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Mentoring mit Herz und Verstand: Die ehrenamtlichen Coaches der Heinrich-Hertz-Schule

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Hamburg ist eine Mentoring-Hochburg: Zahlreiche Träger bieten Programme für alle Klassenstufen und Schulformen an. Eine besondere Gruppe ist an der Heinrich-Hertz-Schule (HHS) aktiv: Seit 14 Jahren gibt es hier die ehrenamtlichen HHS-Coaches. „Wir halten nur die Tür auf, durchgehen müssen die Jugendlichen selber!“, sagt Heiko Dabbert, HHS-Coach der ersten Stunde. Die erste Idee entstand 2009. „Wir wollten unsere Erfahrungen aus der Arbeitswelt und dem Leben zur Verfügung stellen.“ Einsteigen wollten sie in Klasse 10, doch schnell stellten sie fest: „Das ist zu spät!“ So entstand das Konzept, Stadtteilschülerinnen und -schüler von Klasse 7 bis 10, der gymnasialen Mittelstufe (Klassen 8 bis 10) und der Oberstufe ins Blickfeld zu nehmen.

Coaches Erfolgreiches Team: Fast 40 Coaches sind in der Heinrich-Hertz-Schule aktiv.

Coaches, Heinrich-Hertz-Schule

Ein Erfolgsmodell: Mittlerweile sind fast 40 Coaches ehrenamtlich im Einsatz. Sie machen Mut, agieren ruhig und besonnen, engagieren sich als Ratgeberinnen und Vermittler, können zuhören und sich in die Jugendlichen hineinversetzen, arbeiten vertrauensvoll und respektvoll. Und das Hand in Hand mit der Schule und den Eltern. Dabbert: „Wir sind im ständigen Austausch mit der Schulleitung und den Lehrkräften, nehmen an Konferenzen teil und beziehen die Schule in unsere Arbeit ein. Und unser Angebot ist Thema bei Elternabenden.“ Das Coaching ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig, aber verbindlich: Es findet in der Regel während der Unterrichtszeit statt und ist somit eine schulische Veranstaltung.  

In Klasse 7 geht es zunächst um grundsätzliche Themen. In Einzelgesprächen werden schulische Probleme erörtert, Fragen zum Lernen und zur Selbstorganisation behandelt. Wichtig ist den Coaches auch der Hinweis auf den „Boys- und Girls-Day“, denn der wird oft falsch interpretiert: „An diesem Tag sollte man in Bereiche schnuppern, von denen man keine Ahnung hat. Man sollte sich hier nicht auf etwas festlegen, was man später beruflich machen möchte“, erklärt Dabbert.

Die berufliche Orientierung bildet den Schwerpunkt im Coaching der Klassen 8 bis 10: Die Vorbereitung auf die Praktika in Klasse 9 und der Übergang in den Beruf nach Klasse 9 oder 10 stehen im Vordergrund. Die Coaches unterstützen bei der Suche nach Praktika und Lehrstellen. In Rollenspielen erlangen die Schülerinnen und Schüler Selbstbewusstsein für Vorstellungsgespräche – und auch bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen können die Coaches unterstützen. Erstmals wurde in 2022 ein Marktplatz für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen getestet: An zwölf von den Coaches besetzten Ständen konnten sich die Jugendlichen, die sich auf den Termin vorbereiteten, über Berufsfelder informieren. 2024 gibt es eine Fortsetzung, dann auch unter Beteiligung von externen Partnern.

Praktika und Berufsorientierung stehen auch in der gymnasialen Mittelstufe ab Klasse 8 im Fokus. Die Begleitung erfolgt bis zum Abschluss, aber auch Alternativen zum Abitur werden aufgezeigt. In der Oberstufe können Schülerinnen und Schüler dann selbstständig auf die Coaches zugehen.

Der Erfolg gibt dem Coaching-Konzept Recht: Zahlreiche Jugendliche haben die Chance genutzt und sind durch die aufgehaltene Tür gegangen. Infos zu den HHS-Coaches gibt es beim Schulleitungsteam der Heinrich-Hertz-Schule (Inga Heidelberg, Telefon 428 89 1197, E-Mail inga.heidelberg@bsb.hamburg.de).

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