BQ 11 Schulinspektion: Vertiefende Informationen Ablauf im dritten Zyklus

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Seit ihrem Start in 2006 hat die Schulinspektion (mit wenigen Ausnahmen) alle Hamburger Schulen zweimal evaluiert. Nun ist sie im Oktober 2019 in ihre dritte Runde gestartet. Hierfür hat die Schulinspektion in den vergangen 3 Jahren ihre Instrumente und Verfahren mit Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse und in enger Rückkopplung an die Expertise und Erfahrungen der Beteiligten überarbeitet. Im Fokus stand dabei der Wunsch, neben der wissenschaftlichen Aktualität die Anschlussfähigkeit der Inspektionsergebnisse und damit die Wirksamkeit von Schulinspektion für die einzelne Schule zu erhöhen. Zugleich hält die Schulinspektion in hoher Kontinuität an vielen bewährten Elementen fest.

Ablauf im dritten Zyklus

Das Verfahren im Überblick

Die Inspektion wird einer Schule im Vorjahr angekündigt. Der eigentliche Ablauf des Inspektionsprozesses beginnt dann mit einem Ankündigungstelefonat und der Vereinbarung eines Vorgespräches zehn Wochen vor dem Schulbesuch der Inspektion. Wie sich das Verfahren bis zur Präsentation der Ergebnisse gestaltet und wie es danach weitergeht zeigt folgende Abbildung:

  Ablauf einer Schulinspektion Bewertungsgrundlage

Die Schulinspektion stützt sich in ihrem Urteil auf eine breite Datenbasis. An dem zentralen Prinzip, dass Daten aus unterschiedlichen Quellen im Team erhoben, zusammengeführt und durch Kriterien geleitet ausgewertet werden, hat sich in der dritten Runde Schulinspektion nichts geändert. Im Rahmen der Inspektion sichtet das Inspektionsteam wesentliche Konzepte und Dokumente der Schule, es befragt Schülerinnen und Schüler, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen schriftlich wie mündlich, außerdem führt das Inspektionsteam ein Interview mit dem Schulleitungsteam durch und beobachtet zahlreiche Unterrichtssequenzen. Die Basis für die zu einem Profil kondensierte Bewertung der Schulinspektion ist der 2019 überarbeitete Orientierungsrahmen Schulqualität. Die Schwerpunkte der Inspektion bilden sich dabei in den vier – gegenüber dem 2. Zyklus etwas veränderten – übergeordneten Dimensionen „Steuerungshandeln“, „Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung“, „pädagogische Qualität“ und „Zufriedenheit der Schulbeteiligten“ ab.

Ergebnisrückmeldung

Die Rückmeldung der Ergebnisse ist zentral für eine gelingende Rezeption durch die Schule, die Schulöffentlichkeit und die Schulaufsicht. Ausgehend von dieser Annahme zeigen sich in dem Bereich der Ergebnisrückmeldung die meisten nach außen hin sichtbaren Veränderungen im Verfahren. So sind die Formate und Instrumente verständlicher, übersichtlicher und adressatengerechter gestaltet und es findet eine zeitliche Entzerrung des Rezeptionsprozesses statt.

Auf einen Blick: Was sind Vorgehen und Formate der Ergebnisrückmeldung und mit welchen Änderungen sollen ihre Ziele erreicht werden?

  • Berichtsübergabe: Angemessene Information vor dem Gespräch: Die Schulleitung erhält den Bericht zwei Tage vor dem Rückmeldegespräch.
  • Berichtsformat: Übersichtlichkeit, Verständlichkeit, Eindeutigkeit: die Qualität jedes einzelnen Qualitätsbereichs wird durch eine Bewertung und eine zusammenfassende Kernaussage beschrieben.
  • Gespräch mit der Schulleitung: Aktiver Austausch und Wertschätzung: Die Schulleitung wird für die Rückmeldung der Ergebnisse und den Austausch als Gast an das IfBQ eingeladen. Neben der Teamleitung nimmt auch die/der zweite Inspektor/in an dem Gespräch teil.
  • Trilog: Geregelter Austausch der Akteure zur Nutzung der Expertise: Vor der öffentlichen Ergebnispräsentation findet ein Trilog zwischen der/dem Schulleiter/in, der Schulaufsicht und der Teamleitung Inspektion statt.
  • Schulöffentliche Präsentation Rezeptionszeit ermöglichen: Die schulöffentliche Präsentation findet zwei Wochen nach dem Gespräch mit der Schulleitung statt. Ein sinnvolles Format kann zwischen Schulleitung und Inspektion besprochen werden. Gespräche und Diskussion ermöglichen: Mit dem Ziel einen Austausch zu ermöglichen, kann die Zeitdauer des Formats ausgeweitet werden. Verständlichkeit: Selbsterklärende Grafiken der Präsentation.
  • Veröffentlichung der Ergebnisse: Adressatengerechte Information: Veröffentlichung der Ergebnisübersicht zur Schulqualität im Internet.
  • Elternbrief: Zur Information der Eltern durch die Schule stellt die Inspektion einen Brief mit der Ergebnisübersicht und Erläuterungen zur Verfügung.

Rückmeldung an die Schulaufsicht und Bilanzierung nach einem Jahr

Etwa drei Monate nach Abschluss der Inspektion gibt die Schulleitung mit dem Responsebogen einen tabellarisch aufgesetzten Kurzbericht, in dem sie auflistet, wie sie auf die Ergebnisse der Inspektion reagieren wird. Dieser Bogen ist Grundlage der weiteren Klärung mit der Schulaufsicht. Im folgenden Jahresgespräch findet dann eine Bilanzierung der bislang erfolgten Schritte statt.

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