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Grundbegriffe Gesteine

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Gesteine

Sedimente: lockere oder verfestigte Ablagerungen von Gesteinsbruchstücken (zum Beispiel Sand bzw. Sandstein), organischen Resten (zum Beispiel Torf) oder im Wasser neu gebildeter Substanzen (zum Beispiel Kalk).

In der Boberger Niederung kommen mineralische Lockersedimente vor, die von Eis (Moräne), Wasser (Elbsedimente), Wind (Düne) oder dem Menschen (Abraum des Tonabbaus) abgelagert wurden und organische Reste (Torf).

Nach ihrem Durchmesser (in Millimetern) unterteilt man die Mineralkörner der Lockergesteine in: Steine (größer 63), Kies (63 – 2), Sand (2 bis 0,063), Schluff (0,063 – 0,002) und Ton (kleiner 0,002 Millimeter).

Gemische aus Sand, Schluff und Ton fasst man in der Bodenkunde (vereinfacht) zu folgenden Bodenarten zusammen:

  • Sande enthalten überwiegend Sand, der Rest ist Ton oder Schluff. Bei Sanden kann man viele Körner zwischen den Fingern fühlen.
  • Schluffe enthalten überwiegend Schluff, der Rest ist Sand oder Ton. Feuchter Schluff fühlt sich zwischen den Fingern wie Mehlbrei an.
  • Tone enthalten mehr als 65 Prozent Ton, der Rest ist Sand oder Schluff. Feuchter Ton ist zäh und klebt zwischen den Fingern. Er lässt sich erst nach langem Kneten verformen.
  • Lehm enthält etwa gleich viel Sand, Schluff und Ton. Mit feuchtem Lehm kann man einfach haltbare Figuren formen.

Geschiebe sind Steine, deren Kanten beim Transport im Eis abgerundet wurden.

Geschiebelehm ist Lehm, der zusätzlich Kies und Geschiebe enthält.

Mergel enthält neben Ton, Schluff und Sand 10 – 85 Prozent Kalk.

Geschiebemergel ist ein Mergel, der zusätzlich Kies und Geschiebe enthält. Die Geest im Gebiet besteht zum größten Teil aus Geschiebemergel.

Schlick ist breiförmiges feinkörniges Sediment, das unter dem Einfluss von Ebbe und Flut abgelagert wurde.

Klei ist durch Alterung geschrumpfter und teilweise abgetrockneter Schlick.

Torf ist Sediment aus abgestorbenen Resten von Wasser- und Sumpfpflanzen. Torf zählt in der Geologie/Bodenkunde zu den Lockergesteinen.