Leichte Sprache
Gebärden­sprache
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Evaluation abgeschlossen FörMig 4/5/6

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Durchgängige Sprachbildung in den Jahrgangsstufen 4/5/6

FörMig 4/5/6

Das Projekt „Diagnosegestützte durchgängige Sprachbildung am Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe (FörMig-Transfer 4/5/6)“ hat die Entwicklung und Erprobung von Konzepten zur durchgängigen Sprachbildung im Übergang von Jahrgangsstufe 4 zu den Jahrgangsstufen 5/6 zum Ziel. Die Schwerpunkte liegen auf der Unterrichtsentwicklung mit besonderem Fokus auf die Sprachbildung in allen Fächern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von Kooperationspartnerschaften zwischen den teilnehmenden Grund- und weiterführenden Schulen.

Auftrag und Zielsetzung

Auftraggeber: Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
Kooperationspartner: Universität Hamburg, LI
Laufzeit: August 2011 bis Februar 2014

Die Förderung der sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler ist in Hamburg Regelaufgabe von jedem Unterricht. Jede Lehrkraft hat die Aufgabe, ihren Unterricht sprachbewusst zu gestalten und der Erarbeitung der jeweils erforderlichen sprachlichen Mittel genügend Raum zu geben. Dennoch stößt die Realisierung einer durchgängigen Sprachbildung im Regelunterricht der verschiedenen Fächer häufig noch auf Schwierigkeiten. Gleichzeitig kommt durch die Beibehaltung der vierjährigen Grundschule dem Übergang von der Grundschule in eine weiterführende Schule eine besondere Bedeutung zu. Die zunehmende Fachlichkeit im Unterricht stellt erhöhte bildungssprachliche Anforderungen an alle Kinder. Dieses gilt insbesondere für viele Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen und bei denen nach vier Grundschuljahren der Sprachentwicklungsprozess in der Zweitsprache noch nicht abgeschlossen ist. Sie bedürfen fortgesetzter Unterstützung bei der Entwicklung v. a. bildungssprachlicher Kompetenzen, um das für erfolgreiche Schulabschlüsse erforderliche Sprachniveau erreichen zu können, teilweise auch gezielter Maßnahmen zur Sprachförderung bzw. Trainings zur Stabilisierung sprachlicher Kompetenzen. Um die Bildungschancen dieser Kinder zu erhöhen gilt es, bei einem Wechsel auf eine weiterführende Schule Brüche in der Sprachentwicklung dadurch zu vermeiden, dass Grundschule und weiterführende Schulen sich auf gegenseitig anschlussfähige Konzepte und Methoden der Sprachbildung in den verschiedenen Fächern und auf die Kontinuität bei der individuellen diagnosegestützten Sprachförderung einzelner Kinder verständigen.

Das Referat BQ 21 wurde von der BSB mit der Projektevaluation beauftragt. Ausgehend von den Projektzielen liegen die Schwerpunkte der Evaluation in der Beschreibung der Entwicklung der institutionellen Bedingungen im Laufe des Projekts sowie in der Dokumentation der Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Da es sich bei dem Projekt um ein Projekt mit Pilotcharakter handelt, liegt ein weiteres Ziel der Evaluation darin, eine Rückmeldung darüber geben zu können, inwieweit sich das Projekt als Modell für weitere Kooperationspartnerschaften an der Schnittstelle von Primar- und Sekundarbereich eignet.

Zentrale Fragestellungen

  • Wie entwickelt/verändert sich die Unterrichtsgestaltung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht/Naturwissenschaften bzw. ab Klasse 5 in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern?
  • Inwieweit ändert sich die Einstellung/das Wissen in Bezug auf die Notwendigkeit von Sprachbildung in allen Fächern?
  • Wie gestaltet sich die Kooperation der beteiligten Schulen?
  • Inwieweit verändert sich die schulinterne Kooperation zwischen den Fachlehrkräften?
  • Inwieweit werden die Lehrkräfte der beteiligten Schulen in den angewandten Methoden qualifiziert/fortgebildet?
  • Gibt es nachweisbare sprachförderliche Effekte?
  • Gibt es hinsichtlich der Wirkungen Unterschiede zwischen den verschiedenen Kooperations-Sets?

Anlage der Untersuchung

Am Projekt sind zwölf Grundschulen und 12 Sekundarschulen mit ca. zwei Klassen pro Klassenstufe beteiligt. Die Zielgruppe der Untersuchung sind die Klassenstufen 4, 5 und 6. Zu Beginn jedes Schuljahres finden Leistungstestungen in Deutsch und Mathematik statt. Ebenso gibt es jährliche Befragungen der am Projekt beteiligten Lehrkräfte und Gruppendiskussionen.

Die Testhefte für Deutsch und Mathematik bestehen zum einen aus KEKS-Aufgaben, zum anderen gibt es projektspezifische Aufgaben (beispielsweise zum Thema „Operatoren“). Für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler gibt es außerdem einen Fragebogen.

Neben einem Vergleich der Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler in den unterschiedlichen Entwicklungspartnerschaften gibt es Längsschnittanalysen und eine qualitative Auswertung der Gruppendiskussionen und Fragebögen.

Ansprechpartnerin

Carina Berger

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