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BQ 21 Monitoring, Evaluation und Diagnoseverfahren Diagnoseverfahren: Bögen zur Einschätzung überfachlicher Kompetenzen

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Das IfBQ stellt Einschätzungsbögen für die Dokumentation überfachlicher Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen als Downloadversion zur Verfügung.

Einschätzungsbögen überfachliche Kompetenzen

Die Bögen zur Einschätzung überfachlicher Kompetenzen wurden vom IfBQ zusammen mit einer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Jens Möller an der Universität Kiel entwickelt. Diese im Jahr 2012 zunächst als sog. KEKS-Bögen bereit gestellten Bögen wurden  empirisch überprüft und überarbeitet. Seit Mai 2019 stehen die Bögen unter dem Namen ÜKO (Überfachliche Kompetenzen) für die Klassenstufen 1 bis 10 sowie für Kitas und Vorschulen in einer deutlich gekürzten Fassung zur Verfügung.

Hamburger Grundschulen haben die Möglichkeit, die Bögen zu nutzen und die Ergebnisse in der vom IfBQ bereit gestellten Online-Eingabemaske einzugeben. Sie erhalten dann direkt Ergebnis-Rückmeldungen in graphisch aufbereiteter Form für die pädagogische Weiterarbeit.

Falls für die Klassenstufe KERMIT-Ergebnisse vorliegen, können Rückmeldungen erstellt werden, in denen ÜKO- und KERMIT-Ergebnisse im Überblick nebeneinander gestellt werden.

Alternativ zur Online-Eingabemaske stehen im Schulportal auch Kopiervorlagen der ÜKO-Bögen zur Verfügung. Auch Durchführungshinweise finden sich hier zum Download.

Die ÜKO-Bögen sind anschlussfähig an die Hamburger Schulzeugnisse. Sie können sehr gut ergänzend zu den KERMIT Erhebungen für die individuelle Planung der Lernentwicklung herangezogen werden. Inhaltlich beziehen sich die Bögen auf die in den Hamburger Bildungsplänen ausgewiesenen emotionalen, motivationalen, lernmethodischen und sozialen Kompetenzen und Einstellungen.

Für den vorschulischen Bereich orientieren sich die Bögen an den Hamburger Bildungsempfehlungen für Kitas, an der Richtlinie für die Hamburger Vorschulklassen sowie an den Protokollbögen zum Vorstellungsverfahren Viereinhalbjähriger.

Für die jüngeren Kinder in Kitas und Vorschulklassen werden zusätzlich auch fachliche Kompetenzen im sprachlichen Bereich beschrieben.

Zielsetzung

Der Erwerb überfachlicher Kompetenzen ist sowohl Voraussetzung als auch Ziel langfristig erfolgreicher Bildungsprozesse. Die Einschätzung überfachlicher Kompetenzen

  • erweitert den Blick auf die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler über die fachlichen Dimensionen hinaus und
  • bietet positive Ansatzpunkte für eine individuelle Planung nächster Lernziele, um so die Lernentwicklung insgesamt zu stärken

Die ÜKO-Bögen des IfBQ zur Einschätzung überfachlicher Kompetenzen bieten pädagogischen Fachkräften in Kitas und Schulen ein standardisiertes Instrument, um einen differenzierten Blick auf Kompetenzen, Entwicklungen und Potentiale einzelner Schülerinnen und Schüler zu werfen. Der Einsatz eines übersichtlichen Verfahrens anhand transparent formulierter Kriterien erleichtert und versachlicht die Kommunikation zwischen allen am Lern- und Erziehungsprozess beteiligten Personen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen kann ab dem Vorschulalter bis in Jahrgang 10 begleitet und für die kompetenzorientierte Lernentwicklungsplanung genutzt werden.

Aufbau der Bögen

Die überfachlichen Kompetenzen werden in folgende Kernbereiche unterteilt: Personale Kompetenzen und Motivationale Einstellungen, Lernmethodische Kompetenzen und Soziale Kompetenzen.
Diese Einteilung bezieht sich grundsätzlich auf die Modelle nach Reetz (1990, vgl. Helm et al., 2012), Maag Merki (2001) sowie nach Rychen & Salganik (Hg. 2001, im Rahmen des OECD-Projekts „DeSeCo“ - Definition and Selection of Competencies).
Während die benannten Modelle drei übergeordnete Faktoren (Selbst-, Soziale, Methodische Kompetenzen) beschreiben, wurde für das ÜKO-Modell eine weitere Spezifizierung vorgenommen. Die Selbstkompetenzen werden unterteilt in Personale Kompetenzen und Motivationale Einstellungen. So entsteht unter Bezug auf die zitierten Modelle die unten präsentierte Strukturtabelle mit vier Bereichen.

Innerhalb der vier Bereiche werden jeweils Kernkompetenzen benannt, deren Ausprägung auf einer fünfstufigen Skala eingeschätzt wird. Für jeden Bereich werden drei zentrale Kernkompetenzen angeführt, die das Spektrum des Bereichs in seiner Bandbreite widerspiegeln. Die Auswahl dieser einzelnen Kompetenzen erfolgte auf der Basis wissenschaftlicher Recherchen sowie empirischer Erprobungen. Zur Einschätzung der Kompetenzen werden jeweils Beobachtungskriterien und Verhaltensbeispiele angegeben.

Für die Jahrgangsstufen fünf bis zehn wurden neben den Bögen für die Lehrkräfte auch entsprechende Bögen zur Selbsteinschätzung für die Schülerinnen und Schüler entwickelt. Diese Bögen eignen sich zur Selbstreflexion und können wichtige Hinweise auf unterschiedliche Wahrnehmungen zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften liefern.

Kontakt:

Dr. Meike Heckt, Dr. Britta Pohlmann, Stefan Klitsche

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