Wattenmeer Entwicklungsperspektive für Neuwerk

Wachstum mit Augenmaß und dem Blick auf die Ziele des Nationalparks

Die Insel Neuwerk, 105 Kilometer Luftlinie vom Hamburger Rathaus entfernt und als einzige bewohnte Insel in der südlichen Helgoländer Bucht gelegen, gehört seit 1990 zum Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer und seit 2011 Teil des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Anlässlich der jüngsten Anpassung des Nationalpark-Gesetzes im Februar 2017 hatte die Bürgerschaft den Senat gebeten, zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Nationalparkinsel und ihren Betrieben eine Entwicklungsperspektive aufzuzeigen.

Düneninseln Nigehörn und Scharhörn Düneninseln Nigehörn (li.) und Scharhörn (re.) im Hamburgischen Wattenmeer

Entwicklungsperspektive für Neuwerk

Einen besonderen Schwerpunkt des Entwicklungskonzeptes bildet die bauliche Entwicklung. Für die Bewohnerinnen und Bewohner Neuwerks ist es von besonderer Bedeutung, dass zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann. Die Ziele des Nationalparks bleiben von dem Konzept unberührt. Als europäisches Schutzgebiet des Netzwerks Natura2000 sowie als Teil des Welterbe Wattenmeer bleiben sie von maßgeblicher Bedeutung.

Von Ostern bis Oktober besuchen zahlreiche Touristen die Insel, die sich durch eine seit dem 16. Jahrhundert von Landwirtschaft geprägte Kulturlandschaft, viel Natur, eine außerordentlich bedeutsame biologische Vielfalt und einen großen Erholungswert auszeichnet. Haupteinnahmequelle der Neuwerkerinnen und Neuwerker ist neben der Landwirtschaft der Tourismus. Die Insel hat aus verschiedenen Gründen schwankende, aktuell rückläufige Bevölkerungszahlen. Die Insel ist, anders als auf den niedersächsischen oder schleswig-holsteinischen Inseln, komplett Bestandteil des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer.

Im jetzt vorliegenden ersten Entwurf des vom Bezirksamt Mitte moderierten Entwicklungskonzepts wurden verschiedene Themen der Neuwerker aufgenommen. Hierzu gehören u.a. der Hochwasser- und Küstenschutz, wirtschaftliche Ausfälle (erste Mahd) durch Gänsefraßschäden, das ermöglichen von Wassersportarten wie dem Kitesurfen, ein Spielplatz vor dem Nationalpark-Haus sowie die Erneuerung der Fußgängerbrücke zwischen Nationalpark-Haus und Fußwaschanlage.

Anlässlich eines Besuches der seit einem Jahr in Betrieb befindlichen neuen Vogelschutz-Station auf der Nachbarinsel Scharhörn, traf sich Umweltsenator Jens Kerstan in dieser Woche auch mit dem Neuwerker Inselwart Christian Griebel. Dabei konnte Umweltsenator den Bau eines Spielplatzes sowie die Erneuerung der Brücke zusichern. Die finanziellen Mittel dafür seien bereit gestellt. Auch eine für die Fütterung der Neuwerker Pferde wichtigen Heuballenpresse wurde zugesagt. Insgesamt umfassen die Maßnahmen ein Budget von 450.000 Euro.

 

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