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Bildungsaustausch „Chancengleichheit in der Bildung“ – Enquetekommission aus Nordrhein-Westfalen besucht Hamburg

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Austausch zu Bildungsmonitoring und frühkindlicher Bildung

Am Montag und Dienstag war die im August letzten Jahres eingesetzte Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“ des Düsseldorfer Landtages zu Gast in Hamburg. Ziel des Besuchs war der Austausch beider Bundesländer zu Bildungsthemen wie Bildungsmonitoring und frühkindlicher Bildung. Zu diesen und weiteren Themen gab es Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulbehörde im Hamburger Rathaus, im Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) sowie im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI). Besucht wurde auch die Grund- und Statteilschule Alter Teichweg in Dulsberg.

Delegation aus Düsseldorf im Hamburger Rathaus mit Gastgeber Bildungsstaatsrat Rainer Schulz Delegation aus Düsseldorf im Hamburger Rathaus mit Gastgeber Staatsrat Rainer Schulz. Vorne rechts: EK-Vorsitzende Frau Christin Siebel MdL, Vorne Mitte: Herr Staatsrat Rainer Schulz

Chancengleichheit in der Bildung

Begrüßt wurde die zwanzigköpfige Delegation aus Düsseldorf im Rathaus vom Gastgeber Bildungsstaatsrat Rainer Schulz. Hier gab es einen regen Austausch zu den Themen Bildungsinfrastruktur, Schulinspektion, Ausbildungsvorbereitung sowie zu Hamburger Bildungsprogrammen und der Gestaltung von Bildungsübergängen.

Staatsrat Schulz: „Wir freuen uns über das Interesse der Enquetekommission aus Nordrhein-Westfalen an den erfolgreichen Bildungsreformen in Hamburg. Insbesondere das Bildungsmonitoring, die datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Verfasstheit der selbstverantworteten Schule geben wertvolle Anregungen für einen interessanten Austausch über die strategische Weiterentwicklung unserer Bildungssysteme.“

Christin Siebel, Vorsitzenden der Enquetekommission: „Die Enquetekommission ‚Chancengleichheit in der Bildung‘ untersucht die individuellen Rahmenbedingungen von Kindern und Jugendlichen und deren Entwicklung im Verlauf der Bildungswege. Dabei nehmen wir neue Erkenntnisse zum Umgang mit den Herausforderungen der Bildungslandschaft ebenso in den Blick wie die strukturellen und finanziellen Gegebenheiten, die didaktische, methodische und materialbasierte Aufbereitung von Bildungsinhalten sowie die vielfältigen Möglichkeiten im physisch präsenten wie im digitalen Bereich. Für Chancengleichheit muss Bildung entsprechend sozialräumlich gedacht werden. Dabei muss die Unterstützung von Bildungsprozessen aller Akteure – von Familien und von entsprechenden Einrichtungen in den Quartieren, Bezirken und Regionen – Berücksichtigung finden. Bei unseren Gesprächen in Hamburg steht insbesondere die Frage danach im Mittelpunkt, welche Ansätze und Handlungsmöglichkeiten auf staatlicher Seite verfolgt werden müssen, um die Chancengleichheit mit dem Ziel der besten Bildung für alle systematisch zu stärken.“

Am Montag besuchte die Enquetekommission das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) und tauschte sich mit der Institutsleitung zu den Themen datengestützte Schulentwicklung, Bildungsmonitoring, Sprachtests und Vergleichsarbeiten sowie dem Vorstellungsverfahren der Viereinhalbjährigen in Hamburg und dem BiSS-Lesetraining aus. Zudem besuchte die zwanzigköpfige Delegation am Dienstag die Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg in Dulsberg und erfuhr dort mehr über das Projekt „begabungs-Co-Pilot“, differenzierten und individualisierten Unterricht sowie die Vorbereitung auf die Berufs- und Studienwahl. Im Anschluss besuchte die Kommission das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und tauscht sich dort u. a. zu frühkindlicher Sprachförderung, digitaler Bildung, außerschulischen Lernorten, Vorbereitung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sowie zur Einbindung des Elternhauses in die sprachliche Förderung aus.

Enquetekommissionen werden eingesetzt, um jenseits des tagespolitischen Geschäfts grundlegende Diskussionen zur Vorbereitung von wichtigen Entscheidungen zu treffen. Die Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“ soll grundlegende Entscheidungen für das Bildungssystem in Nordrhein-Westfalen vorbereiten. In der Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“ wird es neben frühkindlicher Bildung sowie Übergänge im Bildungssystem auch um finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen, sowie Lehrmethoden und -inhalte gehen. Ebenfalls wird der Einsatz von digitalen Medien eine Rolle spielen. Dazu suchen die Abgeordneten Gespräche zum Thema Bildung in und außerhalb des eigenen Bundeslandes. Enquetekommissionen bestehen aus Mitgliedern aller Fraktionen des Landtages.

Hamburg hat in der ersten Jahreshälfte bereits mehrere Delegationen zum Thema Bildung empfangen. Erst letzte Woche waren die Bildungsstaatssekretäre aus Berlin im Rathaus zu Besuch. Bereits letzten Monat war eine Delegation rund um Bildungsministerin Stefanie Hubig aus Rheinlandpfalz in Hamburg. Sogar eine Delegation aus der österreichischen Hauptstadt Wien hat sich im März Anregungen zum Thema Bildung in Hamburg geholt.

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