6. Dezember 2016 "Hamburg engagiert sich" Sportliches Ehrenamt und freiwilliges Engagement

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Grußwort des Ersten Bürgermeisters, Olaf Scholz.

"Hamburg engagiert sich" Sportliches Ehrenamt und freiwilliges Engagement

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich Willkommen im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses. Ich freue mich, dass Sie so zahlreich gekommen sind. Der Große Festsaal ist für ein paar Stunden Ihre Arena. Hier ist heute das Zentrum derer, die sich mit ganzem Herzen dem Sport verschrieben haben und die eine besondere Feier verdient haben.

Die Ehrenamtlichen im Sport stehen meistens nicht im Rampenlicht oder auf der Bühne. Ja, es ist vielmehr zu erwarten, dass die Ehrenamtlichen diejenigen sind, die die Bühne aufbauen und die Glühbirne auswechseln, damit das mit dem Rampenlicht überhaupt funktioniert. Ich hoffe, das hat heute ohne Sie geklappt. Ich freue mich sehr, dass wir zusammen das Ehrenamt im Sport feiern. Sie, meine Damen und Herren, die sonst für die anderen da sind, sollen heute im Mittelpunkt stehen.

Etwa eine halbe Million Hamburgerinnen und Hamburger sind Mitglied in Sportvereinen. Das ist eine schöne Zahl. Aber die  Mitgliedszahlen sind noch nicht alles. Erst die Übungsleiter, Trainerinnen, die Wettkampfleitungen die Streckenposten, die Schiedsrichterinnen und Kampfrichter, die Helfer in den Sportstunden, die Leute, die die Mannschaften zu den Wettkämpfen bringen, die, die den Kuchen backen oder die Gremienarbeit übernehmen – erst die engagierten Ehrenamtlichen machen den Sportverein zu dem, was wir alle kennen und schätzen. 50.000 Männer und Frauen arbeiten in Hamburg ehrenamtlich für Sportvereine.  Das sind unzählige Stunden am Abend oder am Wochenende – und das Jahr für Jahr bei jedem Wetter. Ein sehr hoher persönlicher Einsatz. Die ehrenamtliche Arbeit ist eine ganz besondere Form der Leistung.

Es heißt manchmal über das Leben, den Alltag und unsere Gesellschaft, es gäbe kein Patentrezept, um den Herausforderungen zu begegnen. Aber ganz so stimmt das nicht. Es gibt da etwas, das macht die Dinge besser, es hilft gegen sehr viel und macht viele Menschen glücklich. Das Patentmittel heißt Sport.

Sport ist gut, weil es dem Menschen gut tut, sich zu bewegen. Sport macht gute Laune, das gilt auch für die, die zuschauen. Und auch die Nicht-Aktiven profitieren vom Sport, denn Sport hält unsere Gesellschaft zusammen. Sportvereine haben eine enorm wichtige gesellschaftliche Bedeutung. Und dass Sportvereine diese Funktion haben, verdanken wir ganz wesentlich dem ehrenamtlichen Engagement.

Demokratie, Zusammenhalt und Gesundheit, das sind die Werte, die von Ihrer Arbeit leben. Sie, meine Damen und Herren, unterstützen die kleinen und großen Sportler, egal ob sie nun große oder nicht so große Talente haben. Wichtig ist, dass Sport viel Spaß macht. Sie kümmern sich um die Kinder, wenn die Eltern arbeiten oder mal wieder Ferien sind. Nicht alle haben zuhause jemanden, der zeigt, wie interessant Ballett ist, wie viel Spaß Tischtennis macht oder wie aufregend es sein kann, stundenlang zu laufen. Sie organisieren den Zugang zu Bewegung und Spiel. Bei Ihnen lernt man Selbstbewusstsein, Durchhalten und weitermachen.

„Was tun bei Langeweile?“ heißt es in den Zeitschriften und Online-Portalen für Mädchen, Jungen oder Seniorinnen und Senioren immer wieder. Darauf kann man ohne zu zögern antworten: Am besten in einen Sportverein eintreten. Im Sportverein kann man sich austauschen, Kontakte knüpfen, Freunde fürs Leben finden, den Wettkampf wagen oder Entspannungsübungen machen. Und es werden überall ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebraucht. Engagement ist wie ein modernes Abenteuer: Voller Spaß und Herausforderungen.

Im Sportverein kann man lernen, was es heißt, zur Gesellschaft zu gehören, was es heißt, Verantwortung zu tragen und warum Chancengleichheit so wichtig ist.

Jahrhundertelang waren Frauen von verschiedenen Sportarten ausgeschlossen. Sie durften weder Fahrrad fahren noch Bergsteigen. Auch den Fußball mussten sie sich  erobern. Heute sind es die Sportvereine, die Mädchen und Frauen gezielt ansprechen. Es gibt Kickboxen für knallharte Typen und solche, die das gar nicht werden wollen, egal von welchem Geschlecht. Selbstverständlich müssen sich in den Hamburger Sportvereinen auch Lesben und Schwule nicht verstecken. Und wir wissen auch, dass deutsche Frauen- und Männerteams immer wieder Pokale holen, das haben wir den Sportvereinen zu verdanken, in denen nicht die Herkunft, sondern nur die Farbe der T-Shirts zählt. 

Ob Tanzen, Ballspiele oder Leichtathletik: Auch die Inklusion von Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten läuft über den Sport. Und Hamburg kann sehr stolz darauf sein, dass es hier so viele Sportgruppen für Flüchtlinge gibt – Sport ist ein ganz wichtiger Integrationsfaktor.

Es sind Ehrenamtliche und, ich möchte es mal so sagen, ganz normale Hamburger, die sich dafür engagieren, dass es bei uns so viele kluge Angebote gibt.

Liebe Ehrenamtliche, einige von Ihnen werden heute persönlich geehrt – aber Sie alle sollten sich angesprochen fühlen: Sie alle sind wichtig für Hamburg. Sie sind diejenigen, die unermüdlich, leidenschaftlich und voller Zuversicht die ganz normalen Sportlerinnen und Sportler unterstützen. Sie tragen den Sport, der dafür steht, dass Gleichberechtigung, Demokratie und Fairness zusammen gehören.

Sie machen das gerne und sie machen das sehr gut. Ich weiß, Sie machen das auch ein bisschen nebenbei. Aber, was Sie machen, ist keine Nebensächlichkeit. Sie sorgen dafür, dass es unsere Werte sind und unsere Gesellschaft zusammenhält.

Deutschland ist stolz auf die Weltmeister, die Olympiasieger und die Rekordbrecher. Aber die, von denen unsere Gesellschaft am meisten profitieren, sind Leute wie Sie, die sehr professionell und ehrenamtlich dafür sorgen, dass die anderen gewinnen. Die Kinder, die Jugendlichen, die Seniorinnen und Senioren, die Regionalliga, der Verein und das Ganze – kurz unser Breitensport.  

Sie sind die, die Gewinner machen, die Patentrezepte schreiben können und die Glück bringen. Sie machen Hamburg zu einer Sportstadt.

Eine tolle Sache! Es muss eine glückliche Stadt sein, die so viele Leute hat, die sind wie Sie. Ich bin stolz auch auf Sie.

Vielen Dank! 

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