Behörde für Umwelt und Energie

Bündnis für Artenschutz Städte gegen Artenschwund – Hamburg dabei

Senat beschließt Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“

Noch ein Schritt gegen den Artenschwund: Hamburg tritt als größter Partner und 160. Mitglied dem Bündnis der "Kommunen für biologische Vielfalt" bei. Das hat der Senat heute beschlossen. Das Bündnis ist auch eine Antwort auf den Artenschwund in den ländlichen Räumen und die zunehmend  wichtige Rolle der Städte für den Erhalt von Arten und Lebensräumen.

Städte gegen Artenschwund – Hamburg dabei

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie: „Auf dem Land haben Monokulturen und Ackergifte für einen dramatischen Artenschwund gesorgt, zum Beispiel bei Vögeln und Insekten. Die Städte werden als Räume der Artenvielfalt immer wichtiger. Hamburg hat hier vorgelegt und vergangene Woche den Biotopverbund beschlossen. Dieser soll Lebensräume – zum Beispiel für Biber, Otter, Eisvögel oder Frösche – miteinander vernetzen und vor Bebauung sichern. Jetzt tritt Hamburg als größter Partner dem Bündnis ,Kommunen für biologische Vielfalt‘ bei und setzt damit  ein weiteres Zeichen. Eine reiche Artenvielfalt in den Parks und Naturschutzgebieten unserer Stadt ist ein Gradmesser dafür, dass es unserer Stadt und dem Grün gut geht. Deshalb unterstütz das Bündnis auch unser Naturschutzgroßprojekt ‚Natürlich Hamburg‘ mit dem neue Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden.“

Jörg Sibbel, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses und Bürgermeister der Stadt Eckernförde, freut sich über den Beitritt der Hansestadt: „Vielfältige Naturräume sind ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Deren Erhalt und Förderung ist daher ein wichtiges Ziel der Städte und Gemeinden. Der Beitritt der Metropole Hamburg stärkt unser Bündnis, um gemeinsam die biologische Vielfalt in Kommunen zu schützen.“

Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ setzt sich seit 2012 für die Erhaltung und die Schaffung von Naturräumen im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen ein. Mit dem Beitritt erklärt sich die Hansestadt als  160. Kommune bereit, Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen und setzt damit zusätzliche Impulse für das Naturschutzgroßprojekt „Natürlich Hamburg“. Mehr Artenreichtum auf einer Flächenkulisse von 6200 ha verbessert die Lebensbedingungen für Flora und Fauna und für die Bürgerinnen und Bürger. Gerade vergangene Woche hatte der Senat – vor allem als  Maßnahme für die Artenvielfalt – den Biotopverbund beschlossen und damit die planerische Sicherung von rund 23 Prozent der Landesfläche.

Auf der Internetseite des Bündnisses finden sich zahlreiche Praxisbeispiele, wie Kommunen die biologische Vielfalt fördern können: www.kommbio.de. Um die Kommunen bei der Pflege der innerstädtischen Grünräume zu unterstützen, vergibt das Bündnis das Label „Stadtgrün naturnah“: www.stadtgruen-naturnah.de.

Rückfragen der Medien
Pressestelle der Behörde für Umwelt und Energie
Telefon: 040/42840-8006
E-Mail: jan.dube@bue.hamburg.de