Berufsausbildung Fit für die Zukunft: Azubis trainieren Digitalisierung

Wettkampf an automatisierter Miniatur-Fertigungsstraße: Bildungssenator Ties Rabe drückt den Teilnehmern aus Norddeutschland die Daumen

Berufe in den Bereichen der digitalen Medien und Technik gewinnen zunehmend an Bedeutung. Über die Chancen dieser und weiterer Berufsfelder informierten sich heute in der Beruflichen Schule Farmsen Medien Technik (BS 19) zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Hamburger Stadtteilschulen. Besonderes Highlight dieser Berufsorientierungsmesse für alle Schulen im Hamburger Norden war ein Wettbewerb zwischen Auszubildenden aus Süd- und Norddeutschland. Die Jugendlichen analysierten und programmierten digital gesteuerte, hochautomatisierte Fertigungsstraßen, wie sie in großen Fabrikhallen stehen, um die Wette. Ehrengast der Veranstaltung war Schulsenator Ties Rabe, der sich vor Ort über die Ausstattung und Qualität der Berufsausbildung in den mechatronischen Berufen ein Bild machte und den Jugendlichen aus Norddeutschland die Daumen drückte. Senator Rabe: „Der digitale Wandel birgt große Chancen für junge Menschen. In den Hamburger allgemeinbildenden und beruflichen Schulen haben wir deshalb die Verbesserung der digitalen Ausstattung sowie einen modernen Unterricht zu unserem Schwerpunkt gemacht.“    

Auszubildende

Fit für die Zukunft: Azubis trainieren Digitalisierung

Automatisierte Fertigungsstraßen finden in großen Fabrikhallen, aber auch in den Räumen der Beruflichen Schule Farmsen Medien Technik (BS 19) Platz. Dort stehen sie allerdings im Kleinformat. An den voll funktionstüchtigen Systemen wetteifern beim norddeutschen Trainingscamp die Hamburger Azubis mit ihren Herausforderern aus Süddeutschland um die besten digitalen Fähigkeiten. Als Mechatroniker werden sie zu Experten für Automatisierung ausgebildet und sind damit begehrte Fachkräfte in der Industrie 4.0. Mit sechs Berufsschulklassen pro Jahrgang und rund 861 Schülern in mechatronischen Berufen ist die BS 19 Kompetenzzentrum für diese Ausbildung.

Zeitgleich zum Wettkampf kommen rund 800 Jugendliche aus den allgemeinbildenden Schulen zur Berufsorientierungsmesse an die BS 19. Sie können sich dort bei über 40 Ausstellern über technische und viele andere Berufsfelder von A wie Aufnahmeleiter über S wie Sozialpädagogische Assistenz bis hin zu Z wie Zimmermann informieren. Am Vortag trafen sich zudem die Ausbilder aus zahlreichen norddeutschen Betrieben an der BS 19, um sich im Bereich Digitalisierung und technische Qualifizierung fortzubilden und auszutauschen. Der Kongress und der Azubi-Wettbewerb sind Angebote in Kooperation mit den Firmen Festo Didactic und Siemens sowie dem im Bereich Nachwuchsförderung aktiven Verein Worldskills Germany.

Ties Rabe, Senator der Behörde für Schule und Berufsbildung: „Viele Jugendliche fragen sich, wie ihre berufliche Zukunft angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt aussehen wird. Der digitale Wandel hält jedoch viele Chancen für sie bereit. Mit einer Ausbildung und dem Besuch der berufsbildenden Schulen können sich die Nachwuchskräfte fundiert und praxisnah fürs Arbeitsleben qualifizieren, auch hinsichtlich ihrer digitalen Kompetenzen. Lehrkräfte und Ausbilder sind Expertinnen und Experten auf ihrem Gebiet. Sie tauschen sich intensiv über die Veränderungen im Berufsfeld aus und stellen sicher, dass der Unterricht passgenau auf die Anforderungen der Unternehmen vorbereitet. Eine Ausbildung im technischen Bereich wie zum Beispiel als Mechatroniker, aber auch in vielen anderen Berufsfeldern, ist also eine gute Basis, auf die junge Menschen vertrauensvoll ihre berufliche Zukunft bauen können.“

Die Ausbildungsbetriebe im Bereich Mechatronik kommen aus verschiedenen Branchen und reichen von Lebensmittelindustrie über Automobil- oder Flugzeughersteller bis hin zu Logistik-Dienstleistern. Mechatroniker warten, installieren und betreuen die ausgeklügelten digitalen Produktionsketten der Unternehmen. Der Beruf verbindet fachübergreifend Mechanik und Elektro­technik  beziehungsweise Elek­tronik, ergänzt durch Steuerungs- und Informations­technik, und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Während die BS 19 in den 90er Jahren mit sieben Azubis im Bereich Industriemechatronik in den damals neuen Ausbildungsberuf startete, unterrichtet die Schule heute 447 Schülerinnen und Schüler auf diesem Gebiet (Gesamtzahl  der Schülerinnen und Schüler im Bereich Mechatronik inklusive Kältetechnik und Feinwerkmechanik: 861).  Allein im Schuljahr 2019/20 starteten an der Schule 157 Azubis im ersten Ausbildungsjahr in den Beruf Industriemechatroniker.

Der Beruf birgt viele Chancen: Im Anschluss an ihre Ausbildung können sich die Nachwuchskräfte an der seit Februar 2019 bestehenden Fachschule für Technik in der Fachrichtung Produktionstechnik und Datenmanagement zum staatlich geprüften Techniker fortbilden.  Hier vernetzen sich vier Hamburger berufsbildende Schulen – darunter auch die BS 19 – in den Bereichen Maschinenbau, Luftfahrt, Mechatronik, Automation und Energietechnik. 

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