Behörde für Umwelt und Energie

Grundbegriffe Boden

Auf dieser Seite sollen in den Texten häufig benutzte Begriffe der Bodenkunde erläutert werden.

Boden

Boden ist ein Ausschnitt aus dem obersten Bereich der festen Erde, dessen Gestein durch Prozesse der Bodenbildung umgewandelt ist. Beispiele für bodenbildende Prozesse sind die Bildung von Humus, die Verwitterung oder die Verlagerung gelöster Stoffe. In unserem Beispiel ist der betrachtete Boden ein Ausschnitt aus dem Tal eines kleinen Baches.

Bodenprofil: Meist ist nicht der Boden zugänglich, sondern nur eine Seite des Bodenkörpers, die als Bodenprofil bezeichnet wird.

Das durch Bodenbildung veränderte Gestein ist das Ausgangssubstrat der Bodenbildung.

Ein Bodenhorizont ist eine horizontale Lage, in der Prozesse der Bodenbildung eine sichtbare Veränderung des Gesteins hervorgerufen haben. Die Bodenhorizonte werden durch Horizontsymbole (zum Beispiel Ah, Go, Gr) beschrieben. In unserem Beispiel gibt es drei Bodenhorizonte: die Anreicherung von Humus (Ah), die Bildung von Rostflecken im Schwankungsbereich des Grundwassers (Go), graue und grünliche Farben im Bereich des Bodens, in dem ständig die Poren von Grundwasser gefüllt sind (Gr).

Bodentyp: Die Kombination von Horizonten eines Bodens bestimmt den Bodentyp. Ein Boden mit der Kombination Ah/Go/Gr wird als Gley bezeichnet. In der deutschen Bodensystematik gibt es 70 Bodentypen, die in viele Untereinheiten unterteilt werden können.

Schicht: Oft bilden zwei und mehr unterschiedliche Gesteinsarten das Ausgangssubstrat des Bodens. Im Bild ist es ein Schwemmlöss über einem Terrassenschotter. Sie werden als Schichten bezeichnet. Zur Kennzeichnung der zweiten Schicht wird eine römische II vor die Horizontbezeichnung gesetzt (IIGr).