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Jubiläum Gezielte Förderung: 25 Jahre Beratungsstelle besondere Begabungen

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Seit 5 Jahren unterstützt das „Aktionsprogramm zur Begabtenförderung“ Hamburger Schulen

Das Hamburger „Aktionsprogramm zur Begabtenförderung“ begleitet pro Schuljahr etwa 1.100 besonders begabte Schülerinnen und Schüler und ihr Umfeld, im Rahmen der spezifischen Beratung werden pro Schuljahr knapp 300 begabte Schülerinnen und Schüler und ihr Umfeld beraten und rund 800 Schülerinnen und Schüler pro Schuljahr in sogenannten Enrichment-Gruppen gefördert. Seit Einführung des Programms wurden 296 Lehrkräfte als „Fachkraft für Begabtenförderung“ (FBF) ausgebildet, davon: 115 an Gymnasien, 100 an Stadtteilschulen und 81 an Grundschulen. Bereits seit 1996 steht die Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB) der Schulbehörde Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern zur Seite, um individuelle Vereinbarungen zum Umgang mit Begabungen im Schulumfeld zu entwickeln. ​​​​​​​

Gezielte Förderung: 25 Jahre Beratungsstelle besondere Begabungen

Bildungssenator Ties Rabe: „Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Beratungsstelle besondere Begabungen gratuliere ich recht herzlich. Die Beratungsstelle war Ende der Neunziger Jahre bundesweit die Erste ihrer Art. Das zeigt, dass die Begabtenförderung uns Hamburgerinnen und Hamburgern schon lange ein Anliegen ist. Das Aktionsprogramm Begabtenförderung unterstützt seit über fünf Jahren begabte Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrkräfte, Schulen und Familien, damit sie angemessen beim Lernen begleitet werden. Im Umgang mit besonders begabten oder hochbegabten Kindern und Jugendlichen ist häufig eine individuelle Lösung gefragt. Diese Schülerinnen und Schülerinnen und Schüler benötigen gezielte Angebote, die sie herausfordern und begleiten, damit die Freude am Lernen nicht wegen einer Unterforderung verloren geht. Auch in den letzten zwei Jahren, die stark von der Pandemie geprägt waren, konnten überwiegend in Online-Enrichmentangeboten insgesamt 1.645 Schülerinnen und Schüler gefördert werden. “

Am 6. und 7. Mai 2022 findet zum Jubiläum der Begabtenförderung in Hamburg die Fachtagung „25 Jahre Begabtenförderung in Hamburg: Vom Einzelfall zur Schulentwicklung“ statt. Zu Beginn begrüßt Prof. Dr. Britta Klopsch, Professorin für Schulpädagogik am Karlsruher Institut für Technologie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Vortrag zur Begabungsförderung, ein zentrales Thema der Unterrichtsentwicklung. Schulsenator Ties Rabe hat die Schirmherrschaft über die Jubiläumstagung übernommen und wird auf der Tagung das Grußwort sprechen. Schulen aus Hamburg stellen praktische Beispiele aus der Arbeit in der Schule vor. Zudem finden 12 inhaltliche Workshops zu den Themenfeldern Unterrichtsentwicklung sowie Beratung und Enrichment statt. Dazu zählen beispielsweise die Bereiche Lerncoaching, vertiefendes Lernen in Online-Formaten, oder die Beratung der besonders begabten Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten. Die Tagung endet mit einem Fachvortrag von Prof. Dr. Perleth von der Universität Rostock und einer anschließenden Podiumsdiskussion zu dem Themen Schulentwicklung und begabungsorientierten Schulkultur.

Senator Rabe weiter. „Als Schirmherr und Schulsenator begrüße ich das Engagement im Bereich der Begabtenförderung in Hamburg. Es ist nicht nur wichtig, Kinder und Jugendliche mit Lernschwächen zu unterstützen, damit sie mithalten können, wir müssen auch diejenigen Schülerinnen und Schüler fördern, die bereit sind schneller zu lernen, als wir es in der Altersstufe voraussetzen und mehr zu leisten, als andere aus ihren Klassen. In Hamburger Schulen sollen alle bestmöglich gefördert werden, dazu zählen auch diejenigen mit besonderen Begabungen.“

Die Maßnahmen vom „Aktionsprogramm zur Begabtenförderung“ im Einzelnen:

Beratung von Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern
Zum Aktionsprogramm gehört die gezielte Beratung bei Fragen zur diagnostischen Einschätzung und zu Individualisierungsprozessen in der Schule. Dabei werden auch Lehrkräfte zum Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen beraten und Eltern erhalten Ratschläge zu außerschulischen Fördermöglichkeiten. Bei Bedarf wird auch diagnostische Abklärung durchgeführt.

Unterstützung von Schulen
Im Rahmen des Aktionsprogramms wurde eine Qualifizierung zur „Fachkraft für Begabtenförderung entwickelt“, in der die Lehrkräfte als  Hauptansprechperson für den Bereich Begabten- und Begabungsförderung an einer Schule ausgebildet werden. Die Fachkraft bündelt dann die vorhandenen schulinternen Maßnahmen zur Begabtenförderung, berät die beteiligten Kolleginnen und Kollegen und bei Bedarf auch die Schülerinnen und Schüler oder deren Eltern. Zur Unterstützung der schuleigenen Arbeit am Förderkonzept wurden auch schulformspezifische Handreichungen entwickelt und den Schulen zur Verfügung gestellt. Die Schulen können sich untereinander vernetzen und werden beraten, um ihre Begabtenförderungskonzepte weiterzuentwickeln und ihre Profile zu schärfen. Darüber hinaus finden regelmäßige Beratungen, Initiierung und Weiterentwicklung der schulinternen und schulübergreifenden Förderprojekte statt.

Projekt „Begabungspiloten“
Als Umsetzung der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) wird in Hamburg seit dem Schuljahr 2017/18 das Projekt „Begabungspiloten“ mit 12 ausgewählte Schulen durchgeführt. Dabei stehen die Weiterentwicklung der schulinternen Enrichmentkurse, des Unterrichtes – digital und in Präsenz, der Beratungskonzepte und der außerunterrichtlichen Förderung im Mittelpunkt. 12 weitere Schulen aller Schulformen arbeiten in einem assoziierten Netzwerk mit den „Begabungspiloten“-Schulen zusammen. Die Beratungsstelle besondere Begabungen leitet zusammen mit der Schulbehörde das Projekt, koordiniert alle Aktivitäten im Land Hamburg und unterstützt die Schulen bei der Umsetzung der Projektanforderungen.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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