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Sprachförderung Hamburg startet neues Sprachförderprogramm für Kinder

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An 32 Grundschulen - Finanzierung durch Bund, Land und Stiftung

Hamburg startet zu Beginn des Schuljahres an 32 Grundschulen ein umfassendes Sprachförderprogramm. Es richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund, für die unter anderem wegen der pandemiebedingten Lernrückstände das Erlernen der deutschen Sprache eine besondere Herausforderung darstellt. Die Sprachförderung beruht auf dem erprobten Programm „MITSprache“ der Stiftung Fairchance für Vorschulklassen und die Jahrgänge eins und zwei. Insgesamt stellen der Bund, die Schulbehörde und die Stiftung 450.000 Euro für das Programm zur Verfügung.​​​​​​​

Hamburg startet neues Sprachförderprogramm für Kinder

Mit dem Start des Sprachförderprogramms unterstreicht Hamburg, dass seine Schulen auf Bildungsgerechtigkeit und Sprachförderung setzen. Sprachbildung soll durchgängig erfolgen – im Rahmen von Förderangeboten und in jedem Fach. „MITSprache“ zeigt, dass das Hamburger Sprachförderkonzept neben verbindlichen Förderstrukturen bewusst Raum für  Projekte und Initiativen schafft.

Zweieinhalb Jahre Corona-Pandemie und damit verbundene Schließungen und Einschränkungen in Schule und Kita haben neue Sprachförderbedarfe zur Folge. Bedauerlicherweise wurden bestehende Bildungsgräben in der Krise vertieft.

Die Finanzierung des Sprachförderprogramms erfolgt zum größten Teil über das bundesweite Förderprogramm „AUF!leben – Zukunft ist jetzt.“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), die wiederum vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird. Hamburg übernimmt rund ein Viertel der Kosten.

Bildungssenator Ties Rabe: „Wer in der Schule gut lernen will, muss gut sprechen, verstehen, lesen und schreiben können. Bei einem Viertel der Schülerinnen und Schüler haben die pandemiebedingten Schulschließungen zu großen Lernrückständen geführt. Kinder, die in der Vorschule oder Grundschule noch nicht so gut Deutsch können, haben es jetzt besonders schwer. Über das Engagement der Stiftung Fairchance bin ich daher besonders froh, denn sie trägt mit der gezielten Sprachförderung zur Bildungsgerechtigkeit bei.“

Alexander Wolf, Geschäftsführer der Stiftung Fairchance: „Die Resonanz der Hamburger Grundschulen auf „MITsprache“ hat uns positiv überrascht. Offenbar ist die Bereitschaft, sich angesichts der aktuell herausfordernden Lage auf gute Programme einzulassen sehr groß. Alle Schulen haben bereits die umfangreichen Materialien erhalten und mit den dazugehörigen Fortbildungen begonnen. Offenbar mit großem Erfolg – bislang gab es ausschließlich lobendes Feedback!“

Über „MITSprache“: Das Programm ist wissenschaftlich erarbeitet und von unabhängiger Seite evaluiert. Es zeichnet sich unter anderem durch hohe Effizienz durch Digitalisierung der Sprachstandserfassung, durch eine umfassende, ebenfalls digitalisierte Fortbildung der Lehrkräfte sowie durch die Einbeziehung der Eltern bzw. Sorgeberechtigten aus, welche den Erfolg des Programms unterstützt. Im Detail erhalten die Schulen im Rahmen des Programms insgesamt fünf Ordner mit Anleitungen und Unterlagen für jeweils 360 ausgearbeitete Förderstunden à 45 Minuten auf fünf aufeinander aufbauenden Lernniveaus, die sie sofort im Förderunterricht einsetzen können. Mithilfe einer App wird zu Beginn der Sprachstand der Kinder erhoben, woraufhin diese entsprechend ihrer Leistung einem der fünf Förderniveaus zugeordnet werden. Ein umfassendes Datenschutzkonzept ist Teil der Technologie. Die App ergänzt das in Hamburg seit langer Zeit verbindlich eingesetzte Instrument HAVAS (Hamburger Verfahren zur Analyse des Sprachstands). Lehrkräfte erhalten für den Einsatz der Materialien praxisbegleitende, über das Jahr verteilte Fortbildungen: insgesamt neun Einheiten zu je 3 Stunden, teils in Präsenz, teils digital. Auch die Eltern und Sorgeberechtigten werden in einem eigenen Baustein des Programms gezielt unterstützt, damit sie zur Sprachentwicklung ihres Kindes angemessen beitragen können.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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