Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Lehrkräften im Vorbereitungsdienst Schulsenator Ties Rabe begrüßt 443 Nachwuchslehrkräfte

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Anzahl der Referendare in Hamburg steigt auf neuen Höchststand, Bewerberzahl jedoch seit Jahren rückläufig

443 neue Lehramts-Referendarinnen und Referendare sind zum 1. August in Hamburg in die zweite Phase der Lehrerausbildung gestartet. Schulsenator Ties Rabe begrüßte die angehenden Lehrkräfte jetzt im Rahmen einer Feier im Hamburger Rathaus. Pünktlich zum neuen Schuljahr konnten trotz zurückgehender Bewerbungen mehr Nachwuchslehrkräfte als je zuvor in der Hansestadt eingestellt werden. Nachdem bereits zum 1. Februar ein historischer Höchststand mit 427 „Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (LiV)“ erreicht wurde, ist die Anzahl noch einmal angewachsen. Damit konnten im aktuellen Kalenderjahr insgesamt 870 angehende Lehrkräfte für Hamburg gewonnen werden, auch das ein neuer Rekord. Bildungssenator Ties Rabe: „Glücklicherweise genießen unsere Stadt und unsere Schulen bundesweit große Anerkennung, so dass wir immer noch viele Bewerbungen bekommen. Ich gehe aber davon aus, dass wir in den nächsten Jahren auch in Hamburg den Lehrkräftemangel deutlicher spüren werden. Hamburg braucht etwa 900 neue Lehrkräfte jedes Jahr.“ ​​​​​​​

Schulsenator Ties Rabe begrüßt 443 Nachwuchslehrkräfte

Die Schulbehörde hat seit Februar 2019 die Zahl der Referendariatsplätze schrittweise von 570 auf rund 870 Referendariatsplätze angehoben, im nächsten Jahr sollen es erstmalig 900 sein. Schulsenator Ties Rabe: „Schon in diesem Jahr war es nicht mehr so einfach, genügend Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Ein Problem ist die geringe Zahl von jährlich nur rund 550 Masterabsolventen an der Universität Hamburg. Das ist viel zu wenig gemessen am Bedarf von jährlich 900 Lehrkräften für Hamburg. Dafür müssen wir jetzt gemeinsam mit der Universität und der Wissenschaftsbehörde Lösungen finden.“

Die Bewerbungen verteilen sich sehr unterschiedlich auf die Lehrämter. Am begehrtesten waren wie schon in den Vorjahren die Plätze für den Vorbereitungsdienst zum Lehramt an Gymnasien. Hier gab es fast doppelt so viele Bewerbungen (281) wie freie Ausbildungsplätze. Insgesamt wurden 159 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt Gymnasium eingestellt. 82 Lehrkräfte wurden für das Lehramt der Primar- und Sekundarstufe eingestellt, 69 für das Lehramt Sonderpädagogik, 65 Lehrkräfte gehen in den Vorbereitungsdienst für Grundschulen und 44 an die berufsbildenden Schulen. Hinzukommen 24 Lehrkräfte mit ausländischen Lehramtsabschlüssen in die Anpassungsqualifizierung eingestellt.

Nur gut die Hälfte der Bewerberinnen und Bewerber (52,7 Prozent) hat das Studium in Hamburg abgeschlossen, die anderen kamen aus den anderen Bundesländern. Eine Besonderheit ist das im August zum insgesamt sechsten Mal in Hamburg ausgeschriebene Lehramt für Grundschulen, für das sich auch diesmal nur Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Bundesländern bewerben konnten, weil der Studiengang in Hamburg erst seit dem Wintersemester 2020/2021 angeboten wird. Die ersten Hamburger Absolventinnen und Absolventen werden voraussichtlich im nächsten Sommer erwartet.

Der Anteil an Quereinsteigern ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht auf rund zehn Prozent (42 Referendare) gestiegen. Als Quereinsteiger gelten Bewerberinnen und Bewerber, die wie alle Lehramtsstudierenden ein Masterstudium mit zwei vollwertigen Unterrichtsfächern erfolgreich abgeschlossen haben, aber das ergänzende Fach Pädagogik nicht vollumfänglich studiert haben. Dieser Mangel wird in der zweiten Phase der Lehrerausbildung durch intensive Begleitung behoben.

Das Durchschnittsalter der Nachwuchslehrkräfte ist mit 29,7 Jahren nahezu unverändert. Die älteste eingestellte Lehrkraft ist 55 Jahre alt, die jüngste 23 Jahre. Nur etwas mehr als jeder vierte Referendar (28 Prozent) ist männlich. Mit 54,5 Prozent ist der Anteil männlicher Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Berufsschulen am höchsten, gefolgt vom Lehramt an Gymnasien mit 32 Prozent. An dritter Stelle liegt das Lehramt der Primar- und Sekundarstufe I mit 24 Prozent, an vierter Stelle das Lehramt für Sonderpädagogik mit 20,3 Prozent gefolgt vom erst seit letztem Jahr neu angebotenen Lehramt an Grundschulen mit nur 13,8 Prozent Männern. Schulsenator Ties Rabe: „Es bleibt ein Rätsel und ist nicht gut für das Schulsystem, dass immer weniger Männer Lehrer werden wollen. Lehrkraft ist eine in jeder Hinsicht erfüllende und sinnvolle Aufgabe und einer der am besten bezahlten Berufe in Deutschland.“

Der Notendurchschnitt der Bewerberinnen und Bewerber aus dem Studium liegt bei 1,73. Am besten sind die Abschlusszensuren der neuen Referendare an den Sonderschulen mit der Note 1,6, gefolgt von den Gymnasial-Referendaren mit der Note 1,69. 92 angehende Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen haben eines der Mangelfächer Mathematik, Physik oder Chemie studiert. An den Berufsbildenden Schulen beginnen 10 von 44 Nachwuchspädagogen in den ausgewiesenen Mangelfächern mit der Fachrichtung Gesundheit oder Sozialpädagogik/Kinder- und Jugendhilfe.

Wie bereits in den letzten Jahren werden auch diesmal wieder Lehrkräfte in den Vorbereitungsdienst aufgenommen, die im Ausland eine in Deutschland nicht anerkannte Lehramtsqualifikation abgeschlossen haben. 24 neue Lehrkräfte haben dadurch die Möglichkeit, durch den Hamburger Vorbereitungsdienst ohne ein erneutes Studium eine Zulassung für ein Lehramt in Deutschland zu bekommen.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
Adresse speichern

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch