Behörde für Umwelt und Energie

Tideelbe-Forum Erstes Symposium

150 Teilnehmende bei Treffen in Hamburg

Am 26. September fand in der Katholischen Akademie in Hamburg das erste Symposium des „Forum Tideelbe“ statt. Gemäß dem Leitgedanken „Die Zukunft der Elbe gemeinsam gestalten“ informierte die Veranstaltung durch Vorträge und Workshops sowohl über den derzeitigen Arbeitsstand des Forums als auch zu aktuellen Fragestellungen zur Entwicklung des Elbeästuars.

Erstes Symposium

Michael Pollmann, Staatsrat der Behörde für Umwelt und Energie Hamburg, der das Symposium gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte (Präsident GDWS) und Dietmar Wienholdt (MELUND) eröffnete, betonte die gemeinsame Verantwortung der Länder und des Bundes, eine nachhaltige Entwicklung der Tideelbe aktiv und Hand in Hand zu gestalten.

Michael Pollmann erklärt: „Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass Veränderungen in einem ökologisch und wirtschaftlich so sensiblen Raum wie der Tideelbe nicht am grünen Tisch über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden werden können. Die ökologisch nachhaltige Weiterentwicklung in einer so vielfältigen Region muss klugerweise als Resultat aus gemeinsamer Arbeit, aus Zuhören und Abwägen, aus Beratung und Wissensaustausch entstehen.“ Hamburg sei festen Willens – auch mit Hilfe des Forum Tideelbe - ein ökologisches und nachhaltiges Strombaumanagement zu etablieren, das die Tidedynamik zukünftig positiv beeinflusse, so Pollmann.

Prof. Dr.-Ing Hans-Heinrich Witte: „Die Zukunft der Elbe hängt entscheidend davon ab, wie wir diesen komplexen und einzigartigen Lebensraum gemeinsam gestalten. Um richtige und nachhaltige Entscheidungen zu treffen und die passenden Maßnahmen einzuleiten, tragen wir all unser Wissen und unsere Erfahrungen zusammen. Denn die Tideelbe verdient die bestmögliche Entwicklung.“

Dietmar Wienholdt,  Abteilungsleiter Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz MELUND, verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass das Forum zügig den Weg für die Realisierung eines umfassenden Maßnahmenpaketes ebnen werde. „Die ökologischen Verhältnisse in der Tideelbe müssen verbessert und die Mengen an Baggergut, die im Hafen anfallen, nachhaltig reduziert werden. Darauf müssen die weiteren Schritte abzielen. Gerade mit Blick auf die Belange des  Wattenmeeres brauchen wir langfristig tragfähige Lösungen, die diesen weltweit  einzigartigen Lebensraum nicht weiter belasten.“

Neben den Mitinitiatoren des Projektes, der Hamburg Port Authority (HPA), der Behörde für Umwelt und Energie und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), referierten u. a. auch Experten von Umweltgutachtern, Umwelt- und Wassersportverbänden, der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), der Universität Hamburg und der bremenports Gesellschaft vor den rund 150 Teilnehmenden. 

Zukünftig wird das Symposium der Öffentlichkeit einmal jährlich einen Einblick in den aktuellen Stand der Arbeit des Forums Tideelbe geben. Zentrales Ziel in den kommenden zwei Jahren ist die Konkretisierung, Bewertung und Priorisierung strombaulicher Maßnahmen und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Politik und die zuständigen Verwaltungen.

 

Hintergrund
Für das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung der Tideelbe ist die Zusammenarbeit der drei Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und des Bundes sowie der Austausch mit den Kreisen, Kommunen, Verbänden und Organisationen aus der Region im „Forum Tideelbe“ Ende 2016 institutionalisiert worden. Im gemeinsamen Auftrag der Behörde für Umwelt und Energie und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation sowie der Hamburg Port Authority wurde eine Geschäftsstelle eingerichtet, die den Dialog zwischen den Stakeholdern aus der Region organisatorisch und finanziell unterstützt.

Die Tideelbe ist ein international bedeutsamer Wirtschafts- und Naturraum, der nur gemeinsam mit den relevanten Interessengruppen in der Region weiterentwickelt werden kann. Aus diesem Grunde hatte Bürgermeister Olaf Scholz am 6. Dezember 2016 das Forum Tideelbe eröffnet, einen über mehrere Jahre angelegten Dialog zwischen Vertretern der Umweltbehörden der Länder, der Kommunen und Landkreise an der Unterelbe, der Wasserstraßenverwaltung des Bundes und der Hamburg Port Authority, von Naturschutz- und Umweltverbänden, von Tourismus und Wassersport, Wasser- und Bodenverbänden, Fischerei und Hafenwirtschaft und anderen Institutionen. Dieser Dialog soll die Zusammenarbeit zwischen den relevanten Interessengruppen aus der Region weiter festigen und ausbauen, den Transfer von Fach- und Erfahrungswissen durch geeignete Arbeits- bzw. Dialogformate befördern und insbesondere dazu dienen, Maßnahmen zu identifizieren, bewerten und priorisieren, die geeignet sind, den Eintrag von Feinsedimenten und damit Baggerungen in der Tideelbe zu verringern und damit ökologische Verbesserungen für den Lebensraum Tideelbe zu bewirken.

Weitere Informationen finden Sie unter www.forum-tideelbe.de

 

Rückfragen der Medien:

Behörde für Umwelt und Energie | Pressestelle | Jan Dube | 040-42840-8006 | jan.dube@bue.hamburg.de

 

Forum Tideelbe | Leiter der Geschäftsstelle | Manfred Meine | 0160 707 4136 | Manfred.meine@bue.hamburg.de

 

Abkürzungen:

GDWS: Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

MELUND: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Schleswig-Holstein