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GreenKayak Von Jägern und Sammlern: Erfolgreiche Müllsuche mit Kajaks

2019 über 3 t Müll aus Hamburgs Gewässern gefischt

Die erste Saison der dänischen Initiative „Green Kayak“ in Hamburg war ein Erfolg. Die Zahlen: 3.166 kg Müll wurde von 1.872 Paddlerinnen und Paddlern in der Saison 2019 aus der Alster, den Kanälen, der Goose-Elbe und der Bille gefischt. Das sind 3,5 kg Müll pro Tour. Sechs Kajaks sind im Einsatz. 2020 wird das kostenlose Umweltschutz-Angebot mit Unterstützung der Umweltbehörde fortgeführt.

GreenKayak GreenKayak

Von Jägern und Sammlern: Erfolgreiche Müllsuche mit Kajaks

Im April 2019 hatte Umweltsenator Jens Kerstan die dänische Initiative vorgestellt. Den ganzen Sommer über konnten die markanten grünen Kajaks bei sechs verschiedenen Paddelverleihen kostenlos ausleihen werden – einzige Bedingung dafür war, während der Paddeltour Müll aus dem Wasser zu fischen. Der Müll wird danach gewogen und dann in eigens von der Stadtreinigung dafür bereitgestellten Tonnen abtransportiert. Insgesamt 936-mal wurden die Boote gebucht, 3.744 Stunden waren sie auf Hamburgs Gewässern unterwegs. Rekordmonat war der Mai, in dem alleine eine Tonne Müll gesammelt wurde.

Jens Kerstan, Umweltsenator: „Uns hat das Konzept von „Green Kayak“ gleich überzeugt, der Verlauf der Saison zeigt, dass es den Hamburgerinnen und Hamburgern nicht anders ging. Als erste Stadt in Deutschland haben wir damit eine neue Möglichkeit geschaffen, Freizeitspaß mit einem wichtigen Anliegen zu verknüpfen und aktiv etwas für Sauberkeit in der Stadt zu tun. Hamburg ist eine Stadt am Wasser – umso wichtiger, dass wir uns alle für die Sauberkeit unserer Gewässer verantwortlich fühlen. Wir werden die Boote auch im Frühjahr 2020 wieder ins Wasser lassen und hoffen, dass noch viele weitere Paddelbegeisterte unsere Flüsse von Müll befreien und damit einen sichtbaren Beitrag leisten, dass Hamburg sauberer wird.“

Oke Carstensen, Mitbegründer von GreenKayak aus Kopenhagen: „Hamburg war der erste Stopp auf unserer Reise zu einer globalen Umweltinitiative und diese Saison hat alle Erwartungen übertroffen. Wir sind beeindruckt und danken den 1.872 Hamburgerinnen und Hamburgern für ihr Engagement für die Umwelt. Gemeinsam haben die Freiwilligen rund 3,2 Tonnen Müll aus den Gewässern gesammelt. Dies ist eine beträchtliche Menge, zumal sich diese Zahl aus zehntausenden Einzelteilen zusammensetzt, welche Stück für Stück aus dem Wasser gefischt wurden. Wir danken ebenfalls unseren lokalen Partnern sowie der Hamburger Umweltbehörde für eine hervorragende Zusammenarbeit, ohne die wir das Gratis-Angebot nicht an die Elbe hätten bringen können. Wir freuen uns auf die kommende Saison und hoffen, dass noch mehr Bürger die GreenKayaks im Jahre 2020 nutzen werden. Es ist eine saubere Sache für Hamburg. Alle sind herzlichen eingeladen einen Unterschied zu machen und sich zu engagieren!"

Nach Kopenhagen und Aarhus war Hamburg 2019 die erste Stadt außerhalb Dänemarks, in der die Green Kayaks auf Mülljagd gegangen sind. Inzwischen liegen die grünen Boote auch in Berlin, Dublin, Stockholm, Bergen, Aalborg, Præstø und Odense. Die Umweltbehörde unterstützt das Projekt in Hamburg für zunächst weitere zwei Jahre.

Bei folgenden Vermietungen können die Kajaks auch 2020 ab dem Start der Paddelsaison wieder ausgeliehen werden: Segelschule Käpt‘n Prüsse, An der Alster 47; Zur Gondel, Kaemmererufer 25; SUP CLUB Hamburg, Isekai 1, Hansa Steg, Schöne Aussicht 20a, Bootshaus Bergedorf, Schillerufer 41, Paddel-Meier, Heinrich-Osterath-Straße 256

Die grünen Zwei-Personen-Boote können ohne Vorerfahrung genutzt werden. An Bord sind neben zwei Schwimmwesten, einem Eimer und zwei Müllgreifern auch eine Gewässerkarte und ein Infoflyer mit Tipps, welche Bereiche nicht befahren werden sollten, um Vögel oder sensible Pflanzen zu schützen. Nach der Tour wird die gesammelte Müllmenge gewogen und registriert.

Unter den Hashtags #greenkayak und #sauberesachefürhamburg sollen in den Sozialen Medien die Paddeltouren geteilt werden.

Bildmaterial zur kostenfreien Nutzung finden Sie unter https://www.skyfish.com/p/fhh/1544433 

 

Rückfragen der Medien:
Pressestelle der Behörde für Umwelt und Energie
Jan Dube
Telefon: 040-42840-8006
E-Mail: jan.dube@bue.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/bue | Twitter: @fhh_umwelt | Instagram: @umweltbehoerde_hamburg

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