Schulqualität Ties Rabe: Bildungsbericht bestätigt die Hamburger Schulstruktur

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Deutschland auf dem Weg zu einem Zwei-Säulen-Schulsystem

Die Zahl der Hauptschule in Deutschland ist fast um die Hälfte (-45 Prozent) geschrumpft, die Zahl der Realschulen ging um 39 Prozent zurück. Umgekehrt hat sich die Zahl der integrierten Schulen wie beispielsweise der Hamburger Stadtteilschulen fast verdoppelt (+94 Prozent). Das zeigt der neue Bildungsbericht der Kultusministerkonferenz und der Bundesregierung, der jetzt in Berlin (auch von Senator Rabe) vorgestellt wurde. Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe: „Der Bildungsbericht bestätigt gleich mehrfach die Hamburger Schulpolitik. So wird das Zwei-Säulensystem aus Stadtteilschule und Gymnasium zum bundesdeutschen Standard. Wir freuen uns auch darüber, dass eine Reihe weiterer Hamburger Schulreformen wie beispielsweise der Ausbau der Ganztagsschulen oder die Inklusion den bundesdeutschen Trend vorweggenommen hat. Wir sind damit auf der Höhe der Zeit.“

Pressekonferenz von links nach recht: Ministerin Eisenmann, Senator Rabe, Bundesministerin Karliczek, Minister Holter, stellvertretende Generalsekretärin Weidenbach

Bildungsbericht bestätigt die Hamburger Schulstruktur

Der jetzt in Berlin vorgestellte siebte nationale Bildungsbericht wurde von Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) erarbeitet und beschreibt die Entwicklung des deutschen Bildungswesens von der Kita über Schule, Berufsschule und Hochschule bis zur Weiterbildung. Das rund 350 Seiten umfassende Werk liefert eine Vielzahl von Daten und Informationen. Auffällig ist der starke Zuwachs der so genannten Bildungsteilnehmer. So stieg die Zahl der Kinder in den Kindertagesstätten in den letzten zehn Jahren um rund 550.000 Kinder an, auch die Zahl der Studierenden nahm stark zu. 2016 besuchten rund 17 Millionen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene eine Bildungseinrichtung. Die Gründe: Mehr Geburten, mehr Zuwanderung, aber auch früherer Besuch in den Kitas und längerer Aufenthalt in Schule und Hochschule.

Bildungssenator Ties Rabe: „Die Zahl der Grundschüler, die nachmittags eine Ganztagsschule oder einen Hort besuchen, ist bundesweit stark auf fast 50 Prozent angestiegen. Und der Trend weist klar nach oben, die Forscher rechnen mit steigender Nachfrage. Das zeigt, wie richtig der Ausbau der Hamburger Grundschulen zu Ganztagsschulen gewesen ist. In Hamburg ist der bundesweit für 2025 angekündigte Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz bereits seit 2014 Wirklichkeit. Und das Hamburger Angebot ist im Unterschied zu vielen anderen Ländern sogar kostenlos. Rund 83 Prozent der Grundschüler und ihre Eltern haben sich deshalb in Hamburg für die Ganztagsschule entschieden.“

Unübersehbar ist auch der Trend, dass immer mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf die allgemeinen Schulen besuchen. Umgekehrt schrumpfen die Sonderschulen, wenn auch von Land zu Land sehr unterschiedlich. 2006 besuchten 4,6 Prozent aller Schüler eine Sonderschule, 2016 waren es 4,3 Prozent. In Hamburg sank der Anteil von 4,9 auf 3,1 Prozent deutlich stärker als in den anderen Bundesländern. Dennoch besuchten 2016 in den Ländern Bremen, Schleswig-Holstein und Berlin noch weniger Schüler eine Sonderschule.

Auffällig ist der anhaltende Trend zu höheren Schulabschlüssen. Von 2006 bis 2016 stieg der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten von 30 auf 41 Prozent, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Insbesondere in den Großstädten ist die Quote der Abiturienten deutlich höher. In Hamburg lag sie 2016 beispielsweise bei 51 Prozent. Der Anstieg ist offensichtlich auf eine höhere Durchlässigkeit im Schulsystem zurückzuführen, die vor allem auf dem Ausbau der so genannten integrierten Schulformen – wie beispielsweise der Hamburger Stadtteilschule – und dem Rückgang der Haupt- und Realschulen zurückzuführen ist. Ties Rabe: „Fast alle Bundesländer sind auf dem Weg zu einem Zwei-Säulensystem, wie es Hamburg mit Gymnasium und Stadtteilschule sowie fünf weitere Bundesländer bereits haben. Dieses Schulsystem bietet mehr Chancen, wird von Kindern und Eltern bevorzugt und setzt sich bundesweit durch.“

Den Bericht sowie weiterführende Materialien und Informationen finden Sie im Internet unter www.bildungsbericht.de.

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Kontakt

Peter Albrecht

Pressesprecher

Pressestelle der Behörde für Schule und Berufsbildung
Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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