Behörde für Schule und Berufsbildung

BQ 21 Monitoring, Evaluation und Diagnoseverfahren Monitoring: Vorstellungsverfahren der Viereinhalbjährigen

Seit dem Schuljahr 2005/06 wird in den Hamburger Grundschulen das sogenannte „Vorstellungsverfahren Viereinhalbjähriger“ durchgeführt.

Monitoring: Vorstellungsverfahren der Viereinhalbjährigen

Bereits gut eineinhalb Jahre vor der geplanten Einschulung werden alle Hamburger Kinder mit ihren Eltern zur Beratung und gegenseitigen Information zu einem Vorstellungsgespräch in die Grundschule eingeladen. Die Gespräche finden in enger Kooperation mit den pädagogischen Fachkräften der Kitas statt, die den Eltern zur Vorbereitung Entwicklungsgespräche anbieten. Bei Einverständnis der Eltern geben die Kitas ihre Beobachtungen an die Schulen weiter. Die Schulen ergänzen die Kompetenzeinschätzung der Kitas und dokumentieren Förder- und Unterstützungsbedarfe. Im Rahmen des Vorstellungsverfahrens werden unter Bezug auf die Hamburger Bildungsempfehlungen neben sprachlichen  auch motorische, emotionale, soziale und lernmethodische Kompetenzen der Kinder betrachtet. Kinder, bei denen ein ausgeprägter Förderbedarf in der Sprachentwicklung diagnostiziert wurde, nehmen verpflichtend an einer additiven Sprachfördermaßnahme in einer Vorschulklasse oder in einer Kita teil.

Erläuterungen zum Vorstellungsverfahren (PDF, 1 Seite)

Instrumente und Informationsmaterialien zum Vorstellungsverfahren

Im Durchgang 2018/19 stehen die aktualisierten Protokollbögen und weitere Materialien allen Hamburger Kitas und Grundschulen zur Verfügung.

Termine

Protokollbögen

Bearbeitbare PDF-Fassung der drei Protokollbögen

Anlage zu den Protokollbögen

Information zu den Instrumenten

Information für Eltern, auch mehrsprachig

  • Informationen für Eltern zu den Gesprächen in den Kitas und Schulen
  • Flyer mit Informationen für Eltern - auch in arab., engl., farsi, franz., poln., russ., türk. unter www.hamburg.de/einschulung (oben rechts unter "Vorstellung Viereinhalbjähriger")
  • Übersetzungen der Inhalte der Bögen A und B - arab., engl., farsi, franz., poln., russ., türk ebenfalls unter www.hamburg.de/einschulung (oben rechts unter "Ergebnisprotokolle")

Ansprechpersonen
Bei Rückfragen zu den Protokollbögen und zur Ergebnisauswertung wenden Sie sich bitte an

Bei Rückfragen zum Verfahren wenden Sie sich bitte

Auftrag und Zielsetzung

Auftraggeber: Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) und Behörde für Arbeit, Soziales, Familie, Integration (BASFI, seit 2011)
Laufzeit: seit 2005

Das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung, Referat BQ 21, begleitet das Vorstellungsverfahren der Viereinhalbjährigen, indem es die notwendigen Diagnoseinstrumente und Dokumentationsmaterialien bereit stellt und die anonymisierten Ergebnisse der Vorstellungsgespräche zentral auswertet und jährlich berichtet.

Zentrale Fragestellungen des Monitorings

Das Monitoring des Vorstellungsverfahrens soll dazu dienen, einen Überblick über die Kompetenzstände der Kinder eineinhalb Jahre vor Schulbeginn zu gewinnen und Entwicklungen über die Jahre aufzuzeigen.

Neben den Informationen zur Zusammensetzung der Gruppe der Viereinhalbjährigen werden im Rahmen des Monitorings insbesondere Angaben zum Sprachförderbedarf in den Blick genommen. Analysiert wird dabei der Förderbedarf in Abhängigkeit von verschiedenen demographischen Merkmalen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Zusätzlich werden Angaben zur Dauer des Kitabesuchs in die Auswertungen einbezogen.
Folgende Fragestellungen werden untersucht:

  • Wie hoch sind die Anteile der Kinder mit Förderbedarf in den Bereichen sprachlicher, körperlicher, kognitiv-geistiger und emotionaler Entwicklung?
  • Welche Unterschiede im Sprachförderbedarf zeigen sich in Abhängigkeit von der Familiensprache, dem Migrationsstatus, dem Alter des Kindes und der Dauer des Kitabesuchs?
  • Welche regionalen Unterschiede und Entwicklungen lassen sich hinsichtlich des Sprachförderbedarfs beschreiben?
  • Inwieweit stimmen die Einschätzungen zum Sprachförderbedarf aus Kitas und Schulen überein?

Anlage der Untersuchung

Als Datengrundlage für das Monitoring dienen die von den Kitas und Schulen ausgefüllten Protokollbögen zu den Vorstellungsgesprächen, in denen demographische Angaben, Kompetenzeinschätzungen und Hinweise auf Unterstützungsbedarfe dokumentiert sind.  Die Kompetenzeinschätzungen werden anhand standardisierter Beobachtungsinstrumente vorgenommen. Zur Einschätzung der Qualität des Verfahrens werden Kita- und Schulleitungen anhand standardisierter Fragebögen befragt und Hospitationen in Kitas und Schulen durchgeführt.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse werden im Rahmen jährlicher Berichte veröffentlicht.
Publikationen und Downloads

 

Team

Dr. Meike Heckt, Dr. Britta Pohlmann

Ansprechpartnerin

Dr. Meike Heckt