Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

RISE Bergedorf West im Aufwind

Festlegung von Bergedorf-West als Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Der Senat hat heute Bergedorf-West als neues Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) festgelegt. In den kommenden Jahren soll das Quartier städtebaulich aufgewertet und stabilisiert werden. Die Gebietsfestlegung erfolgte im Programm Soziale Stadt der Bund-Länder-Städtebauförderung.

Bergedorf West im Aufwind

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung stärkt der Senat den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Dazu haben wir im letzten Jahr 25 Quartiere mit insgesamt knapp 60 Millionen Euro öffentlichen Mitteln gefördert, davon knapp 30 Millionen Euro RISE-Mitteln. Bergedorf-West legen wir als neues Fördergebiet fest, um das Quartier als attraktiven Wohnstandort mit guter Infrastruktur weiterzuentwickeln. Wenn direkt nebenan mit Oberbillwerder morgen ein neuer, moderner Stadtteil entsteht, dann ist es wichtig, dass wir heute schon in Bergedorf-West investieren und Bergedorf-West zu einem lebendigen Quartier entwickeln, das den Anschluss an die Nachbarquartiere hält. Ein attraktiver Einkaufsbereich, ansprechend gestaltete Grünanlagen und eine gut ausgestattete Sozialinfrastruktur gehören dazu.“ 

Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter Bergedorf: „Die Entscheidung Bergedorf-West zum RISE-Gebiet zu erklären, zeigt dass die Freie und Hansestadt Hamburg vernünftig und mit Weitblick handelt. Bergedorf-West hat sehr viele Entwicklungspotentiale und diese Möglichkeiten können unter der RISE-Gebietsentwicklung genau beleuchtet, bewertet und konstruktiv angegangen werden. Es gilt die Chancen für dieses Quartier in den Fokus zu nehmen und zum Beispiel die soziale Infrastruktur auf neue nachhaltige Beine zu stellen. Ziel ist es den gesamten Bezirk Bergedorf in allen Quartieren zukunftsorientiert mit dem nötigen Augenmaß zu entwickeln – das RISE-Gebiet Bergedorf-West ist hierbei ein wichtiger Baustein.“ 

Das Bezirksamt Bergedorf übernimmt die weitere Koordinierung der Gebietsentwicklung. Unterstützung erhält das Bezirksamt durch einen externen Gebietsentwickler. Zur Beteiligung und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner, der Gewerbetreibenden und Eigentümer werden vor Ort ein Stadtteilbüro, ein Beteiligungsgremium und ein Verfügungsfonds eingerichtet. 

Die Festlegung von Bergedorf-West als RISE-Fördergebiet erfolgte auf Grundlage der Ergebnisse einer Problem- und Potenzialanalyse, die im vergangenen Jahr im Auftrag des Bezirksamts Bergedorf in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen durchgeführt wurde. Hier wurden Handlungsbedarfe insbesondere im Hinblick auf die mangelnde Attraktivität des Quartierseingangs und zentralen Einkaufsbereichs, aber auch im Bereich der sozialen Infrastruktur, des Wohnumfeldes und der öffentlichen Freiflächen sowie hinsichtlich der Anbindung an die Nachbarquartiere festgestellt. 

Als nächster Schritt wird ein freiraumplanerisches Gutachten in Auftrag gegeben werden mit dem Ziel, das Umfeld um den zentralen Einkaufsbereich als attraktiven Eingangsbereich zu entwickeln. 

Die Kosten der Gebietsentwicklung sind bislang noch nicht bekannt, sondern werden auf der Grundlage des Integrierten Entwicklungskonzepts konkretisiert. Dies wird unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner erstellt und die maßgeblichen Handlungsfelder sowie künftigen Projekte darstellen. 

Bisher sind lediglich Kosten in Höhe von rund 1 Million Euro bekannt, die in der Hauptsache die Kosten für Gebietsentwickler und Beteiligungsverfahren sowie für das freiraumplanerische Gutachten umfassen und im Wesentlichen aus RISE-Mitteln finanziert werden. 

Weiterführende Informationen finden Sie online unter www.hamburg.de/karte-und-liste-der-foerdergebiete/

Erfolgreiches Rahmenprogramm Integrierte Stadtentwicklung (RISE)

Mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung verfolgt der Hamburger Senat eine abgestimmte Strategie, Stadtteile oder Versorgungszentren mit besonderem Entwicklungsbedarf aufzuwerten und die Lebensqualität in diesen Quartieren zu verbessern. So entstehen attraktive Quartiere zum Leben, Wohnen, Arbeiten, Lernen und Einkaufen. 

2018 wurden mehr als 250 Projekte geplant und umgesetzt. Davon entfielen rund 80 Prozent auf öffentliche Bau- und Erschließungsmaßnahmen im baulich-investiven Bereich. 

Im letzten Jahr wurden insgesamt rund 58,4 Millionen Euro öffentliche Mittel für Projekte in den 25 Quartieren bzw. 37 RISE-Fördergebieten eingesetzt. Neben den 29,4 Millionen Euro RISE-Mitteln wurden weitere 25,9 Millionen Euro Landesmittel (von anderen Behörden, Bezirken sowie öffentlichen Unternehmen, insbesondere der SAGA, und vom RISE-IFB-Modernisierungsprogramm) und rund 3,1 Millionen Euro ESF- und Bundesmittel in die Quartiere investiert. Nur durch das Zusammenwirken aller an der Integrierten Stadtteilentwicklung beteiligten Kooperationspartner kam diese erfolgreiche Mittelbündelung des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung zustande. 

Einschließlich des neuen Fördergebiets Bergdorf-West werden in Hamburg 2019 22 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung wie Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz oder Zukunft Stadtgrün gefördert. Insgesamt werden 32 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.  

Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie zur Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Gefördert werden sowohl Bestandsquartiere wie Steilshoop, Osdorfer Born oder das Zentrum Neugraben als auch neue wachsende Quartiere. Dabei stand in den letzten Jahren wie am Mittleren Landweg in Bergedorf oder bei den Flüchtlingsunterkünften Hörgensweg und Duvenacker in Eidelstedt-Mitte die Integration von Flüchtlingsunterkünften in die umliegenden Nachbarschaften und deren Entwicklung zu stabilen Quartieren im Vordergrund. Auch die Wohnungsbauaktivitäten erfordern eine ganzheitliche Quartiersentwicklung wie in Neugraben-Fischbek, die durch eine RISE-Förderung aktiv unterstützt werden.


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Barbara Ketelhut
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