Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Laufbahnzweig Landschaftsarchitektur / Landschaftsplanung / Landespflege

Das Landespflege-Referendariat ist der Vorbereitungsdienst für den höheren Verwaltungsdienst im Bereich Naturschutz, Landschaftspflege, Grünplanung.

Landschaftsarchitektur / Landschaftsplanung / Landespflege

Nach zwei Jahren beenden die Referendarinnen und Referendare ihre Ausbildung mit der Großen Staatsprüfung und erwerben damit den Titel der Assessorin bzw. des Assessors der Landespflege.
Wer facettenreiche Aufgabenfelder kennen lernen,
sein berufliches Profil schärfen und in der Zukunft Führungsaufgaben wahrnehmen möchte, dem bietet das Referendariat eine bundesweit anerkannte Zusatzqualifikation für eine berufliche Zukunft in Verwaltung und Wirtschaft.

Hamburg bietet als Stadtstaat die Möglichkeit querschnittsorientiert mit anderen Fachdisziplinen zusammenzuarbeiten und aktiv am Stadtentwicklungsprozess mitzuwirken.

Kapitelübersicht

Aufgabengebiete

Prüfungsrelevante Inhalte/ Prüfungsfächer:

  • Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen
  • Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit
  • Naturschutz und Landschaftspflege
  • Raumordnung, Landesplanung und Städtebau
  • Freiraumplanung und Grünordnung
  • Angrenzende Fachgebiete (u. a. Wasserwirtschaft, Forstwirtschaft, Immissionsschutz, Verkehr etc.)

Ausbildungsinhalte:

  • Kennenlernen der relevanten Aufgaben, Organisation, Instrumente und Rechtsgrundlagen
  • Praktische, fachspezifische Ausbildung im Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftspflege
  • Grundzüge der Verwaltungspraxis, selbstständige Mitarbeit und Anwendung der einschlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtlinien
  • vertiefende Anwendung des technischen, planerischen und naturwissenschaftlichen Wissens in den einzelnen Aufgabenfeldern sowie der in den Lehrgängen vermittelten Kenntnisse 
Kapitelübersicht

Einstellungsvoraussetzung

Voraussetzung ist ein mit der Diplomprüfung abgeschlossenes wissenschaftliches Studium der Landespflege / Naturschutz / Landschaftsplanung / Landschaftsarchitektur mit einer vorgeschriebenen Mindeststudienzeit von acht Fachsemestern (ohne Zeiten für Praxis-, Prüfungssemester und Diplomarbeit) - oder einer vergleichbaren Kombination von Studiengängen - an einer Technischen Hochschule, Universität oder einer Gesamthochschule mit gleichwertigem wissenschaftlichem Studienangebot. Die Voraussetzung wird auch durch einen konsekutiven Masterabschluss an einer Technischen Hochschule, Universität oder einer Gesamthochschule mit einer Gesamtstudienzeit von zehn Fachsemestern (einschließlich Praxis-, Prüfungssemester und Abschlussarbeit) erfüllt. Entsprechendes gilt für einen akkreditierten Masterstudiengang an einer Hochschule.

In Bezug auf das technische Referendariat sind die wissenschaftlichen Grundlagen und deren methodische Anwendung in folgenden Teilbereichen der Landespflege nachzuweisen:

  • Naturschutz
  • Landschaftspflege
  • Grünordnung
  • Landschaftsökologie

Daneben sind planerische Fähigkeiten auf dem Gebiet der Garten- und Landschaftsarchitektur sowie der Landschafts-, Grünordnungs- und Objektplanung nachzuweisen. Als Grundlage für die Planungen und die Ausführung landespflegerischer Belange und als Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit benachbarten Fachbereichen ist grundlegendes Fachwissen und dessen methodische Anwendung mindestens in folgenden Fächern nachzuweisen:

  • Rechtsgrundlagen des Naturschutzes und der Landschaftspflege
  • Landschafts- und Grünflächenbau
  • Ingenieurbiologie
  • Geschichte des Naturschutzes und der Landschaftspflege
  • Informationstechnik / grafische Datenverarbeitung
  • Freizeit und Erholung

Neben dem grundlegenden Fachwissen wird der Nachweis verlangt, dass das Studium durch Kenntnisse in den Grundzügen folgender Fächer bzw. Fächergruppen – und zwar wahlweise mindestens in drei – abgerundet worden ist:

  • Raumordnung, Landes- und Regionalplanung
  • Städtebau und Siedlungswesen
  • Bauplanungs- und Bauordnungsrecht,
  • Verkehrsplanung / Verkehrsanlagen
  • Wasserwirtschaft und Wasserbau
  • Bergbau, Bodenabbau, Abgrabungen
  • Waldbau / Forstplanung
  • Landwirtschaft / Agrarplanung
  • Umweltschutz, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft
  • Leitungsaufgaben / Führungstechnik / Management

Berufserfahrung ist von Vorteil, aber keine Einstellungsvoraussetzung.

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Ausbildungsabläufe und Prüfungen

Die Referendarinnen und Referendare durchlaufen die unterschiedlichen Ebenen der Naturschutzverwaltung sowie den angrenzenden Fachverwaltungen. In den längeren Praxisabschnitten werden neben umfangreicher Informationen und Teilnahme an Terminen und Veranstaltungen, fachspezifische Aufgaben eigenständig bearbeitet. Die Praxisabschnitte werden ergänzt um Fachexkursionen, Lehrgänge, Seminare und Arbeitsgemeinschaften. Die Prüfungsleistung umfasst eine 6-wöchige Hausarbeit, 4 schriftliche Prüfungen und eine mündliche Prüfung in sechs Fächern an zwei Prüfungstagen.

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Einsatzmöglichkeiten

Behörde für Umwelt und Energie:
Amt für Naturschutz, Grünplanung und Energie

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen:
Landschaftsplanung in den Projektgruppen

Bezirksämter der Stadt Hamburg:
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt