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Deutscher Schulpreis Grundschule Kirchdorf und Grundschule Lämmersieth gehören beim „Deutschen Schulpreis 2024“ zu den Top-20 Schulen Deutschlands

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Senatorin Bekeris freut sich über Nominierung für vorbildliche Unterrichtsqualität

Seit heute steht fest: Die Grundschule Kirchdorf (Wilhelmsburg) und die Grundschule Lämmersieth (Barmbek-Nord) zählen zu den Top-20 Schulen Deutschlands 2024. Im Zentrum der Auswahlkriterien steht dabei die Unterrichtsqualität. Insgesamt hatten sich über 80 Schulen aus ganz Deutschland beworben. Schulsenatorin Ksenija Bekeris: „Das ist ein toller Erfolg für die beiden Hamburger Schulen und für den Bildungsstandort Hamburg. Ich gratuliere den Schulgemeinschaften und drücke die Daumen für die nächsten Auswahlrunden! Beide Grundschulen haben in den letzten Jahren eine gute Entwicklung genommen und verdienen den genauen Blick auf ihre Unterrichtsentwicklung.“ Im vergangenen Jahr waren die Berufliche Schule ITECH Elbinsel Wilhelmsburg in Hamburg und die Heinrich-Hertz-Schule, Winterhude (2023) Preisträger des Deutschen Schulpreises.

Grundschule Kirchdorf und Grundschule Lämmersieth gehören beim „Deutschen Schulpreis 2024“ zu den Top-20 Schulen Deutschlands

Die nominierten Schulen kommen aus Baden-Württemberg (1), Berlin (2), Bayern (2), Hamburg (2), Hessen (2), Mecklenburg-Vorpommern (1), Niedersachsen (2), Nordrhein-Westfalen (4), Sachsen (2), Schleswig-Holstein (1) und Thüringen (1).

Allein die Nominierung für den renommierten Preis gilt als hohe Auszeichnung. Die Schulen durchlaufen ein aufwendiges Bewerbungsverfahren. Aus den über 80 Bewerbungen hat die rund 50-köpfige Schulpreis-Jury aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Bildungsverwaltung auf der Grundlage der eingereichten Bewerbungen und Gesprächen mit den Schulen zunächst die 20 Top-Schulen ausgewählt, die dann in den kommenden Wochen von Juryteams vor Ort besucht werden. Im Zentrum stehen bei den Jurybesuchen die Hospitationen im Unterricht mit dem Kernkriterium Unterrichtsqualität. Ende Juni werden auf Basis der Hospitationen dann die 15 nominierten Schulen für Endauswahl benannt.

Grundschule Kirchdorf (Wilhelmsburg)

Die Grundschule Kirchdorf liegt im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg in sozial schwieriger Lage. 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund. Die Schule nimmt am Hamburger Programm „23+ Starke Schulen“ teil, das durch wissenschaftlich fundierte Unterrichtsentwicklung, für mehr Chancengerechtigkeit sorgen will. Das Konzept der Schule beginnt schon ein Jahr vor dem Schuleintritt. Die Lehrkräfte gehen in die Kitas im Einzugsgebiet, um mit den Kindern die nötigen Vorläuferfähigkeiten für die Schule zu entwickeln, falls diese noch nicht vorhanden sind. Die Schule hat es sich zum Ziel gemacht, die Kinder zu starken und selbstständig denkenden Persönlichkeiten zu bilden und zu erziehen.

Schwerpunkt im Unterricht ist die Entwicklung der Basiskompetenzen. Die Schule hat dafür beispielsweise ein preisgekröntes und wissenschaftlich evaluiertes Leseförderkonzept entwickelt. Inzwischen arbeiten alle Hamburger Schulen in herausfordernden Lagen mit diesem Konzept.

Die Grundschule Kirchdorf hat aktuell 442 Schülerinnen und Schüler sowie 51 Lehrkräfte.

Grundschule Lämmersieth (Barmbek-Nord)

Die Schule Lämmersieth ist eine Grundschule in sozial herausfordernder Lage und als solche auch im Programm „23+ Starke Schulen“. Kernstück des Stundenplans sind die sogenannten Sternstunden. Zum Wochenbeginn wird in der Sternstunde im Lerntagebuch ein neues persönliches Wochenziel formuliert. Das muss kein fachliches Ziel sein. Daneben können die Kinder in den Hauptfächern aus verschiedenen Aufgaben wählen. Das Kind überlegt, wie viele Aufgaben es schaffen möchte und legt auch die Reihenfolge fest. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sprachbildung mithilfe von regelmäßiger Diagnostik und angepasster Förderung. Mit dem Konzept „Family Literacy“ holt die Schule auch die Eltern mit ins Boot. Familien nichtdeutscher Herkunft werden eingeladen, am sprachbildenden Unterricht in den sogenannten FLY-Kursen aktiv teilzunehmen. In den Kursen wird Wert daraufgelegt, auch die Muttersprache zu würdigen und die Vorlesekultur zu stärken. Für zuhause werden speziell auf jede Familie abgestimmte multilinguale Bücherbeutel gepackt.

Die Grundschule Lämmersieth hat aktuell 210 Schülerinnen und Schüler sowie 26 Lehrkräfte.

Weiteres Verfahren

Die nominierten Top-15 Schulen nehmen mit einer Delegation aus Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften an der feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzler Olaf Scholz am 2. Oktober 2024 in Berlin teil. Dann wird bekanntgegeben, wer die begehrten Preise erhält. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, die fünf weiteren Preise mit je 30.000 Euro. Alle nominierten Schulen, die nicht ausgezeichnet werden, erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro. Zusätzlich können bis zu 20 Schulen, die sich für den Deutschen Schulpreis beworben haben, aber nicht zu den Preisträgern gehören, am Entwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises teilnehmen. Über zwei Jahre erhalten sie eine individuelle Prozessbegleitung und nehmen an Seminaren und Vernetzungsangeboten teil.

Der Deutsche Schulpreis ist der anspruchsvollste und höchstdotierte Schulpreis Deutschlands und zeichnet diejenigen Schulen aus, die für Lernen begeistern und zu Orten des Staunens werden; Schulen, die Kreativität freisetzen, Lust an Leistungen entstehen lassen, Lebensfreude und Lebensmut stärken und zu Fairness und Verantwortung erziehen. Gesucht werden Schulen, die mit ihren Ideen und Konzepten öffentlich und bundesweit Vorbilder für Schulentwicklung in Deutschland sein wollen.

Hintergrund-Informationen zum Deutschen Schulpreis: www.deutscher-schulpreis.de

Folgende Hamburger Schulen waren in den letzten Jahren für den Deutschen Schulpreis nominiert oder sind mit ihm ausgezeichnet worden:

Preisträger:

  • Berufliche Schule ITECH Elbinsel Wilhelmsburg in Hamburg (Preisträger 2023)
  • Heinrich-Hertz-Schule, Winterhude (Preisträger 2023)
  • Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg, Dulsberg (Preisträger 2021)
  • Ganztags-Gymnasium Klosterschule, St. Georg (Preisträger 2015)
  • Erich-Kästner-Schule (Grund- und Statteilschule), Farmsen-Berne (2012 nominiert, 2014 Preisträger)
  • Schule Rellinger Straße (6-jährige Grundschule, Preisträger 2012), Eimsbüttel
  • Max-Brauer-Schule, Altona (2006, Preisträger)

Nominiert für den Schulpreis:

  • Grundschule Lämmersieth (Barmbek-Nord, 2024)
  • Grundschule Kirchdorf (Wilhelmsburg, 2024)
  • Grundschule An der Haake, Hausbruch (2019)
  • Grundschule An der Glinder Au, Billstedt (2018)
  • Stadtteilschule Winterhude (2018)
  • Walddörfer-Gymnasium, Volksdorf (2018)
  • Stadtteilschule Bergedorf (2015)
  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Harburg (2012)
  • Gymnasium Klosterschule, St. Georg (2012)
  • Schule an der Gartenstadt, Wandsbek (2011)
  • Erich-Kästner-Gesamtschule, Farmsen-Berne (2008)
  • Gesamtschule Winterhude (2008)
  • Clara Grunwald-Schule, Bergedorf (2006)

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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