Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

24. September 2015 Empfang anlässlich des Nationalfeiertags der Volksrepublik China

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Rede der Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt

Empfang anlässlich des Nationalfeiertags der Volksrepublik China

Sehr geehrter Herr Generalkonsul, [Sun Congbin]
sehr geehrte Mitglieder des Konsularischen Korps,
sehr geehrte Damen und Herren,

Hamburg und China verbindet eine immer intensiver werdende freundschaftliche Beziehung.

Wie es sich für eine Beziehung gehört, ist sie vielschichtig und umfasst sowohl wirtschaftliche als auch politische und kulturelle Aspekte.

Lassen Sie mich mit der Wirtschaft beginnen. Natürlich wissen Sie, sehr geehrter Herr Generalkonsul, dass China und der Hamburger Hafen aufs Engste miteinander verbunden sind.

Hamburg ist Chinas Tor zu Europa. Umgekehrt ist China Hamburgs wichtigster Handelspartner im seeseitigen Containerverkehr. Jeder dritte umgeschlagene Container im Hafen hat China als Ursprung oder Ziel, und mehr als 50 % des deutschen Außenhandels mit China laufen über den Hamburger Hafen.

Aktuell sind rund 500 chinesische Unternehmen in Hamburg niedergelassen − die meisten von ihnen international agierende Handelsunternehmen. Daneben wissen wir die Präsenz des Ostasiatischen Vereins in Hamburg ebenfalls sehr zu schätzen.

Parallel dazu verzeichnet auch der Tourismus seit Jahren ein beachtliches Wachstum. Diese positive Entwicklung verdanken wir nicht zuletzt der Caissa Touristik und ihrem langjährigen Eigentümer und Geschäftsführer, Herrn Cheng Mang. Sein Tod Anfang dieses Monats hat uns alle sehr berührt und eine schmerzliche Lücke hinterlassen.

Meine Damen und Herren,
auch politisch pflegen Hamburg und China Austausch auf höchstem Niveau. Anlässlich des „China meets Europe Summit“ im vergangenen Herbst, einer hochkarätigen Wirtschaftsveranstaltung der Handelskammer Hamburg, war Chinas Premierminister Li Keqiang zu Besuch im Rathaus.

Im November dieses Jahres wird Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz erneut nach Peking und Shanghai reisen, um die politischen Beziehungen weiter zu festigen und zu vertiefen. Die Initiative der chinesischen Regierung zur neuen Seidenstraße steht dabei ebenso auf der Agenda wie die weitere Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft.

Meine Damen und Herren,
im Bereich Kultur und Wissenschaft sitzt vielerlei China-Expertise in Hamburg, darunter das bedeutende GIGA German Institute of Global and Area Studies und kleinere Einrichtungen wie das Konfuzius-Institut.

An der Universität Hamburg wird erfolgreich ein europäisches Projekt im Rahmen des Rechtsstaatsdialogs koordiniert. Viele der in Hamburg lebenden Chinesinnen und Chinesen engagieren sich in Vereinen und Institutionen mit dem Ziel, den Menschen in unserer Stadt die chinesische Kultur näher zu bringen.

Ich erwähne nur
• die Chinesisch-Deutsche Gesellschaft (CDG),
• die Hamburger China-Gesellschaft (HCG)
• sowie die Hamburger Sinologische Gesellschaft, die eng verbunden ist mit dem bereits 1919 gegründeten
• Seminar für Sprachen und Kultur Chinas an der Universität Hamburg.

Alle drei Aspekte − Wirtschaft, Politik und Kultur − finden in der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai ihren Widerhall:
• Mit dem Hafen von Shanghai unterhält der Hamburger Hafen eine gesonderte Hafenpartnerschaft zum gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und Know-how.
• Politisch finden regelmäßig gegenseitige Besuche statt. Erst kürzlich war der Parteisekretär der Kommunistischen Partei Chinas in Shanghai, Herr Han Zheng, zu Gesprächen in Hamburg. Gemeinsam stellen wir uns Fragen nachhaltiger Stadtentwicklung sowie den Herausforderungen und Chancen, die das weltweite Wachstum der Großstädte an die Stadtentwicklung stellt.
• Im kulturellen Bereich hat chinesischer Kultur- und Sprachunterricht inzwischen Eingang in die Angebote diverser Hamburger Schulen gefunden, die auf ihrer Ebene einen intensiven Austausch mit Partnern in Shanghai pflegen.

Die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai begeht im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum und ist eine solide und erfolgreiche Basis für eine Vielzahl von Aktivitäten. Um diese vielfältigen Beziehungen zwischen Hamburg und der Volksrepublik China einer breiteren und interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden wir im kommenden Jahr wieder eine „China Time“ veranstalten.

Alle in der Stadt ansässigen China-Akteure sind herzlich eingeladen, sich mit Veranstaltungen an einem umfang- und facettenreichen Programm zu beteiligen.

Wir freuen uns darauf − auch darauf, teils kontroverse Themen aus den Bereichen Energie und Ökologie, Demokratie und Menschenrechte zu erörtern. In Respekt und Offenheit miteinander zu sprechen, war und ist zu allen Zeiten der beste Weg zum Nutzen aller.

„Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung“, besagt eine chinesische Weisheit. Es liegt an uns, wie wir die gemeinsamen Beziehungen gestalten und in welche Richtung wir gemeinsam segeln.

Sehr geehrter Herr Generalkonsul,
meine Damen und Herren,
im Namen des Senats gratuliere ich Ihnen herzlich zu ihrem Nationalfeiertag und wünsche Ihnen und uns allen einen anregenden Abend. Vielen Dank.

Themenübersicht auf hamburg.de

Kontakt

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen


Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg

Tel. E-Mail-Adresse

Diskutieren Sie mit!

Anzeige
Branchenbuch