Behörde für Umwelt und Energie

70 Jahre alt Regosol

Die deutliche Grenze in 35 cm Tiefe und Beimengen wie kleine Steine und Schlackestücke im Oberboden zeigen, dass das Bodenprofil aus zwei Sandschichten besteht.

Regosol

Bodenlehrpfad/ BUE

Bild: Günter Miehlich

Die untere ist reiner Dünensand, die obere ist Abraum aus der Lehmgewinnung [siehe Boden-denk!-mal 2], der nach der Sandentnahme aufgeschüttet wurde. Im Oberboden hat sich Humus angereichert (Ah), die bräunliche Farbe unterhalb zeigt, dass der Sand leicht verwittert ist (Cv). Der reine Dünensand ist unverwittert (IICn).

Regosole aus Sand sind trocken und nährstoffarm. Ohne Düngung und Bewässerung eignen sie sich nicht für den Ackerbau. Deshalb wurden sie oft mit der anspruchslosen Kiefer aufgeforstet.

Die Anreicherung von Humus im Oberboden ist eine der ersten Veränderungen, die das unveränderte Gestein zum Boden macht. Unter Humus versteht man alles, was im Boden aus organischen Verbindungen besteht, also abgestorbene Blätter oder Wurzeln ebenso wie feinste, im Boden neu gebildete organische Moleküle (Huminstoffe), die den Oberboden dunkel färben.

Wenn die Anreicherung von Humus im Oberboden die einzige Veränderung des Gesteins ist, spricht man bei kalkfreiem oder sehr kalkarmem Sand von Regosolen.

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