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Schülerzahlen Anmeldezahlen zur Grundschule bleiben auf konstant hohem Niveau

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17.610 Schülerinnen und Schüler für die erste Klasse – kleines Plus 0,03 Prozent

Die Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr kündigen erneut einen Rekord an – wenn auch nur einen ganz kleinen: Bis zum Stichtag 1. Februar haben sich für die ersten Klassen an Hamburgs staatlichen Grundschulen bislang 17.610 Schülerinnen und Schüler angemeldet, das sind zehn mehr als im Vorjahr (plus 0,03 Prozent). Im Rekordjahr 2023 waren über 700 Schülerinnen und Schüler dazugekommen, in den Jahren davor waren es jährlich zwischen 300 und 500 Schülerinnen und Schüler. ​​​​​​​

Anmeldezahlen zur Grundschule bleiben auf konstant hohem Niveau

Schulsenatorin Ksenija Bekeris: „Ich freue mich, dass die aktuellen Anmeldezahlen weiterhin auf dem hohen Niveau der Vorjahre liegen. Da sich die Geburtenzahlen der Hansestadt mit Beginn des Jahrzehnts ebenfalls auf einem hohen Niveau eingepegelt haben, ist zu erwarten, dass die Anmeldezahlen auch in den nächsten Jahren ähnlich hoch bleiben werden.“

Die diesjährige Entwicklung der Anmeldzahlen für die ersten Klassen ist je nach Bezirk sehr unterschiedlich: Die stärksten Zuwächse im Vergleich zum letzten Jahr gab es in den Bezirken Hamburg-Mitte (+110), Harburg (+67), Wandsbek (+29) und Bergedorf (+14). Rückgänge gab es hingegen in den Bezirken Hamburg-Nord (-53), Altona (-60) und in Eimsbüttel (-97). Die meisten Anmeldungen für die erste Klasse verzeichnete die Elbinselschule in Wilhelmsburg mit 151, die Adolph-Schönfelder-Schule in Barmbek mit 150 und die Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup mit 147 Anmeldungen. Die meisten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Schule Schnuckendrift in Neugraben-Fischbek mit 39 und die Schule Curslack-Neuengamme mit 38 Anmeldungen mehr als im Vorjahr.

Auch Hamburgs in den letzten Jahren neu gegründeten Grundschulen entwickeln sich bei den Anmeldezahlen sehr gut: Schule Fabriciusstraße (Bramfeld, gegründet 2021): 98 Anmeldungen für das Schuljahr 2024/25, Grundschule Ballerstaedtweg (Ohlsdorf, gegründet 2019): 91 Anmeldungen, Grundschule Am Baakenhafen (Hafencity, gegründet 2021): 78 Anmeldungen, Grundschule Sinstorfer Weg (Marmstorf, gegründet 2020): 77 Anmeldungen, Wolfgang-Borchert-Schule (Eimsbüttel, gegründet 2019): 73 Anmeldungen, Schule am Park (Harburg, gegründet 2021): 66 Anmeldungen. 2024 werden zudem zwei neue Grundschulen mit zunächst jeweils ein bis zwei Klassen an den Start gehen können: die Fanny-Hensel-Schule in Barmbek-Süd und die Grundschule Eschenweg in Fuhlsbüttel. Darüber hinaus sind für 2025 mit der Grundschule Isestraße in Harvestehude und der Grundschule Wandsbek-Süd zwei weitere Grundschulgründungen geplant.

Senatorin Bekeris: „Unser Anspruch bleibt unverändert: Alle Kinder sollen gut lernen können. Wir werden deswegen entsprechend der Schülerzahl die Zahl der Lehrkräfte weiterhin erhöhen. Auch beim Schulbau dürfen wir jetzt nicht lockerlassen. Wir brauchen nach wie vor genügend Platz für alle Schulkinder. Mit unserem ambitionierten Schulbauprogramm können wir die Schulen gut auf die auch in den nächsten Jahren konstant hoch bleibenden Anmeldezahlen vorbereiten.“

Die jetzt verkündeten Anmeldezahlen sind trotz einer ablesbaren Trendaussage noch vorläufig. So haben sich laut Melderegister knapp 800 schulpflichtig werdende Kinder noch nicht angemeldet. Erfahrungsgemäß handelt es sich dabei hauptsächlich um veraltete Einwohnermeldedaten, da nicht wenige Familien vergessen, sich nach einem Umzug um- oder abzumelden. Angesichts der Zuwanderungslage könnten unter den Kindern aber auch neu zugewanderte Kinder sein. Zudem müssen noch etwas mehr als 200 Anträge auf Zurückstellung vom Schulbesuch entschieden werden. Bei einer Genehmigung treten diese Kinder von der Anmeldung zur 1. Klasse zurück und werden für die Vorschule angemeldet. Zudem werden wie immer bis zur endgültigen Einschulung nach den Sommerferien mehrere hundert Familien aus der Stadt wegziehen und etwas mehr Familien in der gleichen Zeit in die Stadt ziehen. Demnach kann sich die Gesamtzahl im Laufe der folgenden Monate noch verändern.

Die Zahl der Anmeldungen für die Vorschulklassen (VSK) ist nach dem Rekordjahr 2023 erstmalig um 347 Anmeldungen auf 11.081 wieder gesunken. Trotzdem liegt die Zahl immer noch über der 2023 erstmalig überschrittenen Marke von 11.000 und damit knapp 100 Anmeldungen über dem Niveau von 2022 (10.973). Anders als die Zahl der Erstklässler sind die Anmeldezahlen an den Vorschulklassen seit Jahren stets höher als die Zahl der tatsächlich nach den Sommerferien eingeschulten Kinder, weil es für die Vorschulklassen keine Schulpflicht gibt und sich einige Eltern noch in letzter Minute für den Verbleib der Kinder in der Kita entscheiden. Insofern ist die Zahl der Anmeldungen für die Vorschulklassen nicht mit der Zahl der Vorschulkinder nach den Sommerferien gleichzusetzen.

In Hamburg können Eltern die Schule für ihr Kind frei wählen. Sie geben dazu einen Erstwunsch, aber auch zusätzlich einen Zweit- und einen Drittwunsch an. Grundsätzlich gilt, dass alle Kinder gemäß ihren Wünschen aufgenommen werden, eine Prüfung der Wünsche erfolgt nicht. Erst wenn an einer Schule mehr Kinder angemeldet werden, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Verteilung nach gesetzlich festgelegten Kriterien. Dann werden zuerst die Kinder aufgenommen, deren Geschwister bereits die Schule besuchen. Danach entscheidet die Schulweglänge über die Aufnahme in der Wunschschule: Wer am nächsten wohnt, bekommt den Schulplatz. In den allermeisten Fällen müssen diese Kriterien jedoch nicht angewendet werden. Denn die Erfüllungsquote für den Erstwunsch liegt seit Jahren deutlich über 90 Prozent. Möglich ist das unter anderem auch durch das umfangreiche Schulbauprogramm der letzten Jahre.

Alle genannten Zahlen sind Anmeldezahlen nach Erstwunsch. Bei überangewählten Schulen erfolgt in den nächsten Wochen die Umverteilung unter Berücksichtigung der Zweit- und Drittwünsche. Der Versand der Aufnahmebescheide an die Familien ist daher erst für Anfang April geplant.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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