Behörde für Umwelt und Energie

Querdenken erwünscht! Hamburg startet Mobilitätslabor

Studierende von TUHH und HCU arbeiten an Verkehrskonzept für 2030

Wie sieht die Mobilität von morgen aus? Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Wie wollen wir uns in Zukunft bewegen? Studierende aus verschiedenen Disziplinen haben im Rahmen des sogenannten Mobilitätslabors die Möglichkeit, Antworten auf diese Fragen zu finden. Mit der heutigen Auftaktveranstaltung an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) fällt der Startschuss. Auf einem interaktiven Mobilitätsparcours können die Teilnehmenden über die Hebel einer nachhaltigen Mobilitätswende diskutieren.

Hamburg startet Mobilitätslabor

Mehr als 100 Studierende der TUHH und der HCU Hamburg diskutieren heute auf der Auftaktveranstaltung des Mobilitätslabors an der TUHH über ihre Visionen einer nachhaltigen städtischen Mobilität. Den Auftakt macht eine offene Gesprächsrunde mit Mobilitätsfachleuten aus Verwaltung und Praxis. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, im Rahmen eines interaktiven Mobilitätsparcours, wesentliche Herausforderungen aktueller Mobilitätsfragen herauszuarbeiten sowie mögliche Zukunftsszenarien zu entwickeln. 
Staatsrat Michael Pollmann informiert sich über die ersten Ergebnisse und erklärt:
„Mobilität ist ein Thema, das alle Hamburgerinnen und Hamburger bewegt. Wir wissen, dass es schon aus Umwelt- und Klimagründen eine umfassende Neuorientierung in der Mobilität braucht. Dabei ist wichtig, dass auch die junge Generation mit ihren Wünschen für die Zukunft der Stadt gehört wird und Vorschläge macht. Im Rahmen des Mobilitätslabors wollen wir die Chance nutzen und einen Einblick in die unterschiedlichen Perspektiven junger Menschen zum Themenfeld Verkehr erhalten. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse!“

Unter der Federführung der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und in Zusammenarbeit mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) vertreten durch das Institut für Verkehrsplanung, der Hafencity Universität  Hamburg (HCU), vertreten durch das Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung und das CityScienceLab, sowie der Hamburger Hochbahn AG wurde ein Mobilitätslabor entwickelt, das heute startet. Junge Hamburgerinnen und Hamburger können sich hier aktiv zu Themen der Verkehrswende einbringen. Zielgruppe sind  zunächst Studierende aller Disziplinen. Eine mögliche Erweiterung auf Auszubildende sowie junge Familien ist angestrebt. Die Umsetzung des  Mobilitätslabors wird in die Lehrpläne interessierter Universitäten und Hochschulen in Hamburg eingebunden. Der modulare Aufbau sieht auch die Durchführung von sogenannten Design Thinking Laboren und regelmäßigen Veranstaltungen vor. Hier haben die Teilnehmenden auch Gelegenheit, sich mit relevanten Akteuren aus dem Mobilitätsektor sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen auszutauschen. Die Ergebnisse des Mobilitätslabors sollen in die Verkehrsentwicklungsplanung (VEP) einfließen sowie weitere Impulse für den ITS-Weltkongresses in 2021 bringen.

Der Auftrag zur Umsetzung eines Mobilitätslabors geht auf den Beschluss der Drucksache zur „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg“, in 2017 zurück. Das Mobilitätslabor ist eines der konkreten Projekte vor Ort, die einen Beitrag zum Bewusstseinswandel sowie die aktive Einbindung der Zivilgesellschaft ermöglichen.

Hintergrund:

Sustainable Development Goals für Hamburg
2015 haben die Vereinten Nationen mit der „Agenda 2030“ ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Botschaft: Nachhaltige Entwicklung geht alle etwas an! Verantwortung für Themenfelder wie Klimaschutz und Gerechtigkeit tragen insbesondere die Industrieländer. Städten kommt hier eine besondere Rolle zu, da sie sowohl Verursacher von Problemen sind als auch der Ort, an dem Lösungen erprobt und umgesetzt werden.

Am 4. Juli 2017 hat der Senat mit der Drucksache "Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg" (21/9700) den Fahrplan für die nächsten Jahre beschlossen. Neben einer Bestandsaufnahme - wo passt die Senatspolitik bereits mit den Zielsetzungen der Agenda 2030 überein - werden die Themen benannt, an denen in den nächsten Jahren konkret weitergearbeitet werden soll. Diese umfassen Projekten vor Ort in den Bereiche Umweltschutz und Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Bildung und Wissenschaft.

Hamburg setzte mit der Drucksache ein Zeichen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Gerechtigkeit und globale Solidarität. Weitere Infos: www.hamburg.de/agenda2030

 

Rückfragen der Medien
Pressestelle Behörde für Umwelt und Energie
Telefon: 040-42840-8006
E-Mail: jan.dube@bue.hamburg.de