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Schulbau Einigung zum neuen Schulgebäude auf den Brünschenwiesen

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Stadtteilschule und Gymnasium Rissen bekommen neues Oberstufenhaus

Der Hamburger Senat hat der geplanten Erweiterung der Stadtteilschule und des Gymnasiums in Rissen zugestimmt. Für die Oberstufen beider Schulen soll auf einem kleinen Teil der so genannten Brünschenwiesen in Rissen ein neues Schulgebäude mit Außengelände entstehen. Schulgebäude und Schulhof werden besonders ökologisch und naturnah gestaltet. Im Gegenzug soll ein großer Teil der Brünschenwiesen dauerhaft als Natur- und Grünfläche erhalten bleiben und nicht bebaut werden. Der Senat verbindet mit diesem Plan die Forderung der Schulen nach größeren Schulgebäuden und die Forderung von Bürgerinitiativen, die sich für den Erhalt der Brünschenwiese eingesetzt hatten.

Einigung zum neuen Schulgebäude auf den Brünschenwiesen

Bis 2030 werden die Schülerzahlen in Rissen um bis zu 20 Prozent steigen. Um für die künftigen Schülerinnen und Schüler mehr Platz zu schaffen, sollen Stadtteilschule und Gymnasium Rissen ein zusätzliches Oberstufengebäude bekommen. Die einzige als Schulerweiterungsfläche ausgewiesene Fläche sind die Brünschenwiesen. Das rund 2,7 Hektar große Gelände wird jedoch von vielen Rissener Bürgerinnen und Bürgern als naturnaher Erlebnis- und Erholungsraum geschätzt. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Rettet die Brünschenwiesen“ wurde nun ein Konzept entwickelt, um die Schulerweiterung mit einer Sicherung des Naturraums Brünschenwiesen in Einklang zu bringen.

Der Plan sieht vor, dass das neue Schulgebäude lediglich auf einem Viertel der Brünschenwiesen gebaut werden soll. Dreiviertel der Fläche, rund zwei Hektar, werden für die Schulerweiterung nicht in Anspruch genommen und sollen künftig nicht mehr bebaut werden. Deshalb werden nur die notwendigsten Räume im Rahmen des Neubaus realisiert und besondere Fachräume wie Chemie- oder Theaterräume weiterhin am Hauptstandort genutzt werden. Dadurch konnte der Neubau für die rund 400 Oberstufenschülerinnen und -schüler auf 3.000 m² nutzbare Fläche und weniger als 2.000 m² Grundfläche begrenzt werden. Die Schul-Außenanlagen werden naturnah gestaltet und nur in geringem Umfang versiegelt. Der Baumbestand wird - soweit es irgend geht - erhalten bleiben. Besonderes Augenmerk wird auf den Erhalt der Knicks gelegt, die für den Artenreichtum eine wichtige Rolle spielen.

 

Das neue Schulgebäude soll sich harmonisch und integrativ in die Landschaft einfügen. So soll Holz als dominierendes Material verwendet werden. Wo dieses nicht möglich ist, sind Dach- und/oder Fassadenbegrünung geplant, um den Artenreichtum des Gebiets zu fördern. Bereits jetzt nutzt die Schule einen Teil der Fläche: Schülerinnen und Schüler lernen hier Imkern, sie betreuen 25 alte Apfelbaumsorten und befestigten den Spazierweg.

 

Schulsenator Ties Rabe: „Ich freue mich, dass wir die Interessen der beiden Schulgemeinschaften mit den Interessen der Bürgerinitiativen in Einklang bringen konnten. Rissens Schülerinnen und Schüler brauchen gute Schulgebäude. Ein gemeinsames Oberstufengebäude wird die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtteilschule und dem Gymnasium in Rissen zudem weiter vertiefen. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative und dem Bezirksamt Altona wurde nun ein Konzept entwickelt, um die Schulentwicklung mit einer nachhaltigen Sicherung und Aufwertung der Brünschenwiesen zu vereinbaren. Ich danke allen Beteiligten für Ihr Engagement und freue mich, dass wir den zahlreichen Schülerinnen und Schülern im Hamburger Westen eine gute Qualität der Ausbildung ermöglichen können. Zeitgleich ist es dieses Projekt eine große Chance, um zu zeigen, wie Naturschutz und Schulbau miteinander vereinbart werden können.“

Umweltsenator Jens Kerstan: „Mit dieser Lösung werden wir sowohl dem dringenden Bedürfnis einer Schulerweiterung als auch den Ansprüchen von Natur, Landschaft und Anwohnerschaft gerecht. Wir sichern den Naturraum der Brünschenwiesen, der auch für den Biotopverbund eine sehr hohe Bedeutung hat. Dieses Projekt ist darüber hinaus beispielgebend für naturnahe und klimafreundliche Schulgebäude in der Zukunft.“

 

Den Initiativen und Verbänden war es besonders wichtig, den Erhalt unversiegelter Flächen und naturnaher sowie klimarelevanter Böden zu erreichen und einen Großteil der Flächen als Landschaftsraum und Biotop zu erhalten. Deshalb wurden im letzten Jahr alle Standortoptionen einschließlich sämtlicher von Bürgerinnen und Bürgern eingebrachter Alternativen intensiv geprüft. Nach einem umfangreichen Austausch mit Bürgerinitiativen und Umweltverbänden haben sich die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, die Behörde für Schule und Berufsbildung, die Behörde für Stadtentwicklung, die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende sowie das Bezirksamt Altona gemeinsam mit der Initiative „Rettet die Brünschenwiesen“, die für alle übrigen Initiativen spricht und mit den Schulgemeinschaften auf das neue Konzept für einen neuen grünen Schulcampus auf einer Teilfläche der Brünschenwiesen verständigt.

 

Die Brünschenwiesen verbinden die Elbe über den Klövensteen mit den Naturschutzgebieten im Norden. Im Hinblick auf die nachhaltige Sicherung und Aufwertung des Naturraums Brünschenwiesen wird nun lediglich eine Fläche von rund 0,7 Hektar zum Bau verwendet, auf dem die Stadtteilschule bereits jetzt eine Apfelwiese betreut. Für die restliche, verbleibende Schulerweiterungsfläche von gut 2,0 Hektar stimmt der Senat zu, dass im weiteren Verfahren der Flächennutzungsplan, das Landschaftsprogramm und die Bebauungspläne entsprechend geändert werden. Sämtliche ökologische Ausgleichsmaßnahmen werden vorzugsweise in den nördlichen Brünschenwiesen umgesetzt werden, um hierdurch den Naturraum weiter aufzuwerten.

 

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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