Behörde für Schule und Berufsbildung

BQ 21 Monitoring, Evaluation und Diagnoseverfahren Schülerfeedback in Hamburgs Schulen

Schülerfeedback in Hamburgs Schulen

Was läuft schon gut und was kann noch verbessert werden? Diese Fragen zu stellen, ist für viele Schulen in Hamburg bereits zur Selbstverständlichkeit geworden. Insbesondere für den Unterricht ist es eine wichtige Hilfestellung zur Verbesserung und Entwicklung, sich in diesem Sinne Feedback zu holen. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler die zentralen Feedbackgeber. Für ein solches Schülerfeedback stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung, und viele Schulen haben eigene Verfahren entwickelt, um sich von ihren Schülerinnen und Schülern Rückmeldung zur Unterrichtsqualität geben zu lassen. Wir möchten an dieser Stelle allen Schulen Unterstützung bieten, die sich auf den Weg machen möchten, Schülerfeedback einzuführen, aber noch nicht so genau wissen, welches Instrumentarium sie dafür nutzen können.

Das Selbstevaluationsportal aus dem Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg bietet hierfür hervorragend geeignete Fragebögen. Sie sind nicht nur wissenschaftlich abgesichert und auf dem neuesten Stand der Unterrichtsforschung, sondern ermöglichen auch einen kostenfreien Rundum-Service für die Durchführung und Auswertung. Die Schülerinnen und Schüler füllen online einen Fragebogen zum Unterricht vollkommen anonym aus. Die Lehrkraft erhält eine differenzierte, grafisch aufbereitete Auswertung ihrer Ergebnisse. Jede Lehrkraft kann hier einen Gastzugang erhalten und ein Unterrichtsfeedback durchführen:
www.sep-klassik.isq-bb.de/de_DE/konto/registrierung/gast.html.

Schülerfeedback ist nicht nur eine Sache der einzelnen Lehrkraft; vielmehr ist sie Thema der gesamten Schul- und Unterrichtsentwicklung. Wir empfehlen deshalb, dass sich Kollegien gemeinsam auf den Weg zum Schülerfeedback machen. Dazu sind Absprachen sinnvoll, in welchem Umfang, in welchem Turnus und in welchen Fächern man sich Feedback geben lassen möchte (zum Beispiel 3 Fächer, die sich mindestens zweimal pro Halbjahr ein Feedback einholen). Noch wichtiger ist im Vorwege zu klären, was mit den Ergebnissen geschehen soll: Ist es ausschließlich Sache der durchführenden Lehrkraft, sich die Daten anzuschauen und Konsequenzen daraus zu ziehen? Wie werden die Schülerinnen und Schüler in die Auswertung eingebunden? Soll man innerhalb der Fachschaft gemeinsam darauf schauen? Sollte man gar als Kollegium über Ergebnisse aus dem Schülerfeedback sprechen? All dies sollte geklärt sein, bevor man mit dem Schülerfeedback startet.

Schülerfeedback ist ein lohnender Weg der Unterrichtsentwicklung, aber auch sicherlich einer, der Mühe kostet und zunächst mit Aufwand verbunden ist. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich an Dr. Monika Renz aus dem LI (https://li.hamburg.de/evaluationsbuero) oder an Jutta Wolff aus dem IfBQ wenden.

Neugierig geworden? Die Fragebögen zur Unterrichtsqualität finden Sie hier:

Grundschule: www.sep-klassik.isq-bb.de/de_DE/befragung/fragebogen/download/29.html

weiterführende Schule: www.sep-klassik.isq-bb.de/de_DE/befragung/fragebogen/download/22.html