Einschulung Hamburgs neue erste Klassen mit Aufnahmerekord

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516 Erstklässler mehr als im Vorjahr

Die künftigen ersten Klassen der staatlichen Hamburger Grundschulen verzeichnen einen neuen Aufnahmerekord. und rund 2.400 mehr als vor fünf Jahren. Trotz des Schülerrekords und der in Hamburg geltenden freien Schulwahl ist es der Schulbehörde und den Schulleitungen gelungen, dass wie im Vorjahr rund 95 Prozent der Erstklässler an ihrer Wunschschule eingeschult werden können. Möglich wurde das unter anderem durch das Schulbauprogramm der letzten Jahre und die Nutzung von Raumreserven an den Schulen.

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Hamburgs neue erste Klassen mit Aufnahmerekord

Schulsenator Ties Rabe hat das Startzeichen für den Versand der über 15.000 Briefe an die Eltern der künftigen Erstklässler gegeben. Rabe: "Hamburg bietet Eltern und Kindern zahlreiche Schulen innerhalb kurzer Entfernungen zur freien Auswahl. Und Eltern und Kinder machen von diesem Wahlrecht lebhaften Gebrauch, so dass sich an vielen Schulen immer wieder unvorhersehbare Veränderungen der Anmeldezahlen ergeben. Manchmal halbiert oder verdoppelt sich die Zahl der Anmeldungen an einzelnen Schulen von Jahr zu Jahr, je nachdem, welche Schule gerade angesagt oder "out" ist. Deshalb ist es in jedem Jahr eine große Herausforderung, möglichst viele Schulwünsche zu erfüllen, zugleich aber das Raumangebot der Schulen gut auszunutzen, Schulen vor Überfüllung oder Leerstand zu bewahren und die gesetzlich garantierten kleinen Klassen einzuhalten. Ich freue mich sehr, dass Schulleitungen und Behörde es trotzdem seit Jahren schaffen, über 90 Prozent aller Wünsche zu erfüllen."

Diesmal war die Aufgabe besonders knifflig, weil die Zahl der Erstklässler in nur fünf Jahren um rund 2.400 Kinder gestiegen ist, das entspricht rund 110 zusätzlichen Ersten Klassen. Trotzdem konnten rund 95 Prozent der Schulwünsche erfüllt werden.

Ties Rabe: "Das war nur möglich, weil wir den Schulbau in den letzten Jahren dramatisch angekurbelt haben. Während vor 2010 jährlich rund 155 Millionen Euro in den Schulbau investiert wurden, hat der Senat ab 2011 die Investitionen auf über 360 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Allein 900 Millionen werden in den Jahren 2019/20 investiert, deutlich mehr als beispielsweise die gesamte Elbphilharmonie gekostet hat. Vieles wäre heute leichter, wenn schon in früheren Jahren ordentlich gebaut worden wäre. Dennoch zeigen die Zahlen, dass unser Schulbauprogramm wirkt und alle Schüler erneut einen guten Schulplatz bekommen."

Klassenfrequenzen bleiben niedrig

An den 193 staatlichen Grundschulen und 14 Grundschulabteilungen der Stadtteilschulen werden insgesamt 755 erste Klassen mit durchschnittlich 21,1 Kindern eingerichtet (Vorjahr 21,0). Die durchschnittliche Klassengröße der Grundschulen mit sozial benachteiligter Schülerschaft liegt bei 18,2 Schülerinnen und Schülern (Vorjahr 18,1), in den übrigen Grundschulen bei 22,3 (Vorjahr 22,4). Damit werden die gesetzlich festgelegten Klassenobergrenzen von 19 beziehungsweise 23 Schülerinnen und Schülern eingehalten. In höchstens 47 Klassen (6,2 Prozent) könnten die Klassenobergrenzen minimal überschritten werden, um nach dem Leitsatz "kurze Beine, kurze Wege" Kindern zu lange Schulwege zu ersparen. Die Schulbehörde rechnet allerdings mit deutlich weniger großen Klassen, weil einzelne Schulkinder noch vom Schulbesuch zurückgestellt werden oder an Privatschulen wechseln. Umgekehrt sind 63 Klassen (8,3 Prozent) deutlich zu klein und erreichen nicht einmal die Mindestgröße von 17 beziehungsweise 21 Schülern.

Grundschulen

Die meisten Einschulungen verzeichnen die Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup sowie die Schule Turmweg in Rotherbaum mit jeweils 161 Erstklässlern, die Ganztagsgrundschule Sternschanze (Sternschanze) mit 152 Erstklässlern, die Grundschule Am Kiefernberg in Harburg mit 151 Erstklässlern sowie die Schule Rönneburg (Rönneburg) und die Adolph-Schönfelder-Schule (Barmbek-Süd) mit jeweils 138 Erstklässlern. 31 Grundschulen starten mit mehr als 100 Erstklässlern in das kommende Schuljahr. Besonders klein sind wie üblich einige Schulen in den ländlichen Gebieten der Hansestadt wie beispielsweise die Schule Cranz (16), Schule Mittlerer Landweg (21) oder die Schule Altengamme-Deich (23 Schülerinnen und Schüler). Für voraussichtlich 13 Schulklassen werden vorübergehend zusätzliche mobile Klassenräume aufgestellt, weil während der an vielen Schulen eingeleiteten Baumaßnahmen einzelne Schulgebäude noch nicht genutzt werden können.

Wie in jedem Jahr konnten einige ungewöhnlich beliebte Grundschulen nicht alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen, weil der Platz einfach nicht ausreichte. Das gilt besonders für die seit Jahren überangewählte Louise-Schroeder-Schule in Altona-Altstadt (50 Schüler zu viel), die Schule Richardstraße in Eilbek (43), die Schule Kielortallee (Eimsbüttel, 31), die Grundschule Hoheluft (Hoheluft-West) sowie die Goldbek-Schule (Winterhude) mit jeweils 22 Schülern zu viel.

Vorschulklassen

Zum kommenden Schuljahr werden darüber hinaus an den Grundschulen 466 Vorschulklassen für 9.396 Kinder eingerichtet. Das sind 12 zusätzliche Vorschulklassen und 238 zusätzliche Aufnahmen mehr als im Vorjahr. Da es für die Vorschule keine Schulpflicht gibt, lassen sich Eltern an besonders beliebten Schulen oft lieber auf eine Warteliste setzen, als auf eine Nachbarschule auszuweichen. Zudem melden manche Eltern anders als in der Ersten Klasse ihr Kind in der Vorschule nur vorbeugend an und entscheiden sich im letzten Moment dafür, das Kind doch noch ein Jahr länger in der Kindertagesstätte zu lassen. Daher ändern sich die Zahlen in Bezug auf die Vorschule erfahrungsgemäß in den letzten Monaten noch erheblich.


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Peter Albrecht

Pressesprecher

Pressestelle der Behörde für Schule und Berufsbildung
Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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