Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Digitalisierung Rund 95 Prozent aller staatlichen Schulen in Hamburg jetzt mit WLAN

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Erhebliche Fortschritte beim WLAN-Ausbau und bei der Digitalisierung der Schulen

Bildungssenator Ties Rabe hat eine weitere Zwischenbilanz zur Digitalisierung der staatlichen Hamburger Schulen gezogen.

Erhebliche Fortschritte beim WLAN-Ausbau und bei der Digitalisierung der Schulen

Senator Rabe: „Mittlerweile haben 347 von 367 staatlichen Schulen in allen oder in der großen Mehrzahl ihrer Schulgebäude WLAN, das entspricht einer Quote von 95 Prozent. Vor einem Jahr waren es gerade einmal 66 staatliche Schulen (18 Prozent), am Jahresende 266 (72 Prozent). Zugleich wurde die Übertragungsfrequenz für die Schulen in den letzten Wochen erheblich gesteigert, sodass das WLAN jetzt stabiler und schneller läuft. Diese Steigerung und diese Ausstattung sind bundesweit sicher einmalig. Doch auch wenn wir heute viel besser ausgerüstet sind als zu Beginn der Corona-Krise, bleibt noch viel zu tun.“ Der Senat investiert von 2019 bis 2023 aus eigenen Mitteln und aus den vier Digitalpakten der Bundesregierung voraussichtlich rund 200 Millionen Euro für die Digitalisierung der Hamburger Schulen.

Ende Februar 2021 verfügten 137 der 151 weiterführenden und berufsbildenden staatlichen Schulen über WLAN, darunter 120 mit einem Hochleistungs-WLAN in 1 Gbit/s-Technologie (50 von 62 Gymnasien, 40 von 58 Stadtteilschulen und 30 von 31 Berufsschulen). 14 dieser Schulen haben zurzeit noch kein WLAN. Im Vorgriff auf den weiteren Ausbau des WLAN in den Schulen wurde in Zusammenarbeit mit dem städtischen IT-Dienstleister Dataport AöR schon jetzt die Übertragungsfrequenz der städtischen Datennetze für alle weiterführenden und berufsbildenden staatlichen Schulen von bislang 100 Mbit/s auf 1 Gbit/s im Unterrichtsraum verzehnfacht.

Darüber hinaus verfügten Ende Februar 210 der 216 staatlichen Grundschulen und Sonderschulen (186 der 190 Grundschulen sowie 24 der 26 Sonderschulen) über ein WLAN. Mit dem WLAN-Sofortausstattungsprogramm in Kooperation mit Dataport wurden innerhalb von vier Monaten 195 Standorte an 181 staatlichen Grund- und Sonderschulen mit einer Grundlösung ausgestattet und im Vorgriff auf den weiteren WLAN-Ausbau der Schulen wurde die Übertragungsfrequenz der städtischen Datennetze von bislang 50 Mbit/s auf 500 Mbit/s verzehnfacht.

Trotz der erheblichen Fortschritte gestaltet sich der Ausbau des WLAN schwierig, weil die Digitalisierung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, der Verwaltung und der Wirtschaft mit Hochdruck ausgebaut wird und viele Handwerks- und Fachbetriebe stark ausgelastet sind. Zudem überlagert und erschwert das zugleich laufende Schulbauprogramm den Ausbau des WLAN, weil immer wieder ganze Gebäudekomplexe zeitgleich saniert werden müssen.

Dienst-Tablets für alle Pädagoginnen und Pädagogen

Um die Digitalisierung weiter zu verbessern, bekommen alle Pädagoginnen und Pädagogen der staatlichen Schulen zum neuen Schuljahr einen Dienst-Computer. Die Bundesregierung stellt staatlichen und privaten Schulen dafür 12,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Senator Ties Rabe: „Die neuen dienstlichen Geräte bekommen nicht nur Lehrkräfte, sondern alle Beschäftigten im Unterricht, also auch Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen oder Erzieherinnen und Erzieher oder Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Insgesamt werden wir für die Beschäftigten an den staatlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen bis zu 21.400 Dienst-Tablets kaufen. Die Geräte sollen in die IT-Infrastruktur der Schulen eingebunden werden, deshalb bietet die Schulbehörde zwei zu der üblichen schulischen IT-Ausstattung passende, unterschiedliche Modelle zur Auswahl an. Die Schulen entscheiden in den nächsten Tagen, welcher Gerätetyp gekauft wird.“

Die Schulbehörde rechnet damit, dass sich rund zwei Drittel der Schulen für das Modell „iPad“ und ein Drittel der Schulen für das Modell „Microsoft Surface“ entscheiden werden.“ Für beide Geräte gibt es eine zusätzliche Tastatur, sie kosten durchschnittlich jeweils rund 540 Euro. Aufgrund der großen Bestellmenge und der langen Lieferfristen rechnet die Schulbehörde damit, dass die meisten Geräte erst in oder nach den Sommerferien geliefert werden. Weiterhin dürfen die Beschäftigten auch ihre eigenen Geräte für dienstliche Zwecke verwenden.

Verdoppelung: 88 Prozent aller Unterrichtsräume mit digitalen Tafeln

Verbessert wurde auch die Ausstattung der Unterrichtsräume mit digitaler Präsentationstechnik. Dabei handelt es sich entweder um eine Kombination aus Computer, Projektionsfläche und Beamer oder um Computer in Kombination mit sehr großen Flachbildschirmen, auf denen Bilder, Filme, Internetseiten, Lernprogramme oder digitale Tafelbilder für die ganze Klasse gut sichtbar präsentiert werden können. Insgesamt sind bis Ende Februar 2021 in den rund 12.000 Unterrichtsräumen 10.599 digitale Tafeln installiert worden. Damit verfügen jetzt 88 Prozent aller Unterrichtsräume in den staatlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen über digitale Präsentationstechnik. Im März 2020 waren es erst 5.000 entsprechende Geräte (42 Prozent aller Unterrichtsräume), Ende 2020 waren es knapp 8.000.

Mittlerweile 88 Prozent von rund 63.000 Laptops und Tablets bei Schülerinnen und Schülern im Einsatz

Die Beschaffung der Tablets und Laptops für die Schülerinnen und Schüler ist weitgehend abgeschlossen. Bei einer Abfrage der Schulbehörde bestätigten die staatlichen Schulen, dass sie insgesamt über 63.159 Tablets oder Laptops sowie weitere 35.553 Desktop-Computer für die 220.000 Schülerinnen und Schüler verfügen. Davon hat die Bundesregierung im Rahmen des Digitalpaktes 2 rund 20.000 Tablets oder Laptops finanziert. Senator Rabe: „Wir haben in Hamburg drei Mal so viele Geräte im Einsatz, wie mit dem Geld der Bundesregierung im Rahmen des Digitalpaktes 2 beschafft werden sollten. Das zeigt die gute Ausstattung der Hamburger Schulen.“

Im Durchschnitt haben die staatlichen Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien zurzeit aufgrund der Schulschließungen rund 29 Prozent (knapp 15.000) der schuleigenen Laptops und Tablets an ihre Schülerinnen und Schüler für den häuslichen Distanzunterricht ausgeliehen. Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen haben sogar über 40 Prozent der Geräte an ihre Schülerinnen und Schüler ausgeliehen, damit diese zu Hause im Rahmen des Distanzunterrichts besser lernen können. Noch höher ist die Ausleihquote an den Stadtteilschulen: Hier haben die Schulen 50 Prozent ihrer Endgeräte an die Schülerinnen und Schüler ausgeliehen, an den Grundschulen sind es 20 Prozent, an den Gymnasien 29 Prozent.

Von den 63.159 Schüler-Laptops und -Tablets waren im Januar rund 55.600 Geräte (88 Prozent) einsatzbereit. Die Ursachen sind vielfältig: So gibt es in einzelnen Schulen ältere Geräte, die nicht mehr allen Anforderungen eines modernen Unterrichts entsprechen. Andere Geräte weisen aktuelle Defekte auf und sind in Reparatur. Eine Reihe von Schulen hat es allerdings auch noch nicht geschafft, die in den Sommerferien 2020 beschafften, neuen Geräte vollständig zu konfigurieren und in den Unterricht zu integrieren. Dafür gibt es in der Regel schulindividuelle Gründe, beispielsweise tiefgreifende Personalwechsel oder noch nicht abgeschlossene Schulungen aufgrund geringer IT-Kompetenzen in der Schulgemeinschaft. Ein klares Muster ist nicht zu erkennen, denn umgekehrt gelingt es zahlreichen Schulen aller Schulformen und in den unterschiedlichsten sozialen Lagen, mit den jährlich von der Schulbehörde für die IT-Administration zugewiesenen schuleigenen finanziellen Mitteln ausnahmslos alle Endgeräte einsatzfähig zu halten.

Die Konfiguration und Wartung der schuleigenen IT ist eine Aufgabe der jeweiligen Schule, für die alle Schulen nach den gleichen Schlüsseln finanzielle Mittel bekommen. Insgesamt standen den staatlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen dafür im letzten Jahr rund neun Millionen Euro zur Verfügung. Die Schulen beauftragen damit in der Regel Fachfirmen, die die Geräte warten und administrieren, und ergänzen diesen Service durch schuleigenes Engagement, beispielsweise durch die Mitarbeit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften bei der IT-Administration. Größere Schulen gehen mehr und mehr dazu über, ihre schuleigenen Finanzmittel zu nutzen, um sogar eigene IT-Administratoren zu beschäftigen. Während viele Schulen mit den zur Verfügung gestellten Mitteln mittlerweile sehr gute Administrations-Strukturen aufgebaut haben und alle Geräte stets im Einsatz halten, sind wenige Schulen bisher noch nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu bewältigen. Expertinnen und Experten aus der Schulbehörde sind mit diesen Schulen im Gespräch, die besonders viele Geräte noch nicht im Einsatz haben.

Rabe: „Die Digitalisierung kommt mit großen Schritten voran, aber wir sind noch nicht am Ziel. Wir können nicht in wenigen Monaten ein riesiges IT-System mit über 30.000 Beschäftigten, insgesamt 285.000 Anwenderinnen und Anwendern, über 1.000 Schulgebäuden und rund 2,7 Millionen Quadratmetern Schulraum auf das digitale Niveau eines Dax-Konzerns führen, insbesondere nicht in der Zeit einer Pandemie, die von allen Beteiligten ohnehin sehr viel verlangt und die Arbeit in den Schulen erheblich erschwert. Doch wir haben nach wie vor den Anspruch, bei der Digitalisierung einen Spitzenpodestplatz unter den 16 Bundesländern einzunehmen.“

Wie weit Hamburg gekommen ist, hat erst kürzlich die Bundesregierung festgestellt. So hat Hamburg in den letzten beiden Jahren mit deutlichem Abstand vor allen anderen Bundesländern die Digitalisierung an den Schulen vorangebracht. Demnach haben die 16 Bundesländer bislang durchschnittlich rund 8,4 Prozent der von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten 5,5 Milliarden Euro aus den Digitalpakten 1 und 2 in die Verbesserung der Digitalisierung an den Schulen investiert. Mit einer Investition von rund 40 Prozent der Bundesmittel liegen die Investitionen in Hamburg fast fünf Mal so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Hamburg liegt damit mit großem Abstand an der Spitze aller Bundesländer, andere Länder haben bislang maximal 14,7 Prozent der Bundesmittel investiert. Weitere rund 45 Prozent der Investitionsmittel sind zudem in Hamburg bereits gebunden und für bereits laufende, allerdings noch nicht abgerechnete, Ausbauarbeiten eingeplant, sodass die Investitionsquote insgesamt sogar schon bei über 85 Prozent liegt.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
Adresse speichern

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch