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Notwendige Neubauaktivitäten in Hamburg Wohnungsknappheit und steigende Mieten

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Immer mehr Menschen wollen in Hamburg wohnen, doch freier Wohnraum ist knapp.

Neubaugebiet in Ohlsdorf Wohnen mit Kindern in Stadtnähe: Neubaugebiet in Ohlsdorf

Wohnungsbau Hamburg Hintergrund

Nachholbedarf beim Wohnungsneubau

Zum 31.12.2021 gibt es in Hamburg rund 963.000 Wohnungen in Ein- und Zweifamilien- sowie in Mehrfamilienhäusern. Hiervon sind mit 684.000 Wohnungen rund 71% vermietet, womit Hamburg eine ausgesprochene Mieterstadt ist. Rund 136.500 Wohnungen sind im Besitz des städtischen Unternehmens SAGA und weitere rund 135.000 Wohnungen gehören Wohnungsbaugenossenschaften.

Auch 963.000 Wohnungen sind nicht genug. In Hamburg sind in den 2.000er-Jahren zu wenige Wohnungen entstanden. Zwischen den Jahren 2002 und 2010 wurden im Durchschnitt nur rund 3.700 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt. Gleichzeitig kamen mehr Menschen in die Stadt. Die Stadt wuchs, nur Wohnungen für all die neuen Hamburgerinnen und Hamburger sind nicht ausreichend entstanden. Seit 2011 wurden jedes Jahr Baugenehmigungen für mehr als 6.000 Wohnungen erteilt, und seit 2013 werden jedes Jahr mehr als 6.000 neue Wohnungen fertiggestellt.  Im Jahr 2017 wurden 13.411 Wohnungen genehmigt – ein Rekordwert. Über 11.000 Wohnungen wurden im Jahr 2020 fertiggestellt.

Grafik Wohnungsbau in Hamburg Wohnungsbau in Hamburg 2011-2021

Die Nachfrage steigt

In den kommenden Jahren werden weiterhin mehr Wohnungen gebraucht. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zuzug aus anderen Regionen Deutschlands und Europas, die zunehmende Zahl von Single-Haushalten, der Wunsch nach größeren Wohnungen v.a. in innenstadtnahen Vierteln. Die Folge: Die Mieten sind insbesondere in innerstädtischen Stadtteilen hoch. Benachteiligt sind dadurch vor allem Menschen mit geringen und mittleren Einkommen, die auf preisgünstigen Wohnraum angewiesen sind. Dazu zählen gerade junge Leute wie Auszubildende, Studenten, Berufsanfänger oder junge Familien. In den nachgefragten innerstädtischen Stadtteilen machen die stark gestiegenen Marktmieten inzwischen sogar Normalverdienern zu schaffen.

Steigende Mieten

Die Mieten 2021 betrugen im freifinanzierten, ungebundenen Wohnungsbestand zum Erhebungstag (1. April 2021) durchschnittlich 9,29 Euro/m². Im Vergleich zum Mietenspiegel 2019, sind sie um 0,63 Euro/m² bzw. 7,3 % höher.

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