1. April 2016 50-jähriges Dienstjubiläum von Harald Rösler, Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord

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Grußwort des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.

50-jähriges Dienstjubiläum von Harald Rösler, Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord

Sehr geehrter Herr Bezirksamtsleiter,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

als ich den Termin Ihres Dienstjubiläums bemerkte, habe ich gleich gesagt: Das ist eine tolle Leistung. 50 Jahre Kreativität, Engagement und Durchhaltevermögen für die Stadt Hamburg, das möchte ich ausdrücklich würdigen.

Ich freue mich sehr, heute hier zu sein und Ihnen, Herr Rösler, persönlich zu gratulieren. Sie haben enorm viel für die Stadt Hamburg getan. Sie sind innovativ, haben Verwaltungsprozesse klug gestaltet und für hervorragende Ergebnisse gesorgt.

Begonnen hat es übrigens schon vor etwas mehr als 50 Jahren, im Sommer 1965.

1965, das war das Jahr, in dem wichtige Hamburger Institutionen an den Start gegangen sind: Zum Beispiel der Hafen-Klub, Gruner + Jahr und der HVV. Und Harald Rösler.

Im August 1965 erhielt die Freie- und Hansestadt Hamburg das Schreiben eines fünfzehnjährigen Schülers: Ein Harald Rösler bewirbt sich um einen Ausbildungsplatz im Allgemeinen Verwaltungsdienst. Er kündigt an, Ostern 1966 die Realschule abzuschließen.

Die Verwaltung lädt ihn ein und prüft ihn: Er muss einen Test machen und um gute Bedingungen verhandeln. Am Ende bekommt er den Ausbildungsvertrag. Einsatzort: Das Bezirksamt Nord.
Am ersten April 1966 ist der offizielle Dienstbeginn, es ist ein Freitag:

  • In der Hamburger Universität werden erstmals die Preisträger für den Wettbewerb “Jugend forscht” ausgezeichnet.
  • Und die Deutsche Bischofskonferenz verschickt eine Warnung: Mischehen seien nicht geeignet, die Annäherung der Evangelischen und Katholischen Kirche zu beschleunigen.

Man merkt: Die Bundesrepublik Deutschland ist fast genau so jung wie Harald Rösler.

Ein besonders qualifizierter Beamter

Harald Rösler ist in Finkenau geboren [am 2. Februar 1950] und aufgewachsen in Winterhude. Seit dem 1. April 1966 ist er durchgehend (bis auf sechs Monate des Grundwehrdienstes) im Bezirksamt Hamburg-Nord beschäftigt.

Lieber Herr Rösler, Ihr Lebenslauf ist vorbildlich. Er schildert den über acht verschiedene Stellen verlaufenden Weg vom jungen Regierungsinspektor zum erfahrenen Bezirksamtsleiter. Die Zusammenfassung lautet: Ihre Talente werden schnell entdeckt, Ihre Arbeitsleistungen liegen erheblich über dem Durchschnitt.

Bis heute werden Ihre geistige Beweglichkeit, Ihre Entscheidungsfreude, Ihre Innovationsfähigkeit und das große Arbeitspensum hervorgehoben.
Sie sind ein geschickter Verhandlungspartner und als Vorgesetzter sehr anerkannt.
Kurz gesagt: Harald Rösler ist ein besonders qualifizierter Beamter.
Vita (Kommunikationsformat

Ihre Tätigkeit beginnst in den 1960er Jahren: Kohlepapier ist im Büroalltag unverzichtbar. Für die Vervielfältigungen werden Wachsmatrizen verwendet, die man einzeln in der Beschaffungsstelle beantragen muss.

Im Sommer 1981 taucht im Bezirksamt der erste „Telekopierer“ auf. Bis in die 1990er Jahre kommunizieren die Behörden im Wesentlichen via Fax.
Heute arbeitet das Bezirksamt daran, die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequenter zugunsten der Kundschaft zu nutzen und Behördengänge entbehrlich zu machen.
Ob Fax oder PC, in all den Jahren wird deutlich: Harald Rösler ist ein Kommunikationstalent. Er ist von Anbeginn das Vorbild eines modernen Beamten.

Sporthalle Hamburg

Ende der 1980er Jahre: Nach Abriss der Ernst-Merk-Halle fehlt ein Ort für Großkonzerte: Harald Rösler sorgt dafür, dass die Sporthalle Hamburg, wie ursprünglich geplant, Mehrzweckhalle wird. Die 1969 noch unter Bürgermeister Herbert Weichmann gebaute Halle wurde bis dahin nur für Sportveranstaltungen und die Polizeishow genutzt. Die Sporthalle Hamburg ist mit ihren 7.000 Plätzen bis heute ein unverzichtbarer Ort für den Event-Standort Hamburg.

Projekt „N 2000“

Ende der 1990er Jahre. Harald Rösler ist „zurück“ aus Fuhlsbüttel. Die 2000er Jahre scheinen weit weg.
Rösler denkt voraus und initiiert das Projekt „N 2000“. N steht für den Bezirk Nord. Er fragt die Belegschaft: Wie ist die Verwaltung, wenn sie „ideal“ funktioniert? Geschäftsprozesse werden optimiert. Ein sehr moderner Ansatz. „N 2000“ war sein Impuls für eine umfassende Modernisierung der Verwaltung in Hamburg.

Grundlagen von Dataport

Genauso vorausschauend und umsichtig kümmert er sich später auch um die Entflechtung des IT-Bereichs und legt damit die Grundlagen für das moderne System.
Erstes Kundenzentrum
Eine großartige Innovation war auch das erste behördliche Kundenzentrum in der ehemaligen Bücherhalle Lenhartzstraße. 1998 entsteht unter der Leitung von Harald Rösler eine kundenorientierte Stelle für Melde- und Ausweisangelegenheiten. Ab sofort gab es im BA Nord etwas, das die Hamburger vorher nur aus Banken und Sparkassen kannten.

„Bezirksverwaltung 2020“

Verwaltung ist Innovation als Work in Progress: Das Modernisierungsprojekt „Bezirksverwaltung 2020“ ist von Ihnen, Herr Rösler, als federführendem Bezirksamtsleiter betreut worden. Der Prozess wird mit einer kleinen Assistenzeinheit weiter geführt. Diese wird ebenfalls in Hamburg-Nord angesiedelt – ein klares Zeichen für das Vertrauen, das Ihrem Bezirk entgegen gebracht wird.

Erfolgreicher BAL

Seit dem 18.01.2012 leiten Sie das Bezirksamt und sind Chef von 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Bezirksversammlung wählte Sie mit 49 von 51 Stimmen. Das ist ein starkes Zeichen für das Vertrauen, das Ihnen entgegen gebracht wird. Zählt man die vorausgegangenen Vertretungsphasen hinzu, sind Sie jetzt schon beinahe sechs Jahre Bezirksamtsleiter.

Ein Bezirksamtsleiter hat es nicht leicht. Die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sind hoch. Die Erwartungen des Ersten Bürgermeisters noch viel höher.
2011 habe ich das Ziel gesetzt, in Hamburg 6.000 Wohnungen pro Jahr zu bauen. Herr Rösler hat das voll unterstützt. Seine Talente und seine großen Erfahrung haben ganz wesentlich zum Erfolg des Wohnungsbauprogramms beigetragen.

Wohnungsbau

Bei den Baugenehmigungen steht der Bezirk Nord seit Jahren an der Spitze. 900 pro Jahr waren gefordert, 2.500 sind es zum Teil gewesen. Inzwischen hat der Bezirk über 10.000 neue Wohnungen genehmigt.
Geschickt wurden ehemalige Krankenhausareale für Wohnungen genutzt, etwa im Quartier 21 in Barmbek, ebenso in Ochsenzoll.

Und Harald Rösler denkt jetzt schon weiter: Wenn er demnächst nach Australien aufbricht, wird er ja gar nicht Urlaub machen, sondern weiter an Konzepten für den Wohnungsbau einer modernen Metropole arbeiten. Ich sehe sie schon vor mir, die Fotos mit Grünanlagen, Wohnungen an ungewöhnlichen Orten und Gewerbe in oberen Stockwerken.

Wie geht es nun weiter?

In seiner Bewerbung vom 17. August 1965 schrieb Harald Rösler „er interessierte sich für Verkehr“. Weiter heißt es, er möchte zunächst die allgemeine Verwaltungslaufbahn einschlagen und nach beendeter Lehrzeit eine Stellung in der Behörde für Wirtschaft und Verkehr erhalten.
Ich glaube, wir können nach nun 50 Jahren sagen: Herr Rösler, Ihre Lehrzeit ist beendet. Sie haben das hervorragend gemacht.
Wenn Sie jetzt allerdings zur Verkehrsbehörde wechseln wollen, müssen Sie unter Umständen von vorne anfangen. Bleiben Sie lieber hier: Hamburg Nord ist Ihr Bezirk.

Lieber Harald Rösler,
herzlichen Glückwunsch zum 50ten Dienstjubiläum!

Die Freie und Hansestadt Hamburg dankt Ihnen für die langjährige verlässliche, zielstrebige und erfolgreiche Arbeit.

Vielen Dank!

Danke für Ihr Interesse!

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