Behörde für Umwelt und Energie

Futur2Festival am 25. Mai Feiern geht auch klimafreundlich

Kleine Schritte bringen viel für Umwelt und Klima

30 Gramm Müll pro Besucher, 74 kWh aus Solarenergie, 4 kWh Ökostrom aus Muskelkraft: Das Futur2Festival im Mai 2018 hatte mit rund 5.000 Besuchern nur eine Ökobilanz wie eine größere private Grillparty. Möglich war dies durch ein innovatives Festivalkonzept, das Energieautarkie und Nachhaltigkeit ins Zentrum stellte.
Das Festival war – unterstützt von Umweltbehörde und Bezirk Mitte – ein gelungener Testballon und findet am 25. Mai erneut statt. Nutzerfreundliche Checklisten für Veranstalter und Gastronomen sollen Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei Events noch mehr verankern. 

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Feiern geht auch klimafreundlich

Umweltsenator Jens Kerstan: „Mit dem Festival im Elbpark Entenwerder haben wir bewiesen, dass Feiern, Spaß, gute Musik und Klimaschutz zusammenpassen. Als Behörden haben wir den Pioniergeist der Veranstalter gern unterstützt, am Ende standen beeindruckende Zahlen. Ein gelungenes  Pilotprojekt ist großartig, aber wir wollen natürlich noch mehr: Deshalb steht fest, dass es eine Neuauflage des Festivals gibt. Außerdem wollen wir die Ergebnisse auch für andere Veranstalter und Events nutzbar machen und Organisatoren und Verwaltung aktiv darauf hinweisen, wie sich ohne großen Mehraufwand nachhaltige Events auf die Beine stellen lassen.“

Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg Mitte: „Ein wichtiges Anliegen bei der Vorbereitung des Festivals war die Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner. Hier hat sich der Veranstalter vorbildlich verhalten und somit für eine hohe Akzeptanz vor Ort in Rothenburgsort gesorgt. Diese umfassende Art der Beteiligung und die Ideen im Hinblick auf Nachhaltigkeit sind beispielgebend für andere Veranstalter! Ich freue mich schon sehr auf das Future2 Festival, denn sein Konzept ist zukunftsweisend und die Ausrichtung in Rothenburgsort ist eine Bereicherung für den gesamten Bezirk!“

Björn Hansen, Organisator Futur2Festival, erklärt: „Wir sind begeistert vom Zuspruch für unsere Idee eines energieautarken und nachhaltigen Festivals. Wir wollten nicht nur den Status-Quo der Festivals ,verbessern‘. Unsere Vision war es, ein Festival unter der Vorgabe begrenzt zur Verfügung stehender Ressourcen zu realisieren. Dank der großartigen Zusammenarbeit mit den Behörden freuen wir uns, auch 2019 wieder die Möglichkeit zu haben, neue innovative Konzepte und zukunftsfähige Lösungen zu testen und umzusetzen. In diesem Jahr heißt das Ziel: noch weniger Müll, noch weniger CO2-Ausstoß und mindestens genauso viel Spaß.“

Das Futur2Festival findet am 25.05.2019 im Elbpark Entenwerder statt. Dank der Unterstützung der Stadt Hamburg und weiterer PartnerInnen ist das Festival eintrittsfrei. Auf zwei Bühnen - eine betrieben durch Solarenergie, eine durch die Muskelkraft der Besucher – wird gut ein Dutzend Künstler auftreten. Auch der Rest des Geländes wird komplett über Solarenergie und entsprechende Batteriespeicher versorgt. Das Bühnenprogramm startet um 12:00h. Nach 22.00 Uhr wird – mit Rücksicht auf die Anwohner – die Bühnenbeschallung abgeschaltet und die Veranstaltung über Kopfhörer fortgesetzt „bis die geladenen Batterien leergespielt sind“. Das Festival setzt nicht nur im Bereich Stromversorgung auf Nachhaltigkeit. Auch Müllvermeidung, Logistik und Gastronomie sind umweltfreundlich gestaltet. Alle Bars und Gastronomen werden dazu angehalten Mehrwegflaschen und -Geschirr zu verwenden und keinerlei Material auszugeben, das später im Müll landet. Es wird 2.000 Fahrradparkplätze, aber keine Parkplätze für Autos geben.

Hamburg setzt bereits jetzt viele Impulse für klimafreundliche, umweltgerechte und nachhaltige Veranstaltungen. Die altonale, Hamburgs größtes  Stadtteilfest,  bietet mit Unterstützung durch die Umweltbehörde unter dem Label „altonale goes green“ beispielsweise eine kostenlose Fahrradgarderobe, eine mit Solarzellen energieautarke Eventfläche mit zukunftsfähigen Lebensstilen und die sogenannten Streetgames, um über Sport und Spiel Kinder und Jugendliche anzusprechen und zu integrieren. Nutzerfreundliche Checklisten und Handreichzungen für Veranstalter und Gastronomen sollen Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei Events künftig noch mehr verankern.

Auf dem Hamburger DOM fährt man ausschließlich mit Ökostrom. Außerdem kann man seine Heißgetränke mit reCup genießen, einem hamburgweiten Pfandsystem für Mehrwegbecher und so den Verpackungsmüll reduzieren; der übrige Müll wird nach zentraler Trennung weiterverarbeitet.

Das Internetportal moinzukunft.hamburg informiert über Klimaschutz im Alltag, die Förderung  des Futur2Festivals ist ein Teil der #Moinzukunft-Aktionen rund um die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung.

Mehr Infos unter:
www.futur2festival.de,
www.hamburg.de/umwelt/klima/

www.moinzukunft.hamburg/futur-2-festival/

Der Film zum Festival steht unter www.youtube.com/watch?v=NWRXyPFIrN0

Fotos mit Beispielen stehen zur honorarfreien redaktionellen Verwendung unten im Download

Rückfragen der Medien
Pressestelle Behörde für Umwelt und Energie
Telefon: 040-42840-8006
E-Mail: jan.dube@bue.hamburg.de

 

Pressestelle Futur2Festival
Telefon: 0173-973 84 82
E-Mail: presse@futur2festival.de

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