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Bündnis für das Wohnen Mehr als 2.800 neue Sozialwohnungen bewilligt

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Steigende Baukosten: Förderung wird um zwölf Prozent angehoben

Für den Neubau von 2.819 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung hat die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) im vergangenen Jahr Förderungen bewilligt. Zusammen mit Bindungsankäufen und -verlängerungen wurden so Förderungen für 4.670 Wohnungen für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen auf den Weg gebracht. Fertiggestellt wurden 1.895 sozial gebundene Neubauwohnungen. Um trotz der starken unterjährigen Baukostenanstiege den Neubau dringend benötigter bezahlbarer Wohnungen auch für die kommenden Jahre zu sichern, erhöht Hamburg die Förderung deutlich: Sie steigt für 2022 um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Baakenallee Neubau der SAGA im Baakenhafen in der Hafen City mit 180 öffentlich geförderten Wohnungen

Mehr als 2.800 neue Sozialwohnungen bewilligt

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Im zweiten Jahr unter Corona-Vorzeichen haben die Partner im Bündnis für das Wohnen in Hamburg mehr neue geförderte Wohnungen auf den Weg gebracht als im Vorjahr. Angesichts der weiterhin spürbaren Auswirkungen der Pandemie und der starken Rohstoffpreissteigerungen im Laufe des Jahres ist dies ein klarer Erfolg des unbeirrten, gemeinsamen Engagements im Bündnis. Allen Partnern im Bündnis gilt mein großer Dank für diesen Einsatz. Besonders freut mich, dass neben der städtischen SAGA und den Genossenschaften auch private Investoren mit rund einem Drittel einen erheblichen Anteil zu den künftigen Sozialwohnungen beisteuern. Das zeigt, dass die Förderprogramme der IFB gut bemessen sind. Damit die Zuschüsse und Darlehen auch künftig den auskömmlichen Bau bezahlbarer Wohnungen ermöglichen, reagieren wir direkt und deutlich auf die Baukostensteigerungen des vergangenen Jahres: Wir erhöhen die Förderung um zwölf Prozent. Für das wichtige Ziel des bezahlbaren Wohnens setzen wir in Hamburg dabei den mit Abstand höchsten Eigenanteil aller Bundesländer ein: Für jeden Euro aus den Fördertöpfen des Bundes stellt Hamburg neun weitere Euro aus Landesmitteln bereit.“ 

Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank: „Im Geschäftsjahr 2021 haben wir für rund 4.670 Mietwohnungen mit Bindungen eine Förderung bewilligen können. Vor dem Hintergrund der weiterhin spürbaren Auswirkungen der Corona-Krise ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Mit unserer Förderung tragen wir entscheidend zum Erhalt von bezahlbarem und zeitgemäßem Wohnraum in der Hansestadt bei, was insbesondere Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen zu Gute kommt.“ 

Bilanz der Wohnraumförderung 2021:

2021 wurden Förderungen für 2.819 neue Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung bewilligt. Den Großteil machen 2.073 Sozialwohnungen mit einer Anfangsmiete von monatlich 6,80 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aus. Dies sind die Wohnungen des 1. Förderwegs. Der Bau weiterer 746 Wohnungen wird auf dem 2. Förderweg finanziell unterstützt: Hier liegt die Anfangsmiete bei monatlich 8,90 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Diese Wohnungen stehen auch Menschen mit mittleren Einkommen offen. 

Hinzu kamen Förderungen für Bindungsverlängerungen (1.321 Wohnungen) und Bindungsankäufe (36 Wohnungen) sowie Modernisierungen mit neu in Kraft tretenden Bindungen (494). Insgesamt wurden 2021 damit Förderungen für 4.670 Wohnungen mit Bindung bewilligt. Bei diesen Bewilligungen geht es auch um 363 Wohnungen, die vordringlich Wohnungssuchenden vorbehalten sind: 327 davon werden im Neubau entstehen. 

Fertiggestellt wurden im vergangenen Jahr 1.895 neue Wohnungen, davon 1.563 im 1. Förderweg und 332 im 2. Förderweg geförderte. Im Vergleich mit den sehr starken Vorjahresergebnissen  (2020: 3.472 Fertigstellungen; 2019: 3.717 Fertigstellungen) sind im Jahr 2021 weniger große Projekte mit vielen Wohneinheiten zum Abschluss gelangt. Die Zahl der Fertigstellungen resultiert 2021 stattdessen vor allem aus vielen kleineren Bauvorhaben mit jeweils nur wenigen Wohneinheiten. Festzustellen ist zudem, dass die Komplexität der Bauvorhaben zunimmt.

Für 2022 aber ist insbesondere aus dem Portfolio der SAGA wieder mit höheren Fertigstellungszahlen auch aus größeren Vorhaben zu rechnen. Ein weiterer Grund für die aktuelle Entwicklung sind die sprunghaften Preissteigerungen für Rohstoffe im Baubereich. Die dadurch notwendig gewordenen Nachverhandlungen der Wohnungsbauunternehmen mit ihren Auftragnehmern der Bauwirtschaft haben auch den Projektfortschritt bereits bewilligter Vorhaben gebremst und damit die Fertigstellungen verzögert. 

Verschiedene Investorengruppen nehmen die Förderung für den Neubau sozial gebundener Wohnungen in Anspruch. Den größten Anteil der bewilligten Wohneinheiten (rund 35,5 Prozent) machten im vergangenen Jahr 1.002 Wohnungen des städtischen Wohnungsunternehmens SAGA aus. Dann folgen private Investoren, auf die knapp 33,5 Prozent der bewilligten Wohneinheiten entfielen (943). Genossenschaftliche Projekte erzielten mit Bewilligungen für die Förderung von 643 Wohneinheiten einen Anteil von rund 22,8 Prozent. Weitere Investoren waren unter anderem Kirchen, Stiftungen und Vereine. In dieser Vielfalt der Investoren zeigt sich, wie im breit aufgestellten Bündnis für das Wohnen in Hamburg alle Akteure soziale Verantwortung übernehmen. 

Anpassung der Wohnraumförderung 2022:

Um dem starken Anstieg der Rohstoffpreise im Laufe des Jahres 2021 direkt Rechnung zu tragen, hebt die IFB die Förderung für 2022 deutlich stärker an als ursprünglich geplant: Statt der bislang vorgesehenen zwei Prozent steigt die Förderhöhe im Neubau gegenüber 2021 um zwölf Prozent. So stellt Hamburg in schneller Reaktion auf die aktuelle Kostensituation sicher, dass für den dringend benötigten sozialen Wohnungsbau auch im laufenden Jahr günstige Bedingungen herrschen. Die Anfangsmieten werden plangemäß um zehn Cent erhöht. Somit liegen diese im 1. Förderweg für im Jahr 2022 bewilligte Wohnungen bei 6,90 Euro pro Quadratmeter, im 2. Förderweg bei 9 Euro. Um größere Anreize für energetische Modernisierungen zu setzen, wird die Förderung in diesem Bereich auf Einmalzuschüsse direkt nach Fertigstellung umgestellt. Bislang wurden die Zuschüsse über mehrere Jahre verteilt ausgezahlt. 

Insgesamt kann die IFB 2022 Förderungen mit einem Wert von bis zu 329 Millionen Euro ausreichen. 2021 lag der Wert bei 324 Millionen Euro. Damit ist auch 2022 wieder die Förderung von mindestens 3.000 Neubauwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung möglich sowie von 5.130 Modernisierungen und mindestens 800 neuen Bindungen im Bestand durch Verlängerungen und Ankäufe.


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