Bezirk Hamburg-Nord

Kunstprojekt Monopteros im Eppendorfer Hayns Park

Bezirksamt lädt Stadtteil zur Kunstprojekt-Eröffnung am 7. April ein

Lange sah er aus wie mit überdimensional breitem Klebeband umwickelt. Seine Verpackung sollte den frisch sanierten Monopteros im Eppendorfer Hayns Park vor Graffitis schützen. Jetzt hat das Baudenkmal seine Ummantelung verloren, und sofort wird er wieder mit Farbe versehen – diesmal allerdings in voller Absicht im Auftrag der Bezirksversammlung Hamburg-Nord. Diese hatte im November 2017 beschlossen, mit der Gestaltung des Monopteros Kunst im Hayns Park zu ermöglichen.

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Monopteros im Eppendorfer Hayns Park

Die Überlegung: In der Vergangenheit war der Monopteros immer wieder Graffiti-Vandalismus ausgesetzt. Ein Konzept, das dem schon woanders erfolgreich entgegen gewirkt hat, ist die künstlerische Gestaltung von Fassadenflächen. In Gesprächen mit Menschen aus dem Stadt­teil entstand die Idee, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten den Monopteros periodisch von wechselnden Künstlerinnen und Künstlern gestalten zu lassen.

Als Kooperationspartnerin konnte die Galerie Affenfaust gewonnen werden. Sie soll den Ent­stehungsprozess von der Auswahl der Künstler bis zur Fertigstellung begleiten. Am Sonntag, 7. April nun laden das Bezirksamt Hamburg-Nord, die Behörde für Kultur und Medien sowie die Behörde für Umwelt und Energie von 11 Uhr an alle Kunstinteressierten sowie alle Eppen­dorferinnen und Eppendorfer in den Hayns Park ein, im Rahmen eines Stadtteilfestes die Fertigstellung des Monopteros zu feiern.

Ralf Staack, Bezirksamtsleitung Hamburg-Nord: „Ich freue mich sehr für Eppendorf, dass eines seiner Wahrzeichen nun wieder frei zugänglich ist und es gemeinsam mit dem Stadt­teil und der Bezirksversammlung gelungen ist, ‚Kunst im Hayns Park‘ zu ermöglichen.“

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie: „Solche historischen Parkarchitekturen sind ein kostbares Gut - machen sie doch aus einer profanen Grünanlage eine ganz besonderen, unverwechselbaren Park für Hamburg. Der Pavillon setzt einen baulichen Akzent im Grünen und ist als zentraler oder beiläufiger Blickpunkt von Wert. Ich freue mich sehr über seine Wiederherstellung und seine künstlerische Nutzung.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die abgeschlossene Sanierung des Monopteros im Hayns Park und die jetzt begonnene künstlerische Bespielung sind ein über­zeugendes Beispiel dafür, wie Kunst und Denkmalschutz sich gegenseitig stärken können. Es ist sehr erfreulich, dass es dank Unterstützung des Bezirks und der Behörde für Umwelt und Energie gelungen ist, das kleine, aber bedeutende Denkmal im Hayns Park zu erhalten.“

Der Monopteros wurde im 19. Jahrhundert im Bereich des heutigen Gartendenkmals Hayns Park, damals ein großer Privatgarten, errichtet. In dem tempelartigen halboffenen Säulen-Rundbau pflegte Senator Max Theodor Hayn nach dem Kauf 1873 mit seiner Familie seinen Kaffee einzunehmen. Seit 1931 steht ein Teil der Gartenanlage als neugestalteter Park der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Sein durch ein Sanierungsgutachten als baufällig ausgewiesener Monopteros war seit Sommer 2016 durch einen Bauzaun zur Gefahrenabwehr gesichert. Die mehr als ein Jahr andauernden Sanierungsarbeiten konnten in enger Abstimmung mit dem bei der Behörde für Kultur und Medien angesiedelten Denkmalschutzamt sowie fachlicher Begleitung der Behörde für Umwelt und Energie/Gartendenkmalspflege im März 2019 abgeschlossen werden. Die Sanie­rungskosten in Höhe von 275.000 Euro übernahm die für Parkanlagen zuständige Behörde für Umwelt und Energie. Für die Kunstaktion und die feierliche Eröffnung im Rahmen eines Stadt­teilfestes hat die Bezirksversammlung Hamburg-Nord weitere 20.000 Euro freigemacht.

  

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