz die Hornhaut an den Pfoten an. Das führt zu bösen Entzündungen und zu Magenverstimmungen, wenn die Tiere versuchen, das Salz von den Pfoten zu lecken. Überschüssiges Salz greift Metallteile von Autos an, besonders dann, wenn salzhaltiger Schnee lange an der Karosserie anliegt.

Anlass für die Ausstellung, ist eine Studie, in der die BUE rund 900 Bäume in ganz Hamburg über einen Zeitraum von fünf Jahren untersucht hat. Sie belegt klar den Einfluss von Streusalz auf Boden und Vegetation. In den harten Wintern führte der flächendeckende Streusalzeinsatz zu Salzanreicherung in den Böden am Straßenrand, zu einer generellen Salzbelastung in den Bäumen und zu einer Anhebung des Salzgehalts im Sickerwasser. Die größte Belastung entstand aber erst durch weiteres unkontrolliertes Streuen mit Salz der meist privaten oder gewerblichen Gehwegreinigung. Weil die Baumscheiben in einer Ebene mit dem Fußweg liegen und für die Luft- und Wasserversorgung der Wurzeln meist offen gehalten werden, kann gerade hier das Streusalz gut in den Wurzelraum eindringen.

Weitere Informationen zum Winterdienst in Hamburg

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