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Laufbahnzweig Bauingenieurwesen

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Der Laufbahnzweig Bauingenieurwesen stellt die größte Anzahl technischer Nachwuchskräfte in Hamburg. Kein Wunder bei den vielfältigen Tätigkeiten und späteren Einsatzmöglichkeiten.

Bauingenieurinnen und Bauingenieure vor Gerüst

Bauingenieurwesen

Daher lernen die Nachwuchskräfte im Fachbereich Bauingenieurwesen, verglichen mit den anderen Ausbildungsrichtungen, auch die meisten Dienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der praktischen Mitarbeiten kennen. So bekommen die Nachwuchskräfte unter anderem vertiefte Einblicke in die Planung und Umsetzung öffentlicher Bauvorhaben und lernen die Belange des Betriebes der Hamburger Infrastruktur kennen.

Kapitelübersicht

Einstellungsvoraussetzungen / Studienfächer

Einstellungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium aus dem Bereich Bauingenieurwesen. Der größte Bedarf besteht momentan an Bauingenieuren mit einer Vertiefung im konstruktiven Bereich oder aus dem Bereich Straßen-/Verkehrsplanung. Aber auch die Vertiefungsrichtung Gewässerplanung und Küstenschutz wird benötigt.

Grundkenntnisse in der Verkehrs- und Gewässerplanung sowie im konstruktiven Bereich sind Voraussetzung für die Einstellung.

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Ausbildungsabläufe für Referendariat und TOIA

Referendariat:
Praktische Mitarbeiten wechseln sich mit drei Hamburg-internen Lehrgängen sowie vier externen  Lehrgängen in Bonn, Hannover, Hilden, Bonn ab. Die Lehrgänge dauern in der Regel zwei Wochen. Mit jeder Nachwuchskraft werden abschnittsweise individuelle Ausbildungspläne erarbeitet. Im Durchschnitt absolvieren unsere Nachwuchskräfte zehn praktische Mitarbeiten, die zwischen drei und sieben Wochen dauern.

Die drei Lehrgänge in Hamburg werden von den Nachwuchskräften aller Fachrichtungen besucht und decken ein breites Themenspektrum von allgemeinem Verwaltungswissen, sowie Rechts- und Fachthemen ab. In Bonn finden zwei der externen bundesweiten Lehrgänge statt, die zusammen mit Verkehrsreferendaren aus anderen Bundesländern besucht werden. Hier steht der Bereich der Straßenplanung im Vordergrund. Ein weiterer Lehrgang in Niedersachsen befasst sich mit dem Thema  Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit. Der sogenannte Stadtbauwesen-Lehrgang in Hilden dient gezielt der Prüfungsvorbereitung und ist damit der wichtigste Lehrgang der Ausbildung. Hier lernen die Referendare auch die Prüfer des Oberprüfungsamtes kennen.

Zum Ende der Ausbildungszeit stehen die Prüfungen unter der Federführung des Oberprüfungsamtes an. Dazu ist zunächst eine Aufgabenstellung im Rahmen einer sechswöchigen Hausarbeit zu bearbeiten. Als zweiter Teil der Prüfung werden schriftliche Prüfungen in vier Prüfungsfächern absolviert. Den Abschluss bildet eine zweitägige mündliche Prüfung über alle sechs Prüfungsfächer.

Für die Vorbereitung der schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie für die Bearbeitung der häuslichen Prüfungsarbeit werden die Nachwuchskräfte freigestellt. In diesen Zeiten finden also keine praktischen Mitarbeiten statt.

Vorbereitungsdienst:

Das erste Ausbildungsjahr besteht ebenso wie bei den Referendaren aus praktischen Mitarbeiten und Hamburg-internen Lehrgängen. Die Lehrgänge decken allgemeines Verwaltungswissen sowie Rechts- und Fachthemen ab. Für die TOIA aller Fachrichtungen wird zusätzlich eine Lehrgangswoche mit Inhalten aus den Bereichen Moderation, Präsentation, Kommunikation und Führung veranstaltet.

Mit jeder Nachwuchskraft werden abschnittsweise individuelle Ausbildungspläne erarbeitet. Während der Ausbildung absolvieren die TOIA etwa acht Stationen praktischer Mitarbeit von jeweils drei bis fünf Wochen Dauer.

Zum Abschluss der Ausbildung wird im Rahmen der Hamburg-internen Prüfungen zunächst eine vierwöchige schriftliche Hausarbeit angefertigt. Die anschließenden schriftlichen Prüfungen werden in drei Prüfungsfächern geschrieben. Die eintägigen mündlichen Prüfungen über alle vier Prüfungsfächer finden zum Abschluss der Ausbildung in Hamburg statt.

Für die Vorbereitung der schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie für die Bearbeitung der häuslichen Prüfungsarbeit werden die Nachwuchskräfte freigestellt. In diesen Zeiten finden also keine praktischen Mitarbeiten statt.

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Aufgabengebiete und mögliche spätere Einsatzmöglichkeiten

Viele Bauingenieure arbeiten in Hamburg beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Der Geschäftsbereich Stadtstraßen plant und baut Projekte an den Hauptverkehrsstraßen sowie die Lichtsignalanlagen und die öffentliche Beleuchtung aller hamburgischen Straßen. Auch die Parkleitsysteme werden hier betreut.

Der Geschäftsbereich Bundesfernstraßen plant und baut Autobahnen und Bundesstraßen inklusive der zugehörigen Nebenanlagen wie z. B. Lärmschutz-, Rast- oder Entwässerungsanlagen. Dazu gehören neben Um- und Ausbaumaßnahmen die Grundinstandsetzungen.

Der Geschäftsbereich Konstruktiver Ingenieurbau führt Projekte für den Neu-, Um- und Ausbau von Brücken, Tunneln, Trogbauwerken sowie Stütz- und Lärmschutzwänden einschließlich ihrer statisch-konstruktiven Prüfung durch.

Zu den Kernaufgaben des Geschäftsbereiches Gewässer und Hochwasserschutz gehören das Planen und Entwerfen sowie das Bauen von Gewässern und Hochwasserschutzanlagen. Die Aufsicht über den öffentlichen Hochwasserschutz und die HafenCity, die Deichverteidigung sowie die Unterhaltung von Hochwasserschutzanlagen sind wesentliche Aufgaben.

Der Geschäftsbereich Betriebe ist verantwortlich für den Betrieb und die Erhaltung von maßgeblichen Teilen der Hamburger Verkehrsinfrastruktur. Dazu gehören über 100 km des Hamburger Fernstraßennetzes sowie alle Straßentunnel im Stadtgebiet, 1400 Brücken sowie rund 500 weitere Ingenieurbauwerke.

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer betreibt eine zentrale Vergabestelle für sämtliche Bauaufgaben.            
Außerdem ist das Projekt Busbeschleunigung mit den zugehörigen Baumaßnahmen an Straßen und Haltestellen beim LSBG angesiedelt.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit für Bauingenieure ist das Amt für Verkehr und Straßenwesen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Als Oberste Straßenbaubehörde übt dieses Amt die Fachaufsicht über die Dienststellen der Bezirke und des LSBG aus. Es sorgt für Strukturen und Abläufe einer bedarfsgerechten Unterhaltung und Instandhaltung der Straßen sowie den stadtverträglichen Um- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Zudem stärkt das Amt für Verkehr und Straßenwesen die Einbindung Hamburgs in die nationalen und internationalen Straßen- und Eisenbahnnetze. Das Amt gliedert sich in fünf Abteilungen, die unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten für Bauingenieure bieten.

Die Abteilung Verkehrspolitik gewährleistet die Einbindung Hamburgs in die nationale und internationale Verkehrsebene und stellt eine konstruktive Zusammenarbeit auf Länderebene, insbesondere mit den norddeutschen Küstenländern, in verkehrspolitischen Fragestellungen sicher. Hierunter fallen auch die übergeordneten Verkehrsangelegenheiten, die Verkehrsfinanzierung und der Luftverkehr.

Die Abteilung Verkehrsentwicklung beschäftigt sich mit den grundlegenden Zusammenhängen der Mobilität und Verkehrsentwicklung in unserer Stadt. Auf einer sorgfältig aufbereiteten und verlässlichen Datengrundlage werden mit dem methodischen Handwerkszeug der modernen städtischen Verkehrsentwicklungsplanung die siedlungsstrukturellen und verkehrlichen Wechselwirkungen beobachtet und analysiert. Dazu zählen im Einzelnen die Verkehrs- und Infrastrukturdaten, die Verkehrs- und Infrastrukturentwicklung und die Verkehrsbelange in der Stadtentwicklung.

Aufgabe der Abteilung Verkehrsinfrastruktur ist es, den Erhalt und Ausbau von Straßen und Schienenwegen in Hamburg zu gestalten. Sie beauftragt unterschiedliche Projektrealisierer, stellt fachliche Grundlagen bereit, weist die Finanzmittel zu und überwacht Projekte hinsichtlich Kosten und Terminen. Themen in diesem Bereich sind die Grundlagen des Straßenwesens, die Stadtstraßen sowie die konstruktiven Bauwerke.

Die Abteilung Bundesfernstraßen übernimmt als Auftragsverwaltung des Bundes wesentliche Aufgaben der Obersten Landesstraßenbaubehörde. Sie betreut u. a. die Programme zur Erhaltung sowie zum bedarfsgerechten, umfeld- und umweltverträglichen Aus- und Neubau der Bundesfernstraßen, z. B. den Neubau der A26.

Die Abteilung Mobilität sorgt dafür, dass in Hamburg auf der bereits vorhandenen Verkehrsinfrastruktur eine sichere und leistungsfähige Verkehrsabwicklung aller Verkehrsteilnehmer möglich ist. Sie gewährleistet, dass alle Bereiche der Stadt durch einen hochwertigen und leistungsfähigen öffentlichen Verkehr mit Bus und Bahn erschlossen sind und dass allen Bewohnern und Besuchern dieser Stadt ein einfacher Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht wird. Daneben wird in der Abteilung Mobilität die technische Sicherheit von Bahnen überwacht.

Das Amt für Bauordnung und Hochbau (ABH) der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat vier Abteilungen mit ca. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – viele davon Bauingenieure.

Das Amt nimmt als Oberste Bauaufsicht ministerielle Aufgaben im Bereich des Bauordnungsrechts wahr. Zudem obliegt ihm die zentrale Steuerung der Hamburger Bauaufsicht.

Für den Hochbau ist ABH die ministerielle Instanz für den Landesbau. Außerdem ist das Amt zuständig für die Planung und Durchführung staatlicher Hochbaumaßnahmen der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) und des Bundes im Bereich der FHH.

Die Abteilung Bautechnik, Baustatik und Gebäudetechnik gliedert sich in drei Bereiche. Im Referat für Bautechnik werden Zustimmungen im Einzelfall für innovative Bauprodukte und Bauarten bei Baumaßnahmen nach der HBauO erteilt, für deren Anwendung Normen noch nicht existieren oder die von diesen abweichen. Ebenso wird hier die Marktüberwachung von harmonisierten Bauprodukten durchgeführt.
In der Prüfstelle für Baustatik wird im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens die Prüfung der Standsicherheit veranlasst, im Wesentlichen durch Einschaltung der Prüfingenieure. Die Beurteilung von Fragen zur Standsicherheit sowie zum Brand-, Schall- und Wärmeschutz bei Gebäuden sowie die Erteilung von Typengenehmigungen für besondere Bauten (z. B. Windkraftanlagen) und die Anerkennung von Prüfingenieuren und Prüfsachverständigen sind weitere Aufgabenfelder in diesem Bereich.  
Zudem umfasst die Abteilung auch die Prüfstelle für Gebäudetechnik, deren Aufgabe es ist, im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren die sicherheitsrelevanten technischen Anlagen zu beurteilen und die Sicherheits- und Umweltbelange auf Baustellen zu überprüfen (z. B. Arbeits-, Umwelt- oder Lärmschutz).

Die Bundesbauabteilung nimmt sämtliche Bauaufgaben für die auf Hamburger Gebiet liegenden Bundesliegenschaften wahr. Dazu zählen z. B. das Bundeswehrkrankenhaus, die Führungsakademie der Bundeswehr und die Helmut-Schmidt-Universität, sowie die Liegenschaften des Zolls, der Bundesforschungsanstalten, der Bundesämter und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Der Bundesbauabteilung obliegen die Planung und Durchführung von Neu-, Um- und Erweiterungsbauten, die Bauunterhaltung, die baufachliche Beratung der Hamburger Bundesdienststellen sowie die Betriebsüberwachung der zivilen Bundeseinrichtungen.

  • Weitere Informationen und aktuelle Projekte der Bundesbauabteilung finden Sie im Internet.

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist in sieben Bezirke (Altona, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Mitte, Nord und Wandsbek) mit insgesamt 104 Stadtteilen untergliedert. In jedem Bezirk gibt es ein Bezirksamt, in welchem die ortsnahen Verwaltungsaufgaben erledigt werden.

Die Stadteile sind innerhalb eines Bezirkes auf Mitarbeitergruppen aufgeteilt, sodass hier eine nahe Zusammenarbeit zwischen Einwohner und Bezirksamt gewährleistet werden kann. Bauingenieure arbeiten in folgenden Fachämtern der Bezirke:

Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes ist für die Unterhaltung, die Planung und den Neubau von Straßen, öffentlichen Gewässern, Grünanlagen und Wäldern zuständig. Es vereint die Aufgabenbereiche Straßenbau/Tiefbau, Gartenbau und Forsten in sich. Das Fachamt ist für die Erschließung der Grundstücke sowie die Grundinstandsetzungs- und Unterhaltungsmaßnahmen im gesamten öffentlichen Straßennetz der Bezirke verantwortlich.

Darüber hinaus ist das Fachamt zuständig für die Wasserwirtschaft und den Wasserbau an Bezirksgewässern. Dies beinhaltet die Unterhaltung und den Um- und Ausbau von öffentlichen Gewässern sowie die Renaturierung.

Das Fachamt Bauprüfung erfüllt die Aufgaben der Bauaufsicht für private Grundstücke im bauordnungsrechtlichen Sinne, wobei zunächst eine Beratung über die Möglichkeit für die Errichtung, Änderung oder Nutzung von baulichen Anlagen im Vordergrund steht. Nach erfolgter Beratung werden die eingereichten Bau-/Nutzungsanträge geprüft und die baurechtlichen Anforderungen verbindlich festgesetzt. Zudem überwacht das Fachamt die Baustellen und überprüft, ob dort entsprechend der erteilten Genehmigungen gebaut wird. Darüber hinaus werden hier u. a. die Werbe- und Nutzungsanträge nach der Hamburgischen Bauordnung bearbeitet, Hausnummern vergeben und Abgeschlossenheitsbescheinigungen nach dem Wohnungseigentumsgesetz erteilt.

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Kontakt

Uwe Paul-Austen

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen


Amt für Bauordnung und Hochbau
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg

Tel. E-Mail-Adresse

Kontakt

Melanie Schirmer

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen


Ausbildung für den technischen Verwaltungsdienst / Z332
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg

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