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Schulbau Schulbau in Hamburg-Mitte: Senat investiert 900 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren

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Schulsenator Ties Rabe und Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer besuchen Schulbauvorhaben in den östlichen Stadtteilen des Bezirks Hamburg-Mitte

In den östlichen Stadtteilen des Bezirks Hamburg-Mitte liegt das zurzeit wohl größte Stadtentwicklungsgebiet der Freien und Hansestadt Hamburg „Stromaufwärts an Elbe und Bille“. Schulsenator Ties Rabe und Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer haben sich daher im Rahmen einer Schulbautour einen Überblick über aktuelle Schulbauvorhaben im Bezirk Hamburg-Mitte verschafft, die zentralen Leitlinien der Schulentwicklungsplanung im Bezirk präsentiert und einige der zentralen Bauvorhaben vorgestellt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre investiert der Senat allein in dieser Region bis zu 500 Millionen Euro in den Ausbau und die qualitative Entwicklung der schulischen Infrastruktur. Im gesamten Bezirk werden es rund 900 Millionen Euro sein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der sozialen Einbettung der Schulen in den Stadtteil.

Schulsenator Ties Rabe und Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer und weitere Personen beim Besuch auf einer Baustelle im Rahmen der Schulbautour

Schulbau in Hamburg-Mitte: Senat investiert 900 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren

Schulsenator Ties Rabe: „Im östlichen Teil des Bezirks Mitte wird in den kommenden Jahren im Bereich der Stadtentwicklung unglaublich viel passieren. Besonders wichtig ist es, dass die schulische Infrastruktur von Beginn an mitgedacht wird und mitwachsen kann. Wir bauen viele bestehende Schulen aus, um mehr Platz zu schaffen für die wachsenden Schülerzahlen und zugleich die Raumqualität und Aufenthaltsqualität zu verbessern. Unsere Schulen sollen nicht nur Lernort, sondern auch Lebensort sein, zum Beispiel mit bewegungsfreundlichen und naturnäheren Außenanlagen. Ein besonderer Fokus liegt daher auch auf der engen Vernetzung mit anderen sozialräumlichen Angeboten, der Integration schulnaher sozialer Einrichtungen wie zum Beispiel Kitas und Elternschulen sowie auf der Öffnung der Schulen hin zum Stadtteil, etwa durch öffentlich nutzbare Flächen und Angebote. Ich freue mich daher sehr über die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Mitte, welches mit zahlreichen Projekten soziale Brücken in den Stadtteil baut.“

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „In unseren Stadtteilen im Hamburger Osten entstehen perspektivisch bis zu 20.000 neue Wohnungen. Es ist uns dabei sehr wichtig, dass wir schon heute die schulische und soziale Infrastruktur dafür mitdenken. Daher investieren wir aus Mitteln des Bundes und der Stadt Hamburg in den nächsten Jahren rund 140 Millionen Euro in die Weiterentwicklung unserer sozialen Infrastruktur, etwa für neue Quartierszentren und Sportanlagen.“

Mit dem Stadtentwicklungskonzept „Stromaufwärts Elbe und Bille“ treten die urbanen Räume im östlichen Teil Hamburgs in den Fokus moderner Stadtentwicklung: Hammerbrook, Borgfelde, Hamm, Horn, Rothenburgsort, Billbrook und insbesondere Billstedt mit Mümmelmannsberg und Öjendorf bieten enorme Entwicklungspotenziale. Dabei wird auch die schulische Infrastruktur neu entwickelt und mit der sozialen Infrastruktur zusammengeführt. Allein in die Entwicklung der schulischen Infrastruktur wird die Schulbehörde in den kommenden zehn Jahren bis zu 500 Millionen Euro investieren.

Die ersten Planungen werden bereits realisiert. Mehrere Schulen werden nicht nur vergrößert und modernisiert, sondern als sozialer Treffpunkt auch enger in den Sozialraum eingewoben. Gleichzeitig entstehen energetisch effiziente Neubauten mit Energiestandard EG 40, Solardächern und Gründächern sowie mit großzügigen, bewegungsfreundlichen und naturnäheren Außenanlagen.

Jan Schneck, Vertretung der Geschäftsführung SBH | Schulbau Hamburg: „Schulbau Hamburg setzt die Schulbauvorhaben in enger Abstimmung mit der Schulbehörde und den Bezirken um. Dazu gehören Neubauten, Sanierungen sowie Umbau- und Erweiterungsbauten. Die Schulgebäude werden über den gesamten „Lebenszyklus“ von Schulbau Hamburg ganzheitlich betreut. Die Entwicklungen im Bezirk Mitte bieten sehr gute Beispiele für diese Vielfalt im Hamburger Bildungsbau.“

Im ersten Teil der Schulbautour durch den Bezirk Mitte stehen die Stadtteile Horn und Billstedt im Fokus. Ein besonderes Beispiel für eine integrative Schulentwicklungsplanung ist die Grundschule Am Schleemer Park. War die Grundschule bislang auf zwei Standorte aufgeteilt, so wird sie zukünftig am bisherigen Hauptstandort Oberschleems zusammengeführt und für rund 37 Millionen Euro vollständig neu gebaut. Das Wettbewerbsergebnis für den Schulneubau steht nun fest. Die Grundschule wird zukünftig fünf Parallelklassen führen und auf 7.790 m² neben modernen Unterrichtsräumen auch eine neue Vitalküche inklusive Mensa, anregende Gemeinschaftsflächen und eine neugebaute Einfeld-Sporthalle bekommen. Mit der Zusammenlegung der Standorte plant die Schule zudem den Aufbau eines „Kompetenzzentrums Zuwanderung“, das zahlreiche Kooperationspartner beherbergen und zusätzliche Angebote für Beratung und Therapie insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung vorhalten wird. Zu den Kooperationspartnern zählt unter anderem die Stiftung „Children for tomorrow“ der ehemaligen Tennisspielerin Stefanie Graf, die dort das Projekt „HonigHelden“ anbieten wird. Darüber hinaus werden im Neubau auch Räumlichkeiten für die Hamburger Volkshochschule geschaffen sowie eine Kita direkt auf dem Schulgelände angesiedelt. Baubeginn ist 2024, die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für das Schuljahr 2027/28 geplant.

Auch die Grundschule Stengelestraße wird neu gestaltet und von fünf auf sechs Parallelklassen ausgebaut: Der Standort der Grundschule mit seinen bislang 18 Gebäuden wird für insgesamt rund 21,6 Millionen Euro umfassend überplant und mit Zu- und Ersatzbauten umgestaltet. Im Rahmen des ersten Bauabschnitts wurde 2022 bereits ein neues Hamburger Klassenhaus realisiert. Ein zweiter dreigeschossiger Neubau folgt in einem zweiten Bauabschnitt und wird neben Klassen- und Fachräumen auch großzügige Ganztags- und Esseneinnahmeflächen bieten sowie als besonderes Merkmal einen überdachten Außenbereich integrieren. Der zweite Bauabschnitt wird bis Ende 2024 fertiggestellt. Abschließend fließen weitere rund zwei Millionen Euro in die hochwertige Gestaltung der Außenanlagen.

Die Stadtteilschule Öjendorf, die gemäß Schulentwicklungsplan auf fünf Parallelklassen erweitert wird, erhält für rund neun Millionen Euro ein neues Multifunktionsgebäude. Auf 1.900 m² wird das Gebäude neben weiteren Klassen- und Fachräumen auch eine große Mehrzweckhalle sowie Räume für die Verwaltung beherbergen. In diesem Zusammenhang werden auch die Außenanlagen der Schule umfangreich aufgewertet. Der Bau des Multifunktionsgebäudes ist im Juli 2022 angelaufen und wird Ende 2023 fertiggestellt.  

Auch Schulformen, die sonst wenig im öffentlichen Fokus sind, werden im Rahmen der Schulentwicklungsplanung mitgedacht. So das Bildungs- und Beratungszentrum Pädagogik bei Krankheit/Autismus (BBZ), das Schülerinnen und Schüler aller Schulformen unterrichtet, die aufgrund einer Erkrankung für längere Zeit nicht am Unterricht ihrer Klasse teilnehmen können, und darüber hinaus verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote vorhält: Die Schule ist kürzlich von ihrem alten Standort an der Von-Essen-Straße an den Rhiemsweg gezogen.

Das großzügige denkmalgeschützte Gebäude ist für rund 0,8 Millionen Euro instandgesetzt und auf die Bedarfe des BBZ ausgerichtet worden. Damit bietet das neue Gebäude der Schule nun deutlich mehr Platz. Ab 2030 wird das Bildungs- und Beratungszentrum dann am Standort Pröbenweg im Stadtteil Hamm mit dem Regionalen Bildungs- und Beratungszentrum Mitte (ReBBZ) zusammengelegt. Die Planungen für dieses umfangreiche Neubauprojekt mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro starten im Herbst dieses Jahres.

Weitere Schulbauvorhaben im östlichen Teil des Bezirks Mitte sind:

  • Grundschule Archenholzstraße (Billstedt): Die Schule wird auf fünf Parallelklassen erweitert. Für rund 8,6 Millionen Euro sind dafür umfangreichen Zu- und Ersatzbaumaßnahmen geplant, bei denen insbesondere neue Klassen- und Verwaltungsräume entstehen.
  • ReBBZ Billstedt: Die Bildungs- und Beratungsabteilung des ReBBZ Billstedt ist momentan an zwei Standorte verortet. Durch einen großzügigen Neubau wird das ReBBZ zukünftig am Standort Steinfeldweg zusammengefasst. Hierfür entsteht voraussichtlich bis 2025 für rund elf Millionen Euro ein Hamburger Klassenhaus.
  • Neugründung: In der Gartenstadt Öjendorf entsteht für rund 18 Millionen Euro eine neue 2,5 zügige Grundschule (im Schnitt 2,5 Parallelklassen pro Jahrgang) mit schulintegrierter Kita. Die Fertigstellung ist abhängig von den Entwicklungsschritten bei der Umsetzung des Entwicklungsgebietes Gartenstadt Öjendorf.

Unter dem Motto „Mitte machen – Sport, Bewegung und soziale Infrastruktur im Hamburger Osten“ realisiert das Bezirksamt Mitte darüber hinaus eine Vielzahl an Projekten zur Förderung der sozialen und sportlichen Infrastruktur. Dies geschieht häufig in räumlicher Nähe und enger Kooperation mit den Schulen im Bezirk. Beispiele hierfür sind:

  • Sportpark Snitgerreihe: Auf der Sportanlage Snitgerreihe investieren der Bund und Hamburg rund 6,9 Millionen Euro für die Modernisierung, Erweiterung und Neubau der Sportanlage Snitgerreihe. Das Großspielfeld wird dabei fit gemacht, für die Anforderungen an ein modernes Großstadtspielfeld. In den Nebenanlagen wird ein Sportfunktionsgebäude neu gebaut und auf dem Schulhof der Stadtteilschule Horn Kleinspielfelder hergestellt.
  • Quartierszentrum Sonnenland: Mit dem Sozialen Zentrum Sonnenland wird auf dem Gelände der Grundschule „An der Glinder Au“ ein neuer Begegnungsort für das Quartier geschaffen. Im Neubau kommen die Angebote der AWO Hamburg (insbesondere Familienförderung und -beratung) sowie das Stadtteilprojekt Sonnenland e.V. (Förderung von kultureller und sozialer Teilhabe) unter. Der Neubau stärkt die flexiblen Beratungs-, Bewegungs- und Sportangebote für Anwohnerinnen und Akteure. Für dieses Projekt stehen jeweils 4,9 Millionen Euro von Bund und Land zur Verfügung.
  • Horner Aufschwung: Mit dem Projekt „Horner Aufschwung“ soll am Standort Querkamp in unmittelbarer Nachbarschaft der Brüder-Grimm-Schule ein Zentrum für Soziales und Bewegung auf der Horner Geest entstehen. Projektpartner sind die Elternschule Horner Geest, das Jugendzentrum Horner Geest, das Haus der Jugend Manshardtstraße und das Spielhaus Speckenreye in Kooperation mit der benachbarten Brüder-Grimm-Schule. Der Bund und die FHH stellen hierfür insgesamt 16,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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