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Schuljahresstatistik: Historischer Schülerzuwachs – Herausforderungen für Schulen bleiben groß

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Dieser Anstieg ist historisch: 6.386 zusätzliche Schülerinnen und Schüler verzeichnen Hamburgs Schulen innerhalb nur eines Schuljahres. Das ist so, als hätte die Stadt plötzlich 20 zusätzliche Grundschulen. Oder 350 zusätzlichen Schulklassen. „Einen solch schnellen und massiven Zuwachs wie in den letzten zwei Jahren hat es vermutlich in Hamburg noch nie gegeben, auch nicht in Folge der Flüchtlingskrise ab 2015“, sagte Schulsenatorin Ksenija Bekeris am Dienstag bei der Vorstellung der Schuljahresstatistik 2023/24. Sie sei den Schulleitungen und Kollegien außerordentlich dankbar, dass die Aufnahme einer so gewaltigen Anzahl von Schülerinnen und Schülern so gut gelungen sei. „Allerdings sind die Herausforderungen weiter sehr groß“, betonte Bekeris.

Schuljahresstatistik

Schuljahresstatistik

Besonders deutlich zeigt sich der enorme Anstieg im Zehn-Jahres-Vergleich: Heute gehen in Hamburg 30.856 Schülerinnen und Schüler mehr zur Schule als noch im Schuljahr 2013/14. Am stärksten gewachsen sind in diesem Zeitraum die Grundschulen (plus 14.901). Das starke Wachstum der Grundschulen zeigt sich auch bei der Entwicklung der Erstklässlerinnen und Erstklässler: Vor zehn Jahren waren es noch 15.761 Abc-Schützen, aktuell sind es 19.521, also rund 24 Prozent mehr. Das entspricht 180 zusätzlichen Eingangsklassen – pro Schuljahr. Insgesamt verzeichnen Hamburgs allgemeinbildende und berufsbildende Schulen aktuell 265.550 Schülerinnen und Schüler.   

Der deutliche Zuwachs der Schülerzahl hat zu einem weiteren Zuwachs beim pädagogischen Personal geführt, von 19.789 im Vorjahr auf jetzt 20.369 Vollzeitstellen. Auch hier lohnt der Zehn-Jahres-Vergleich: Im Schuljahr 2013/14 gab es an den Schulen 17.079 Vollzeitstellen für pädagogische Beschäftigte, heute haben die Schulen 3.290 Stellen mehr (plus 19 Prozent). Insgesamt stieg die Zahl der Stellen sogar um rund 30 Prozent. Gründe hierfür sind unter anderem die Verkleinerung der Schulklassen, die bessere Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, der Ausbau der Ganztagsangebote sowie der massive fluchtbedingte Schülerzuwachs.

Weitere Zahlen, Daten, Fakten: Die Ganztagsangebote der Schulen werden von Hamburgs Familien weiterhin sehr stark genutzt, aktuell nehmen 88,6 Prozent der Grundschulkinder am Ganztag teil. Hamburgs Inklusionsquote, also der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, der an Regelschulen unterrichtet wird, nimmt weiter stetig zu und liegt aktuell bei 66,8 Prozent. Ebenfalls angestiegen (auf aktuell 53,9 Prozent) ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund (Vorschule bis Klasse 10) sowie der Anteil der Schülerinnen und Schüler, in deren Familien zu Hause überwiegend kein Deutsch gesprochen wird (33,8 Prozent). Zum Erhebungszeitpunkt September 2023 besuchten 4.105 Schülerinnen und Schüler mit Flucht- oder Einwanderungsgeschichte eine Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) oder eine Basisklasse, aktuell sind es sogar 4.314, weitere 2.262 besuchten eine Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten (AvM) oder eine Alphabetisierungsklasse, aktuell sind es 2.325.

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