Bauprojekte Alle Grundstücke für Baugemeinschaften in Mitte Altona vergeben

Die Kommission für Bodenordnung hat über die letzten Baugrundstücke für Baugemeinschaften in Mitte Altona entschieden.

Alle Grundstücke für Baugemeinschaften in Mitte Altona vergeben

Die Kommission für Bodenordnung hat am vergangenen Donnerstag über die letzten Anhandgaben von Baugrundstücken an Baugemeinschaften im ersten Entwicklungsabschnitt der Mitte Altona entschieden. Damit sind alle Grundstücke für Baugemeinschaften in dem Areal vergeben. Ausgewählt wurden Baugemeinschaften, die insbesondere den inklusiven Ansatz des Stadtteils mit verschiedenen Konzepten fördern und unterstützen.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „In der Mitte Altona entsteht auf dem alten Bahngelände Schritt für Schritt ein faszinierender neuer Stadtteil, der in wenigen Jahren Altona-Nord, Ottensen und Bahrenfeld verbinden wird. Wir haben in der Mitte Altona auch dank der regen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger das Thema Inklusion in den Vordergrund gerückt und schließlich im städtebaulichen Vertrag mit den Eigentümern verankert. Es freut mich sehr, dass die Baugemeinschaften in der Mitte Altona die Idee eines inklusiven und integrativen Stadtteils mit Leben füllen und durch viele spannende Projekte dafür sorgen, dass hier ein Ort für wirklich alle Hamburgerinnen und Hamburger entsteht.“

Im ersten Entwicklungsabschnitt von Mitte Altona werden insgesamt rund 1.600 Wohnungen entstehen. 20 % der Fläche sind dabei für Baugemeinschaften vorgesehen. Ein Großteil dieser Flächen wurde von der Stadt angekauft und federführend durch die städtische Agentur für Baugemeinschaften nach einem bewährten Verfahren an Baugemeinschaften vergeben.

Nun wurden auch für die letzten noch nicht vergebenen Grundstücke im südlich des zukünftigen Quartiersparks liegenden Baublock Ib.03 die Baugemeinschaften ausgewählt, die sich im Sommer 2015 auf die Ausschreibung der FHH beworben hatten. Vier Baugemeinschaften werden in diesem Baublock ihr Projekt realisieren und können ihre Ideen und individuellen Ansätze des gemeinschaftlichen und autofreien Wohnens umsetzen:

  • Die familienorientierte Baugemeinschaft „Gleis 4a“ wird rund 25 Eigentums¬wohnungen errichten und einen Gewerbebetrieb der alsterarbeit gGmbH in ihrem Gebäude integrieren, in dem mehrere Menschen mit Behinderung beschäftigt werden. Im Verfahren bis zur Realisierung wird die Gruppe durch den Baubetreuer Johann Daniel Lawaetz-Stiftung begleitet.
  • Die Baugemeinschaft „Mit Mekan gemeinsam älter werden“ errichtet mit der Wohnungsbaugenossenschaft Kaifu Nordland eG ca. 47 öffentlich geförderte Mietwohnungen für ältere Menschen mit und ohne Migrationshintergrund (die Gruppe Mekan besteht aus türkischstämmigen Mitgliedern), die gemeinsam leben und sich gegenseitig unterstützen wollen. Der kultursensible Pflegedienst Dogan GmbH mit mehrsprachigem Personal soll zudem im Erdgeschoss ein Büro eröffnen. Betreut wird das Projekt durch die Stattbau Hamburg Stadtentwicklungsgesellschaft mbH.
  • Mit der Baugemeinschaft „BliSS/ MadSeT“ werden blinde, sehbeeinträchtigte und sehende Menschen (Gruppe BliSS) gemeinsam mit Familien, Paaren und Alleinstehenden (Gruppe MadSeT: dies steht für ‚Mehr als die Summe einzelner Teile‘) in Kooperation mit der Altonaer Spar- und Bauverein eG ein inklusives Projekt mit rund 56 öffentlich geförderten Mietwohnungen realisieren.
  • Die in der Altersstruktur durchmischte Baugemeinschaft „Stadtdorf/AltoJa“ wird mit der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG rund 40 öffentlich geförderte Mietwohnungen realisieren und zwei bis drei Wohnungen für Menschen bereitstellen, die psychische, geistige oder körperliche Einschränkungen aufweisen und von Insel e.V. betreut werden. Weitere zwei Wohnungen beabsichtigt die Baugemeinschaft für Flüchtlinge bereitzustellen. Im Erdgeschoss des Projektes wird der Maimouna e.V. eine inklusive Kindertagesstätte betreiben. Auch dieses Projekt wird durch die Stattbau Hamburg Stadtentwicklungsgesellschaft mbH betreut.

Durch die ausgewählten Baugemeinschaften im Baublock Ib.03 und deren vielseitigen Konzepte mit Gemeinschaftsräumen wird Inklusion in dem neuen Stadtteil gelebt werden. Mit der nun erteilten Anhandgabe durch die Kommission für Bodenordnung beginnt für die Baugemeinschaften die konkrete Planungsphase. Als erster Schritt wird ein hochbauliches Workshopverfahren von den zukünftigen Bauherren umgesetzt. Im Jahr 2017 soll dann mit dem Bau begonnen werden.

Mit der Planung bereits vorangeschritten sind die weiteren Baugemeinschaften, die im vergangenen Jahr den Zuschlag für Grundstücke in der Mitte Altona erhielten. Im Block Ia.02 am nördlichen Rand des Quartiers werden die Baugemeinschaften „Zugvögel“ und „Villekulla“ Eigentumswohnungen errichten, während die Gruppe „möwe.altonah“ öffentlich geförderte Mietwohnungen als Kleingenossenschaft und die Gruppe „Flickwerk“ öffentlich geförderte Mietwohnungen in Kooperation mit der Altonaer Spar- und Bauverein eG und der Bauverein der Elbgemeinden eG plant. Auch in diesen Projekten sollen Wohnungen für besondere Zielgruppen (wie z. B. Menschen mit körperlichen Einschränkungen) bereitgestellt und Gemeinschaftsräume errichtet werden. Darüber hinaus setzt die Baugemeinschaft „Zusammen in Altona“ ihr Projekt in Kooperation mit einem privaten Bauherrn um.

Somit sind im ersten Entwicklungsabschnitt von Mitte Altona insgesamt neun Baugemeinschaftsgruppen tätig, die das Quartier maßgeblich mitprägen werden.

Rückfragen der Medien:

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Magnus-Sebastian Kutz,

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