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Überlebende der NS-Verfolgung besuchten Schulmuseum – Ausstellung zur NS-Zeit geplant

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Noch bis 1969 durften Hamburger Lehrer ungestraft Backpfeifen verteilen und mit dem Rohrstock zuschlagen. Im Schulmuseum in der Seilerstraße auf St. Pauli können sich Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte ein Bild davon machen, was es hieß, in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs, in der NS- oder der Nachkriegszeit zur Schule zu gehen. Betreiber des Museums, das gleichzeitig ein außerschulischer Lernort ist, ist die Schulbehörde. Aktuell ist eine neue Ausstellung in Vorbereitung, die 2025 eröffnet werden soll. Das Thema: Schule im Nationalsozialismus. „Unser Planungsteam arbeitet zurzeit an einem Konzept, das vor allem auf Zeitzeugeninterviews beruht“, erklärt Historikern Dr. Silke Urbanski, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Zwei Zeitzeugen, Ivar Buterfas-Frankenthal und Ehefrau Dagmar, haben das Museum am vergangenen Freitag besucht.

Schulmuseum Ivar Buterfas-Frankenthal und Ehefrau Dagmar haben das Schulmuseum besucht.

Überlebende der NS-Verfolgung besuchten Schulmuseum – Ausstellung zur NS-Zeit geplant

Beide Eheleute sind Überlebende der NS-Verfolgung. In Ivar Buterfas‘ Heimatstadt Hamburg haben sie sich intensiv für die Erinnerungsarbeit eingesetzt, sich für den Aufbau der Gedenkstätte Mahnmal St. Nikolai engagiert und für die Entstehung der Gedenkstätte Stiftung Lager Sandbostel gekämpft. In den letzten zwanzig Jahren hat Ivar Buterfas-Frankenthal weltweit über 1.500 Zeitzeugengespräche an Schulen gegeben, auch in Hamburg. Für seine Arbeit wurde er mit vielen Ehrungen bedacht, zuletzt überreichte Bildungssenator Ties Rabe ihm im Herbst letzten Jahres das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.

„Das Ehepaar Buterfas-Frankenthal hat das Museum mit viel Neugier und Freude besichtigt“, so Silke Urbanski. Nach dem Besuch habe er einer 9. Klasse der Stadtteilschule Poppenbüttel von seinem Schicksal in der NS-Zeit und den Nachkriegsjahren berichtet. Ivar und Dagmar Buterfas-Frankenthal ermunterten das Team der NS-Ausstellungsgestaltung, Urbanski und ihren Kollegen Sven Baake, den eingeschrittenen Weg weiterzuverfolgen und sicherten zu, den Aufbau eines Lernortes für Demokratie und gegen Rassismus und Antisemitismus weiter zu unterstützen. „In Zukunft sollen Schülerinnen und Schüler mit dem Material der Zeitzeugeninterviews und vielen anderen Quellen des Schulmuseums forschen und kreativ arbeiten“, erklärt Historikern Urbanski.

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