Behörde für Umwelt und Energie

Böden der Marsch Flusskleimarsch

Marschenboden im tidebeeinflussten Bereich der Elbe.

Flusskleimarsch

Bodenlehrpfad/ BUE

Bild: Günter Miehlich

Durch Pflügen hat sich in dem ehemaligen Acker ein gleichmäßig humoser Oberboden gebildet (tpAp, tpApGo). Rostflecken zeigen die Zone an, in der der Grundwasserspiegel im Jahresverlauf schwankt (tpAp-Go, tpGo). Darunter ist der Boden das ganze Jahr nass (tpGor, tpGr).

Die Eignung der Marschen für die Landwirtschaft variiert stark. Sie reicht von Knickmarschen mit sehr dichten Bodenhorizonten, die meist nur als Grünland genutzt werden können, bis zu Kalkmarschen, auf denen die höchsten Erträge aller Böden Deutschlands erzielt werden. Die Flussmarschen der Vier- und Marschlande haben eine mittlere bis hohe Bodenfruchtbarkeit.

Das Boden-denk!-mal 7 liegt knapp außerhalb des Naturschutzgebiets auf einer Grünlandfläche, die der Freien- und Hansestadt Hamburg gehört und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist. Im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme werden die Wiese und darin liegende Gräben und Kleingewässer dauerhaft nach Vorgaben der Naturschutzbehörde von einem Landwirt gepflegt und als Lebensraum insbesondere für Wiesenvögel und Amphibien erhalten und verbessert.

Die Böden der Marsch haben sich in Sedimenten gebildet, die unter dem Einfluss von Ebbe und Flut abgelagert wurden. Außerdem beeinflusst sie das wenige Dezimeter unter der Oberfläche beginnenden Grundwasser. Marschenböden entwickelten sich vor allem an den Küsten der Nordsee. Sie kommen aber auch im tidebeeinflussten Bereich der Flüsse wie der Elbe vor, und werden dann Flussmarschen genannt. Es gibt unterschiedliche Flussmarschen. Unser Boden, der sich in einem tiefgründigen Klei entwickelt hat, heißt Flusskleimarsch.

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