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Erwachsenenbildung Mehr Chancen durch Weiterbildung

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Hamburger Volkshochschule (VHS) legt ihre Weiterentwicklungsstrategie „VHS 2025“ vor

Mit ihrer neuen Strategie „VHS 2025“ gibt die Hamburger Volkshochschule (VHS) Antworten auf die Herausforderungen für die Weiterbildung in unserer Stadtgesellschaft. Vier Trends stehen dabei im Fokus: Die Digitalisierung, der demographische Wandel, das Zusammenleben in einer diversen Gesellschaft sowie die politische Weiterbildung. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe: „Die Hamburger Volkshochschule prägt die Weiterbildung in Hamburg wie keine andere Organisation: Rund 113.000 Menschen besuchen jährlich die Kurse der Volkshochschule. Bildung ist wichtig, sie befähigt Menschen zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung, sie eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur sozialen, politischen und wirtschaftlichen Teilhabe in einer Welt des Wandels. Auf diesen Wandel reagiert die Volkshochschule mit ihrer neuen Strategie. Mit der neuen Strategie „VHS 2025“. ​​​​​​​

Mehr Chancen durch Weiterbildung

Uwe Grieger, Direktor der VHS: „Frei nach dem Motto ‚Lern doch, wo Du willst‘ bietet die VHS Weiterbildung dort an, wo die Menschen sind: Vor Ort in den Stadtteilen und digital im Wohnzimmer. Wir möchten Bildungsnähe auch dort herstellen, wo sie besonders gebraucht wird: durch Sprachförderung, durch Alphabetisierung, demokratischen Diskurs und so weiter. Wir bieten Weiterbildung für jede und jeden, um sich persönlich zu entfalten, Perspektiven zu erweitern und sich im Wandel zurechtzufinden und zu orientieren.“

Die Hamburger Volkshochschule als Bildungsbrücke in die digitale Welt

Die Hamburger VHS geht „online“: 2021 fanden bereits rund 3.850 Online-Veranstaltungen mit über 37.000 Teilnehmenden statt. Sie wird jetzt noch digitaler: „Wir stellen rund 1,2 Millionen Euro zusätzlich für Investitionen in die digitale Infrastruktur bereit - u.a. für hybride Veranstaltungen, Blended-Learning-Formate und für ein neues leistungsstarkes WLAN“, so Senator Rabe. „Bis Ende 2022 werden über 120 Seminarräume mit Active Panels und Konferenztechnik ausgestattet sein.“

An mehreren Standorten in Hamburg wird die VHS digitale Innovationsräume „für alle“ einrichten. Hier werden den Hamburgerinnen und Hamburgern digitale Werkzeuge bereitgestellt, u.a. Roboter und 3D-Drucker, Anwendungsbeispiele für künstliche Intelligenz oder Equipment für die Produktion von multimedialen Inhalten (Podcast etc.).

Die Weiterentwicklung digitaler Kursangebote, die Fortbildung der Kursleitungen sowie die Qualitätsentwicklung werden ausgebaut. Darüber hinaus wird die VHS ihre Arbeitsprozesse und -strukturen, ihre Buchungs- und Abrechnungsplattform sowie das Wissensmanagement weiterentwickeln.

Die Hamburger Volkshochschule stellt sich auf die demographischen Veränderungen ein

Die Hamburger Bevölkerung wächst und verändert sich. Deshalb werden die Angebote und Standorte der VHS regionalspezifisch weiterentwickelt, neue Standorte sollen hinzukommen. Die VHS bringt Bildung nahe - sowohl „vor Ort“ als auch online. Denn umfangreiche Online-Angebote stehen ortsunabhängig zur Verfügung - frei nach dem Motto: „Lern doch wo Du willst“.

Die VHS ist auch ein Ort der Begegnung: Deswegen werden die Standorte in den Stadtteilen modernisiert, um altersgerechte und regionalspezifische Angebote bereit zu stellen. Zusätzlich werden über 300.000 Euro für eine erwachsenengerechte, barrierefreie und moderne Raumausstattung investiert, um den Besuch der VHS noch attraktiver zu machen.

Die VHS baut Brücken zur Bildung: Ab 2022 sind die VHS-Alphabetisierungskurse gebührenfrei, die gebührenfreien Sprachförderkurse für Mütter an Grundschulen werden ab Schuljahresbeginn 2022/23 um fünfzig Prozent ausgebaut. Die VHS hat 2021 in Zeiten des Lockdown durch ihre kompetenten Kursleitungen ein umfassendes Kursprogramm online angeboten. Sie hat 2022 zu Beginn des Krieges in der Ukraine kurzfristig die Kapazitäten für Integrations- und Sprachförderkurse für Geflüchtete um rund 50 Prozent erhöht.

Bildungsangebote für das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft

Die VHS wird ihre Angebote zum Umgang mit Vielfalt und Diversität ausweiten und dabei mit den entsprechenden Netzwerken zusammenarbeiten. Ziel ist es, auch neue und bisher unterrepräsentierte Gruppen für Weiterbildung zu gewinnen. Unter anderem werden Maßnahmen vorbereitet, um für niedrigschwellige Weiterbildungsangebote zu interessieren und Brücken zum lebenslangen Lernen zu bauen. 

Die VHS baut rund um das Thema „Zusammenleben in einer diversen Gesellschaft“ auch das Fortbildungsprogramm für Mitarbeitende und Kursleitungen aus. Die VHS will physische, finanzielle und auf Informationsdefiziten basierende Barrieren abbauen. Sie wird neue, beteiligungsoffene Veranstaltungsformate anbieten und jährlich z.B. ein BarCamp zu Themen wie der diversen Gesellschaft, der politischen Bildung, der Digitalisierung o.ä. durchführen.

Bildungsangebote für Demokratie und politische Bildung

Demokratie braucht Bildung! Die Angebote im Bereich der politischen Bildung, bei der Förderung der demokratischen Beteiligung sowie die Antisemitismus- und Fremdenfeindlichkeitsprävention werden ausgebaut. Die politische Erwachsenenbildung wird konzeptionell weiterentwickelt. Durch Veranstaltungen in einzelnen Quartieren vor Ort soll die politische Teilhabe gefördert und der demokratische Zusammenhalt gestärkt werden.

Im Sommer 2022 startet als dauerhaftes Angebot die innovative Veranstaltungsreihe „Komplizen für die Zukunft“ mit Gestalterinnen und Gestaltern in wichtigen kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Einrichtungen. Hierin werden für und mit Hamburgerinnen und Hamburger Anlässe zum persönlichen Dialog, zum „Verstehenlernen“, zum Perspektivwechsel und zum demokratischen Austausch über die Gestaltung der Zukunft geschaffen.

Die VHS-Gedenk- und Bildungsstätte „Israelitische Töchterschule“ ist ein wichtiger Ort zur jüdischen Geschichte Hamburgs mit dem Auftrag, Gedenken und Erinnerung zu wahren. Gleichzeitig ist sie ein Ort zur politischen Bildung mit dem Schwerpunkt der Geschichtsvermittlung zum Nationalsozialismus sowie der Bekämpfung von Antisemitismus. „Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen, dass wir die VHS-Gedenk- und Bildungsstätte programmatisch und räumlich weiter ausbauen und personell aufstocken“, so Bildungssenator Ties Rabe. Dazu werden u.a. die bestehende Ausstellung modernisiert und räumlich ergänzt, Archivalien registriert und digitalisiert sowie die inhaltlichen und pädagogischen Angebote rund um Themen wie Demokratiebildung und Antisemitismusprävention erweitert. Zudem werden zusätzlich Online-Angebote im Internet bereitgestellt, um dem Gedenken und dem Bildungsangebot mehr und ortsunabhängig Raum zu geben. Mehrere Podcast-Folgen zu "Jüdisch in Hamburg – Inspirationen und Insights" oder die Online-Ausstellung „Kinderwelten. Neue Blicke auf die Geschichte des jüdischen Schullebens in Hamburg“ sind auf der VHS-Website (www.vhs-hamburg.de) zu finden und werden um zusätzliche Angebote ergänzt.

Hintergrund: die Hamburger Volkshochschule

Die 1919 gleichzeitig mit der Universität Hamburg gegründete Hamburger Volkshochschule ist der größte Weiterbildungsträger in Hamburg und ein Landesbetrieb der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB). „Bildung für alle“ und „Bildung für die demokratische Gesellschaft“ ist ihr Auftrag. Sie orientiert sich in ihrem Bildungsverständnis an einer ganzheitlichen Bildung des Menschen, der seine Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied in einer demokratischen Gesellschaft wahrnimmt. „Die VHS bietet Weiterbildung in dem, was die und der Einzelne zur persönlichen Entfaltung, Perspektiventwicklung und Orientierung in der Gesellschaft braucht. Dazu gehören Angebote zur beruflichen Weiterbildung, zum interreligiösen Dialog, zum politischer Diskurs, zur Gesunderhaltung und Achtsamkeit, zum kreativen Gestalten und Musizieren, zum Sprachen lernen wie auch Schreiben lernen, digitale und analoge Grundbildung – und vieles mehr“, so Grieger.

Die VHS verfügt über 17 Standorte und gibt Kurse an weiteren 250 Orten in Schulen und Kooperationseinrichtungen. 2019 - vor der Corona-Pandemie - wurden 9.025 Veranstaltungen (davon 40 „online“) mit über 231.500 Unterrichtseinheiten und rund 113.000 Belegungen durchgeführt. In 2021 werden trotz des fast halbjährigen Lockdowns rund 6.800 Veranstaltungen mit ca. 69.000 Teilnehmenden erreicht.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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