Verzicht auf Sperren Strom, Wasser, Gas

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Unternehmen verzichten auf Sperren

Die Leitungs- und Versorgungsunternehmen in Hamburg verzichten derzeit auf die Sperrung von Hausanschlüssen und setzen z.T. laufende Mahnverfahren gegen Kunden im Zahlungsverzug vorübergehend aus. Unzumutbare soziale Härten sollen so vermieden und die Belieferung der Haushalte mit Trinkwasser, Strom, Gas und Wärme soll für alle gewährleistet werden.

© Dieter Schütz www.pixelio.de Energie-Versorger verzichten auf Sperrungen

Strom, Wasser, Gas

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie: „Es ist gut, dass die Leitungs- und Versorgungsunternehmen in diesen Zeiten einen kulanten Umgang zusagen, um unzumutbare Härten für die Bevölkerung zu vermeiden. Gerade wenn die Menschen zu Hause ausharren müssen, bleibt die Versorgung mit Gas, Wasser und Strom so für alle garantiert. Das ist eine vernünftige Maßnahme und gleichzeitig eine Botschaft der Solidarität, die ich ausdrücklich begrüße. Ich bedanke mich dafür bei den Unternehmen.“

Nathalie Leroy, Geschäftsführerin HAMBURG WASSER: „Die öffentliche und sichere Trinkwasserversorgung ist von elementarer Bedeutung für die Stadthygiene. Das wissen wir in Hamburg spätestens seit der Cholera-Epidemie. Angesichts der sprunghaften Entwicklung der Corona-Infektionen verzichten wir vorerst darauf, Kunden, die ihre Rechnung über einen langen Zeitraum hinweg nicht bezahlt haben, das Wasser abzustellen. Wir möchten damit dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus in unserer Stadt einzudämmen, indem wir hygienische Standards für alle erhalten. Gleichzeitig schützen wir unsere eigenen Mitarbeiter, weil wir Tätigkeiten mit Kundenkontakt durch diese Maßnahme weiter reduzieren."
Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg GmbH: „Als Verteilnetzbetreiber nehmen wir eine Sonderrolle ein, da die Haushaltskunden nicht mit uns, sondern mit dem Stromlieferanten ihrer Wahl eine Vertragsbeziehung eingehen. Auch in dieser außergewöhnlichen Krisen- bzw. Pandemiesituation, in der wir uns gerade befinden, verbleibt die Entscheidungshoheit für eine Härtefallregelung beim Stromlieferanten und nicht beim Netzbetreiber, da der Stromlieferant den Auftrag zur Stromsperrung erteilt. Die Verhältnismäßigkeit gebietet es jedoch aus unserer Sicht aktuell von Sperrungen abzusehen. Dies hilft dem Kunden in dieser besonderen Lage und gleichzeitig unseren Mitarbeitern, die hierdurch enge Kontakte vermeiden.“

Udo Bottlaender, technischer Geschäftsführer bei Gasnetz Hamburg GmbH: „Gasnetz Hamburg sieht in der aktuellen Situation die besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen der Kunden, gerade auch der Freiberufler und Kleinunternehmen. Als Netzbetreiber können wir zwar das Vertragsverhältnis der Gaskunden zu ihren Lieferanten nicht beeinflussen, sind uns aber unserer Rolle als städtisches Unternehmen bewusst. Aus sozialer Verantwortung für die Hamburger Bürgerinnen und Bürger stehen wir bei Sperranfragen auf der Seite unserer Kunden. Auch gegenüber unseren Mitarbeitern handeln wir verantwortungsvoll.“

Michael Prinz, Geschäftsführer HAMBURG ENERGIE: „Unser Unternehmen hat Lösungen erarbeitet, damit seine Privatkunden, vor allem aber die von der Krise besonders betroffenen Geschäftskunden, nicht durch Zahlungsrückstände in wirtschaftliche Schieflage geraten. Die betroffenen Kunden werden gebeten, sich direkt mit dem Unternehmen in Verbindung zu setzen, um die individuellen Lösungen zu besprechen."

HanseWerk Natur, Verteilnetzbetreiber im Hamburger Umland und Betreiber von rund 140 Wärmenetzen in Hamburg und Schleswig-Holstein, wird ebenfalls vorerst keine Sperrungen bei Wärmekunden vornehmen, die in Zahlungsverzug sind. Warmwasser und Heizwärme werden nach Angaben des Unternehmens weiter geliefert.

Auch große Energieunternehmen als Versorger und Grundversorger haben sich beim Thema Zahlungsverzug und Sperren angesichts der aktuellen Lage für befristete kulante Lösungen gegenüber den Kunden entschieden. Beispielsweise E.ON hat gegenüber der WELT bekanntgegeben, auf Sperrung von betroffenen Haushalten weitmöglich zu verzichten.

 

Rückfragen der Medien:
Behörde für Umwelt und Energie, Pressestelle
Jan Dube
E-Mail:  jan.dube@bue.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bue | Twitter: @fhh_umwelt | Instagram: @umweltbehoerde_hamburg

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