Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Stadtentwicklung Erfolgreiche Arbeit der IBA wird in Wilhelmsburg fortgesetzt

IBA Hamburg erhält Auftrag als Projektentwickler für drei Gebiete auf der Elbinsel und zur Untersuchung von zwei weiteren Gebieten.

Erfolgreiche Arbeit der IBA wird in Wilhelmsburg fortgesetzt

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt beauftragt die IBA Hamburg GmbH Wohnungsbauprojekte mit einem Gesamtvolumen von bis zu 4.000 Wohneinheiten in fünf Gebieten im Stadtteil Wilhelmsburg als städtischer Projektentwickler voranzutreiben.

Senatorin Jutta Blankau: „Wilhelmsburg hat enorm von der IBA profitiert. Mit dem Rahmenkonzept haben wir bereits eine Zukunftsstrategie für den ‚Sprung über die Elbe‘ vorgelegt. Jetzt übernimmt die IBA mit ihrem großen Know-How die Projektentwicklung für Wilhelmsburg. Damit bleibt Wilhelmsburg ein zentraler Baustein der Hamburger Stadtentwicklung und die positive Entwicklung der Elbinsel geht auch nach den Ausstellungen mit großem Schwung weiter.“

Uli Hellweg, Geschäftsführer IBA Hamburg GmbH: „Mit der Weiterführung der IBA Hamburg GmbH als städtischer Projektentwickler sind die Grundlagen für eine qualitätsvolle und nachhaltige Entwicklung von Wilhelmsburg und anderen Hamburger Stadtteilen gelegt. Die IBA steht für einen ganzheitlichen Stadtumbau mit den vor Ort wohnenden und arbeitenden Menschen.“

Bereits unmittelbar im Anschluss an das Präsentationsjahr der Internationalen Bauausstellung 2013 hatte die IBA Hamburg GmbH begonnen, Realisierungsmöglichkeiten für weitere große Wohnungsbauprojekte in gemischten Quartiere mit einem Nebeneinander von Wohnen, Gewerbe und Freiraum zu untersuchen. Jetzt liegen Kosten- und Finanzierungspläne für Planung und Bau von rund 4000 neuen Wohnungen auf vorwiegend städtischen Flächen in Wilhelmsburg vor.

Vor diesem Hintergrund hat der Senat heute die Beauftragung der IBA Hamburg GmbH mit der Projektentwicklung für die Gebiete Georgswerder, Dratelnstraße und Georg-Wilhelm-Höfe beschlossen:

  • Im Ortsteil Georgswerder - am Fuße des Energiebergs im Nord-Osten der Elbinsel - werden auf ca. 9,5 Hektar bis zu 250 Wohneinheiten auf den Flächen „Kirchwiese“ mit Quartiersplatz und im Bereich von Baulücken am Niedergeorgswerder Deich entstehen, darunter auch viele Einfamilien- und Doppelhäuser und auf einem dem rd. 3,0 ha großen Areal „Fiskalische Straße“ ein neues Arbeitsstättengebiet mit rd. 19.000 qm für Gewerbe geschaffen werden.
  • An der Dratelnstraße entstehen nach derzeitigem Stand in einem ersten Bauabschnitt kurzfristig mindestens 300 Wohneinheiten und bis zum Jahr 2023 weitere 700 Wohneinheiten, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Dienstleistungszentrum in Wilhelmsburg Mitte befinden.
  • Im südlichen Wilhelmsburg zwischen Trettaustraße und Kurdamm – als zweiter Bauabschnitt der „Georg-Wilhelm-Höfe“ – sollen bis zum Jahr 2019 auf ca. 1,5 Hektar rd. 150 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau entstehen.

Darüber hinaus wird die IBA Hamburg GmbH für zwei weitere Gebiete mit weiteren großen Potenzialen für eine urbane Entwicklung mit Wohnungsbau und Flächen für Arbeitsstätten vertiefende Untersuchungen durchführen, um auch diese Gebiete als Projektentwicklung zu übernehmen:

  • In der zentralen Nord-Süd-Achse – im Bereich der alten Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße zwischen dem Ernst-August-Kanal im Norden und der Rotenhäuser Straße im Süden – soll bis zum Jahr 2025 auf ca. 49 Hektar in mehreren Bauabschnitten ein urbaner Stadtteil mit Arbeitsstätten und Wohnungsbau in einer Größenordnung zwischen 1750 und 2000 Wohneinheiten entstehen.
  • An der südlichen Georg-Wilhelm-Straße - im Bereich des Haulander Wegs - könnten bis zum Jahr 2020 auf einem Areal von ca. 22 Hektar ein attaktiver Wohnstandort in einem naturnahen Wohnumfeld am Wilhelmsburger Inselpark oder alternative Nutzungskonzepte mit dem Schwerpunkt Gewerbe und Kleingärten entstehen.

Im Zuge der IBA Hamburg war durch die vielfältigen baulichen, sozialen und infrastrukturellen Projekte und den Wilhelmsburger Inselpark eine sehr positive Entwicklung in Gang gesetzt geworden. Diese positive Entwicklung soll sich in Zukunft fortgesetzen und verstetigen. Gleichzeitig wird das im September beschlossene Rahmenkonzept „Hamburgs Sprung über die Elbe – Zukunftsbild 2013+“ in einem ersten Schritt umgesetzt. Der Gesamtraum „Sprung über die Elbe“ reicht vom Stadtteil Veddel über Wilhelmsburg bis zum Harburger Binnenhafen und ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Hamburger Stadtentwicklung. Ein räumlicher Schwerpunkt liegt auf der zentralen Mittelachse der Elbinsel, in der insbesondere die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße neue Entwicklungspotentiale eröffnet. Dabei entsteht in Wilhelmsburg und Harburg ein Potenzial von insgesamt über 5000 Wohneinheiten, Gewerbe und Dienstleistungen in lebendigen Stadtquartieren.

In Harburg ist die IBA Hamburg GmbH über die Projekte des „Sprung über die Elbe“ hinaus schon seit 2013 mit der Entwicklung von 800 Wohneinheiten im Quartier „Fischbeker Heidbrook“ beauftragt. Hier sollen im Quartier Vogelkamp Neugraben ca. 1500 weitere Wohneinheiten entstehen.


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