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Ties Rabe: Zentralabitur sorgt für Klarheit und Gerechtigkeit

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„Das Abitur ist ein Gütesiegel, das nicht von Schule zu Schule verändert werden kann“

Ties Rabe: Zentralabitur sorgt für Klarheit und Gerechtigkeit

Ab 2014 wird das Hamburger Zentralabitur in Deutsch, Mathe und Englisch auf die meisten anderen Fächer ausgeweitet. Schulsenator Ties Rabe:

 

„Zentrale Abiturprüfungen in allen Fächern schaffen Gerechtigkeit und Klarheit. Das Abitur ist ein Gütesiegel, das über die Zukunftschancen junger Menschen entscheidet, und deshalb nicht von Schule zu Schule beliebig verändert werden kann. Zentrale Abiturprüfungen stärken das Hamburger Abitur im bundesweiten Vergleich, denn bereits jetzt haben 12 der 16 Bundesländer entsprechende Abiturprüfungen. Sie sichern zudem eine gleich hohe Qualität an allen Schulen und verhindern damit die Entwicklung zum Zwei-Klassen-Abitur innerhalb Hamburgs. Zentrale Abiturprüfungen entsprechen eindeutig den geltenden Abiturrichtlinien und den Bildungsplänen der Unterrichts- und Profilfächer.

 

Die Reform ist sorgfältig vorbereitet: Zentrale Prüfungen wurden von 2004 bis 2010 in Hamburg bereits erfolgreich eingesetzt, sind also für Hamburgs Lehrerinnen und Lehrer nichts Neues. Mit den Schulleitungen wurde die Reform ausführlich diskutiert. Nach längeren Beratungen haben sich im November 2011 zwei Drittel aller Gymnasialschulleitungen für die Wiedereinführung ausgesprochen. Um die Unterrichtsvorbereitung in der künftigen Oberstufe zu erleichtern, stehen die Prüfungsthemen für 2014 schon jetzt im Internet. In besonderen Fällen wird es für einzelne Schulen um bis zu zwei Jahre verlängerte Übergangsfristen geben, für wenige besondere Reformschulen kann es auch dauerhafte Ausnahmegenehmigungen geben.“

 

Rabe führt zu den Gründen aus: 

  • „Zentrale Prüfungen in allen Fächern sorgen für Gerechtigkeit beim Abitur. Das Abitur ist ein Gütesiegel, das über die Zukunftschancen junger Menschen entscheidet, und nicht von Schule zu Schule beliebig verändert werden kann. Es ist ungerecht, wenn das Abitur an bestimmten Schulen schwerer oder leichter ist als an anderen Schulen. 
  • Zentrale Abiturprüfungen sichern einen einheitlichen Leistungsstandard und verhindern damit, dass Abiturienten bestimmter Schulen bei Bewerbungen wegen ihres angeblich zweitklassigen Abiturs benachteiligt werden. Ich beobachte diese Entwicklung mit Sorge, es darf kein Zwei-Klassen-Abitur geben, weder in Hamburg noch in Deutschland insgesamt. 
  • Zentrale Abiturprüfungen sichern die gleiche Qualität aller Hamburger Schulen. Eltern und Kinder können sich darauf verlassen, dass jede Schule zu einem guten Abitur führt und nicht nur wenige. Das schafft gerade für die vielen neuen Oberstufen der Stadtteilschulen Rückenwind gegenüber den etablierten Schulen. 
  • Zentrale Abiturprüfungen werten das Hamburger Abitur bundesweit auf. 2016/17 wird es in allen Bundesländern gleich schwere Abituraufgaben geben. Schon jetzt haben 12 der 16 Bundesländer zentrale Prüfungsaufgaben in fast allen Fächern. Ein Hamburger Sonderweg gefährdet angesichts dieser Entwicklung das Ansehen des Hamburger Abiturs. 
  • Zentrale Abiturprüfungen beziehen sich auf 50 Prozent des Unterrichts und lassen genügend Raum für schulspezifische Schwerpunkte in der fächerverbindenden Profiloberstufe. Auch die Bundesländer Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verbinden die Profiloberstufe mit zentralen Prüfungen. 
  • Die Profiloberstufe darf nicht missverstanden werden: In den Profilen sollen Fächer verbunden, aber nicht aufgelöst werden. Hamburgs Bildungspläne sowie bundesweite Übereinkommen über das Abitur schreiben sehr klar für jedes Fach fachbezogene Bildungsinhalte und fachbezogene Prüfungen vor. Diese Anforderungen gelten verbindlich auch für die Profilfächer. Zentrale Abiturprüfungen haben damit eine sichere Grundlage.

 

Zentrale Abiturprüfungen in den Nebenfächern wurden bereits 2004 in Hamburg eingeführt und bis 2010 problemlos durchgeführt. Auch bei der damaligen Einführung gab es Proteste, weil Schulen den Verlust ihrer Schulprofile fürchteten. Der Protest legte sich schnell, weil das System gut und sicher funktionierte.

Vor der Entscheidung über die Einführung zentraler Abiturprüfungen hat die Schulbehörde im Herbst 2011 mit den Schulleitungen und Oberstufenkoordinatoren der Hamburger Schulen das Thema auf mehreren Sitzungen ausführlich beraten. Auf einer abschließenden Abstimmung im November 2011 votierten über zwei Drittel der Gymnasialschulleitungen für zentrale Prüfungen in allen Fächern. Genau das wird jetzt umgesetzt.

 

Das Zentralabitur in allen Fächern soll 2014 eingeführt werden. Das wird sorgfältig und umsichtig vorbereitet. Damit sich die Schulen darauf gut vorbereiten können, stehen die künftigen Prüfungsthemen bereits seit April 2012 im Internet. Jede Schule erhält zudem ein Aufgabenheft mit einer klaren Beschreibung aller künftigen Abiturthemengebiete. Es bleibt damit viel Zeit für eine sinnvolle Vorbereitung.

Schulen, die in einzelnen Fächern besonders intensiv mit außerschulischen Partnern kooperieren, können im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung zentrale Prüfungen bis zu zwei Jahre später einführen. Die Schulbehörde rechnet damit, dass rund 5 bis 10 Prozent der Abiturprüfungen unter diese Übergangsregelung fallen. Wenige Reformschulen wie die Max-Brauer-Stadtteilschule, die aufgrund eines besonderen schulischen Konzeptes den gesamten Unterricht bereits ab der Sekundarstufe I anders gestalten, können dauerhafte Ausnahmegenehmigungen erhalten.

 

„Das Zentralabitur wird das Hamburger Abitur aufwerten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit dem Zentralabitur und mit den jetzt gefundenen Anpassungsregelungen die Qualität des Hamburger Abiturs weiter steigern können“, so Senator Rabe.

Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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