BQ 11 Schulinspektion: Vertiefende Informationen Instrumente im dritten Zyklus

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Wir sammeln auf unterschiedliche Art und Weise Informationen über eine Schule: Wir hören zu und fragen nach, wir lesen, wir beobachten und wir werten Daten aus. 

Instrumente der Schulinspektion Instrumente der Schulinspektion

Instrumente im dritten Zyklus

Bei der Inspektion einer Schule nutzen wir verschiedene Instrumente, um Daten zu erheben. Die Trennung von Datenerhebung, -auswertung, -interpretation und –bewertung ist ein wichtiges wissenschaftliches Prinzip, dem wir uns auch im Inspektionsverfahren verpflichtet fühlen.

Die vier verschiedenen Instrumente sind

  • Daten- und Dokumentensichtung
  • Fragebögen
  • Interviews
  • Einblicke in Lehr-/Lernsituationen (Unterrichtsbeobachtungen)

Daten- und Dokumentensichtung

Ziel der Dokumenteneinsicht ist es, einen Eindruck von schulischen Standards und dem Vorgehen in der  Schul- und Unterrichtsentwicklung zu bekommen. Die beispielhafte Illustration des vorliegenden Standards dient der Schulinspektion als Folie, um erste Kenntnisse über Verabredungen zu erhalten, um weitergehende und angepasste Fragestellungen für die Interviews zu entwickeln, um Vergleiche mit anderen Quellen anstellen zu können und im Abgleich mit diesen Schlüsse über schulische Standards ziehen zu können.

Es ist nicht Aufgabe der Schule, den Nachweis einer geschlossenen Datendokumentation zu liefern und nicht Aufgabe der Inspektion diesen zu prüfen. Deswegen ist es für alle Beteiligten weder notwendig noch hilfreich, einzelne abgeforderte Felder (wie etwa das Curriculum Deutsch)  lückenlos zu dokumentieren.

Inhaltliche Fragen zur Bereitstellung der Daten und Dokumente besprechen die Schulen im Inspektionsprozess mit der Teamleitung.

Dies sind

  • der Entwicklungsbericht, für den die Schulinspektion ein tabellarisches Formular zur Verfügung stellt, das aber auch die Möglichkeit gibt, die eigene Entwicklung zu reflektieren und als Prozess darzustellen - Entwicklungsbericht

und weitere Dokumente, die uns beispielhaft Einblick in die Standards der Schul- und Unterrichtsentwicklung geben sollen, wie:

  • das schuleigene Curriculum für das Fach Deutsch, das Fach Mathematik und ein Fach nach Wahl der Schule
    Dabei prüfen wir nicht die inhaltliche Güte der Curricula oder machen Abgleiche mit dem Rahmenlehrplan, sondern uns interessieren Standards der Kooperation zwischen den Pädagoginnen und Pädagogen. Aus diesem Grund ist es erwünscht, den eigenen Stand mit einzelnen, beispielhaften Dokumente zu illustrieren, die uns Hinweise geben auf Absprachen etwa hinsichtlich fachübergreifenden Unterrichtens, kompetenzorientierten Lernens, der Begleitung von Schülerinnen und Schülern in der Lernentwicklung, der Berücksichtigung unterschiedlicher Lernzugänge oder der einheitlichen Verwendung von Methoden in Fächern, Klassen und Jahrgängen.
    Bei den berufsbildenden Schulen klären die Inspektionsteams mit der Schulleitung im Vorgespräch je nach vorhandenen Bildungsgängen die Vorlage von Curricula, Lernfeldern und Lernsituationen.
  • Förderkonzepte
  • das Ganztagskonzept
  • das Qualitätshandbuch bei berufsbildenden Schulen
  • das Beratungskonzept bei speziellen Sonderschulen
  • das Kennzahlenblatt aus „Schule im Überblick (SchÜb)“ und  die Kermit–Ergebnisse der Schule

    Diese beiden letzten Dokumente sichtet die Inspektion nicht, um die Schule und ihre Ergebnisse vorab zu bewerten, sondern es geht um die Kontextualisierung der erhobenen Daten und das gezieltere Fragen beispielsweise mit Blick auf Förderung und Unterrichtsentwicklung.
  • zusätzlich benötigen wir zur Planung der Unterrichtsbeobachtungen einen Untis-Auszug aus dem Stundenplan der Schulen mit Zeit-, Fach-, Lehrkraft- und Raumangaben; einen Raum- und Gebäudeplan sowie eine Kürzelliste der Pädagoginnen und Pädagogen und eine Fächerkürzelliste.

Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen ziehen wir uns selbst aus dem Sharepoint-Tool der Behörde. Das Kennzahlenblatt der Schule aus Schule im Überblick (SchÜb) und die Kermit-Daten stellt uns die Nachbarabteilung im IfBQ zur Verfügung.

Vorerhebungsbogen, Entwicklungsbericht und Merkblätter

Die hier einsehbaren Vorerhebungsbögen, der Entwicklungsbericht und die aufgelisteten Dokumente dienen einer grundsätzlichen Erstinformation. Gegebenenfalls aktualisierte und verbindliche Anforderungen erhalten die Schulen mit Start des Inspektionsprozesses.

Fragebogenerhebung

Die Mitglieder der Schulgemeinschaft erhalten die Möglichkeit, ihre Sichtweise auf die Arbeit der Schule gegenüber dem Inspektionsteam zu äußern. Hierbei kommt der Fragebogenerhebung eine wichtige Funktion zu. Befragt werden alle Mitglieder der folgenden Gruppen:

  • Pädagoginnen und Pädagogen (außer der erweiterten Schulleitung)
  • Eltern/Erziehungsberechtigte bei den allgemeinbildenden Schulen
  • Schülerinnen und Schüler (ab der 3. Klasse)
    sowie
  • Ausbildungsbetriebe (bei berufsbildenden Schulen)

Die Befragungsgruppen werden im Rahmen einer Onlineerhebung befragt. Eine Ausnahme bilden die Eltern, für die wir eine Papierbefragung durchführen. Für die Eltern liegen wie beim ersten Zyklus auch Fragebögen in weiteren Sprachen vor; aktuell sind es elf: Albanisch, Arabisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Vietnamesisch.

Fragebogen

für Schülerinnen und Schüler

für Pädagoginnen und Pädagogen

für Eltern/Erziehungsberechtigte

für Betriebe

Sie finden unsere Skalendokumentation der Fragebögen hier und am Ende dieser Seite als Download.

Interviews

Während des Schulbesuchs führen wir Interviews mit folgenden Gruppen:

  • Eltern und Erziehungsberechtigte
  • Pädagoginnen und Pädagogen
  • Schulleitung
  • Schülerinnen und Schüler (ab der 3. Klasse)
  • Ausbildungsbetriebe (bei berufsbildenden Schulen)

An den Interviews nehmen in der Regel etwa acht Personen teil. Eine Ausnahme bildet das Schulleitungsinterview.

Formal entscheidet die Schulleitung, welche Personen an den Interviews teilnehmen; in der Regel delegiert sie die Auswahl an die jeweilige Befragungsgruppe, also zum Beispiel den Elternrat für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Elterninterviews.

Die Interviews dauern je nach Befragungsgruppe zwischen 45 und 120 Minuten. Wir fragen jede Gruppe nur zu Bereichen, zu denen sie eine Auskunft geben kann. Mit Genehmigung der Anwesenden zeichnen wir die Interviews auf Band auf.

Einblicke in Lehr-/Lernsituationen (Unterrichtsbeobachtungen)

Während der Schulbesuchstage nehmen wir Einblick in Lehr-/Lernsituationen. Wir beobachten dabei 20minütige Sequenzen anhand eines standardisierten Beobachtungsbogens, der 28 Items umfasst. Diese Items beschreiben Gelingensbedingungen für erfolgreiches Lernen, die sich in die drei Dimensionen Klassenführung, konstruktive Unterstützung und Potenzial zur kognitiven Aktivierung gliedern. In Grundschulen,  Sonderschulen und den Bildungsabteilungen von ReBBZ führen wir in der Regel etwa 40 Unterrichtsbeobachtungen (UB) durch, in weiterführenden Schulen 80 oder mehr UB und in berufsbildenden Schulen mindestens 100 UB.

Da wir oft zu der Wissenschaftlichkeit und Praxis der Unterrichtsbeobachtungen befragt werden, stellen wir Ihnen hier ausführliche Informationen zur Verfügung:

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