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Abitur Start der schriftlichen Abiturprüfungen am 27. April 2022

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33 Fächer werden zentral geprüft – wegen der Corona-Pandemie erneut mit moderaten Erleichterungen

Das Abitur ist der höchste Schulabschluss in Deutschland – und ein Bildungsversprechen an alle Schülerinnen und Schüler. Ab dem 27. April beginnen die diesjährigen Hamburger Abiturprüfungen, dann werden rund 9.400 angehende Abiturientinnen und Abiturienten über ihren schriftlichen Abiturklausuren brüten. In 33 Fächern werden bis zum 11. Mai Abiturklausuren geschrieben. Um faire Bedingungen zu schaffen, sind die Klausuren zentral vorgegeben und in allen Hamburger Schulen gleich. Die Prüfungen in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch enthalten Aufgaben oder Aufgabenteile aus einem gemeinsamen Aufgabenpool der Kultusministerkonferenz, der von allen Bundesländern genutzt wird. Wie bereits in den beiden Vorjahren sollen aufgrund der Corona-Pandemie die Abschlussprüfungen für das Abitur wie auch für den Hauptschulabschluss und den Realschulabschluss mit moderaten Erleichterungen stattfinden. 

Start der schriftlichen Abiturprüfungen am 27. April 2022

Bildungssenator Ties Rabe: „Ich habe in den letzten Wochen intensive Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aller Schulformen geführt. Sie bestätigten, dass viele Schülerinnen und Schüler der aktuellen Abschlussjahrgänge aufgrund der seit mehr als zwei Jahre andauernden Corona-Pandemie Lernrückstände und Lernprobleme haben. Deshalb werden die Abschlussprüfungen ähnlich wie im letzten und vorletzten Jahr moderat angepasst.“ Rabe sprach den Prüflingen für die bevorstehenden Prüfungen Zuversicht zu: „Vertrauen Sie auf Ihr Wissen und die Kompetenzen, die Sie in den vergangenen Schuljahren mit Unterstützung Ihrer Lehrkräfte erworben und ausgebaut haben. Sie haben sich intensiv vorbereitet und können jetzt mit der nötigen Konzentration in die Prüfungen gehen. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern für die bevorstehenden Abiturprüfungen alles Gute und viel Erfolg!"

Die Regularien für das Abitur entsprechen weitgehend denen des letzten Jahres. So werden die im Abitur geprüften Themenbereiche etwas genauer eingegrenzt, so dass sich die Prüflinge gezielter vorbereiten können. Zudem bekommen sie in den Abiturklausuren 30 Minuten mehr Zeit. In Mathematik gibt es zwischen mehreren Aufgaben eine Wahlmöglichkeit. Zur Unterstützung bekommen die Abiturienten eine kurze Liste mit den wichtigsten Fachbegriffen, um Missverständnisse und Irritationen beim Verstehen der Aufgaben zu vermeiden. Wie schon in den Vorjahren werden die Lehrkräfte bei der Notenfindung in allen Schulformen die besondere Lage der Schülerinnen und Schüler ein Stück weit berücksichtigen. Die moderaten Erleichterungen haben sich in den letzten beiden Jahren bewährt. So fiel das schriftliche Abitur in den letzten beiden Jahren trotz der Corona-Belastungen nicht schlechter aus als vor der Corona-Pandemie.

Jeder Abiturient und jede Abiturientin wird in drei Fächern schriftlich geprüft. Den Auftakt macht am ersten Tag (27. April) das Fach Deutsch, gefolgt von den Fächern Türkisch, Chinesisch, Polnisch, Spanisch, Latein, Russisch, Farsi und Arabisch am zweiten Tag. Die Fächer Portugiesisch und Italienisch wurden in diesem Jahr nicht als schriftliche Prüfungsfächer angewählt. Die Prüfungen in den Kernfächern finden am 27. April (Deutsch), 29. April (Englisch), 3. Mai (Mathematik) und am 5. Mai (Französisch) statt. Die schriftlichen Abiturprüfungen enden am 11. Mai mit dem Fach Philosophie. Zwischen dem 21. und 29. Juni folgen dann die mündlichen Prüfungen, entweder in Form einer Präsentationsprüfung oder einer klassischen mündlichen Prüfung. Abiturprüfungen werden an Hamburgs Gymnasien und Stadtteilschulen sowie an beruflichen Gymnasien, Berufsoberschulen und Abendgymnasien abgenommen. Bis zum 4. Juli werden die Abiturzeugnisse ausgeteilt.

Moderate Erleichterungen gibt es auch bei den Abschlussprüfungen für den Realschulabschluss und den Hauptschulabschluss. Die Zahl der Prüfungen beim Realschulabschluss (Mittleren Schulabschluss/MSA) wird von sechs auf drei Prüfungen halbiert. Normalerweise absolvieren die Schülerinnen und Schüler beim MSA drei Abschlussklausuren und drei mündliche Prüfungen in den Kernfächern. Stattdessen müssen wie im Vorjahr zwei Abschlussklausuren und eine mündliche Prüfung absolviert werden. Die Noten aus den Prüfungen bilden zusammen mit den normalen Noten aus dem Abschlussjahr das Abschlusszeugnis.

Beim Hauptschulabschluss (Erster Schulabschluss/ESA) sollen wie in den beiden letzten Jahren die zusätzlichen Abschlussklausuren und die mündlichen Abschlussprüfungen entfallen. Das Abschlusszeugnis besteht dann aus den im Abschlussjahr erreichten normalen Noten in allen Fächern. Viele Bundesländer verfahren bereits seit Jahren so und haben die zusätzlichen Abschlussprüfungen beim Hauptschulabschluss grundsätzlich abgeschafft. Die durch den Wegfall der aufwändigen Prüfungen gewonnene Arbeitszeit soll zur Intensivierung des Unterrichts genutzt werden, um Lernrückstände aufzuarbeiten.

Senator Rabe: „Der Entscheidung sind intensive Gespräche mit Vertretern aller Schulformen vorangegangen. Sie berichten über eine nach wie vor angespannte Lage an den Schulen. Die monatelangen Schulschließungen haben nicht nur zu Lernrückständen geführt, sondern belasten die Schülerinnen und Schüler auch in der Konzentration und in ihrem Lernverhalten. Es ist deshalb nur fair, wenn diese besondere Lernsituation maßvoll berücksichtigt wird. Es gibt nichts geschenkt, aber Dank der Anpassungen können sich die Schülerinnen und Schüler gezielter auf ihren Schulabschluss vorbereiten.“

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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